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Ampel statt Zebrastreifen: Eschstraße soll sicherer werden

Erneut gab es eine Diskussion über die viel befahrenen Straße in Cloppenburg. Nun soll dort eine Dunkelampel als Überquerungshilfe aufgestellt werden.

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Kreuzung zur Pater-Delp-Straße: Hier soll die Dunkelampel entstehen. Foto: Hermes

Kreuzung zur Pater-Delp-Straße: Hier soll die Dunkelampel entstehen. Foto: Hermes

Mit einer Dunkelampel auf Höhe der Pater-Delp-Straße soll die Sicherheit an der Eschstraße erhöht werden. Dies ist das Ergebnis einer Diskussion im jüngsten Bau- und Verkehrsausschuss. Die Beratungen dazu finden schon seit einigen Jahren statt, auch jetzt gab es wieder unterschiedliche Meinungen.

Aus der Beschlussvorlage geht hervor, dass die Verkehrskommission einen grundsätzlichen Handlungsbedarf sieht. Ein Zebrastreifen sei geprüft worden. Dieser sei nach Ansicht der Kommission zwar günstiger, er birge aber auch Gefahren. "Auch lassen sich dadurch die seitlichen Verkehrsäste nicht steuern", heißt es in der Vorlage. Die geplante Variante mit der Anpassung sämtlicher Nebenanlagen kostet rund 90.000 Euro.

Klaus Jaspers hält Ampel bei Tempo 30 für unangemessen

Klaus Jaspers von den Grünen hielt eine Ampel bei Tempo 30 für "unangemessen". Er schlug vor, dann besser in eine Anlage an der  Emsteker Straße auf Höhe der Schützenstraße zu investieren. Dem Vorschlag entgegnete Fachbereichsleiter Armin Nöh, dass es zurzeit Planungen für dortige Überquerungshilfen gibt. 

Jutta Klaus sprach sich ausdrücklich für die Dunkelampel aus. "Das ist eine notwendige Investition", erklärte die Fraktionsvorsitzende der Unabhängigen. Dies allerdings rief Jan Oskar Höffmann von der SPD auf den Plan: "Wir sind gegen das Vorhaben, aber nicht gegen die Zielrichtung."

Die Planung lasse nämlich zum Beispiel auch den Bereich beim Fortmanssweg außer Acht. "Dort haben wir ein rotes Pflaster, das eher für Gefahren sorgt." Und: Eine Ampel würde zu Hauptzeiten zu einem großen Rückstau führen, schließlich seien auf der Eschstraße pro Tag 10.500 Kraftfahrzeuge unterwegs.  

"Es gibt anscheinend eine ideologische Blockade der Verkehrskommission dagegen. Der Landkreis ist das gallische Dorf gegen Zebrastreifen, das kann nicht sein."Jan Oskar Höffmann

Anschließend hielt er ein Plädoyer für Zebrastreifen, die im Landkreis Cloppenburg nicht vorkommen. "Es gibt anscheinend eine ideologische Blockade der Verkehrskommission dagegen. Der Landkreis ist das gallische Dorf gegen Zebrastreifen, das kann nicht sein", so Höffmann weiter. Diese hätten jedoch Vorteile, wenn sie gut beleuchtet und beschildert sind. Roland Kühn von der CDU entgegnete ihm: "Sie lassen völlig außer Acht, was die Verkehrsexperten empfehlen."

Letztlich wurde Höffmanns Antrag zur Einrichtung von 2 Zebrastreifen mehrheitlich abgelehnt. Für die Dunkelampel sprachen sich 5 Ausschussmitglieder bei einer Nein-Stimme und 5 Enthaltungen aus.


Chronologie der Eschstraße seit 2014

  • 2014: Zulässige Höchstgeschwindigkeit in der Eschstraße wird auf 30 km/h reduziert.
  • 2014 bis 2020: Geschwindigkeitskontrollen durch Polizei.
  • 2015: Warnende Geschwindigkeitsanzeige auf Höhe Fortmannsweg wird installiert.
  • 2014 bis 2015: Weitere Beratung in den politischen Gremien, dort wird auf Behandlung im Rahmen der Aufstellung des Verkehrsentwicklungsplanes (VEP) verwiesen.
  • September 2016: Optimierungsbedarf für den Verkehrsknotenpunkt wird aufgezeigt.
  • 2017: Verkehrsknotenpunkt wird barrierefrei ausgebaut.
  • 2019: Umgestaltung der Kreuzung Eschstraße und Löninger Straße mit optimierter Ampelanlage zum Abbau von Rückstau.
  • 2020: Beratung in der Verkehrskommission über weitere Optimierungsmöglichkeiten.
  • 2021: Präsentation der Beratungsergebnisse mit Ausplanung der Optimierungsmöglichkeiten.

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