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An Linderns Gewerbegebiet besteht offenbar großes Interesse

Bürgermeister Karsten Hage teilt in Ratssitzung mit, dass mit Satzungsbeschluss für "Jökelrien II"  alle Flächen im 10 Hektar großen Areal bereits so gut wie vergeben sind.

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Arbeiten haben begonnen: Die mit den Erschließungsarbeiten des neuen Baugebiets „Löninger Straße“ beauftragte Baufirma hat die Trasse für die Straße ausgekoffert. Foto: Siemer

Arbeiten haben begonnen: Die mit den Erschließungsarbeiten des neuen Baugebiets „Löninger Straße“ beauftragte Baufirma hat die Trasse für die Straße ausgekoffert. Foto: Siemer

Mit einer "sehr erfreulichen Nachricht“ informierte Linderns Bürgermeister Karsten Hage die Ratsmitglieder und die mehr als 40 Besucher der Jahresabschluss-Sitzung des Rates: Alle Flächen im neuen, 10 Hektar großen Gewerbegebiet "Jökelrien II“ im Dreieck von Umgehungsstraße und Lienerscher Straße seien so gut wie vergeben. Nach vielen vorbereitenden Gesprächen mit heimischen Unternehmen, die sich erweitern wollten, aber auch neuen Firmen seien die Kaufverträge entweder bereits unterschrieben oder mehr oder weniger bereits unterzeichnet.

Das sei für die wirtschaftliche Entwicklung der Kommune und das Schaffen weiterer Arbeitsplätze als einem der zentralen Kriterien für die Anstrengungen natürlich eine positive Nachricht. Die Entwicklung habe andererseits auch eine Kehrseite: "Wir sind schon wieder blank.“ Anlass für die Informationen war der Satzungsbeschluss für die Fläche, die teilweise sogar als "Industriegebiet“ ausgewiesen ist, in der höhere Lärmwerte zum Beispiel durch zwei Schichten des Drei-Schichtenbetriebes zulässig sind.

Als positiv und "durchaus erstaunlich“ wertete Hage auch, dass das Genehmigungsverfahren in nur einem Jahr abgeschlossen werden konnte. Eine Lösung für die notwendige Abbiegespur von der Lienerscher Straße sei nicht einfach, aber erfolgreich gewesen. Er wertete die neuen Gewebeflächen als Paket, das ruhig und rasch habe geschnürt werden können. Als Gründe für das Interesse sah Hage neben dem "Gesamtpaket Lindern“ mit dem Miteinander von Wohnen und Gewerbe und der guten Energieversorgung durch die Fernwärmeleitung auch "weiche Faktoren“ wie den Umgang und das Klima in den Gesprächen.

"Wir sind schon wieder blank.“Bürgermeister Karsten Hage

Auch die gesicherte Breitbandversorgung durch bereits vier genehmigte Bauanträge für den Bau von Richtfunkmasten für Internet und Telefonie im Gemeindegebiet und der bereits beantragte 5. Mast helfe zusätzlich, so Hage. Einstimmig billigte der Rat die neuen Richtlinien für die Wohnungsbau-Förderung für Familien mit Kindern. Der Höchstbetrag wurde von bisher 5000 auf jetzt 6000 Euro pro Familie heraufgesetzt. Hage informierte, dass im Genehmigungsverfahren für die Windkraftplanungen im Gemeindegebiet in der Auslegungsphase erhebliche Einwände vorgebracht worden seien. Eine bestimmte Fläche sei ja bereits als möglicherweise geeignet identifiziert worden.

Weiteres wichtiges und grundsätzliches Thema für Rat und Verwaltung sei Photovoltaik auf Freiflächen, da etliche Anträge dazu vorlägen. Hage informierte außerdem über den Stand der Vorbereitungen für die "XI. Linderner Kulturwochen“, die vom 1. bis zum 17. September unter dem Motto "Landschaft Kultur Mensch“ stattfinden. Teil davon ist das "Internationale Bildhauersymposium“. Es seien bereits etliche Bewerbungen eingegangen, insgesamt sei die Zahl der Interessenten im Vergleich zur bisher jüngsten Kulturwoche 2019 aber deutlich zurückgegangen.

Einstimmig hob der Rat seine Abwasserbeseitigungs-Satzung auf und ermöglichte dem Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband (OOWV) als Besitzer der Kläranlage und Entsorger, seine eigene Satzung aufzustellen und anzuwenden. Kurzfristig ändere sich nichts, da die Kalkulation die gleiche sei. Da aber umfangreiche Investitionen in die Kläranlage notwendig seien, müsse in den kommenden Jahren von höheren Gebühren aufgrund der Kostenumlage ausgegangen werden.

Zu den erfreulichsten Entwicklungen der vergangenen Wochen rechnete Hage die jetzt begonnenen "neuen Sandkastenspiele“ im neuen Baugebiet an der Löninger Straße. Dieses Mal sei es keine weitere Grabung der Archäologen nach steinzeitlichen Besiedlungspuren, sondern der Beginn der Erschließungsarbeiten für die neue Straße. Hatten sich vor der Prospektierung durch die Archäologen noch weit mehr als 100 Interessenten auf der Bewerberliste befunden, so seien es durch die Verzögerungen sowie höhere Zinsen und Baupreise jetzt 16 Bewerbungen für die rund 30 Plätze.

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