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Althusmann mit 89,76 Prozent als CDU-Chef bestätigt

Der Vorsitzende der Christdemokraten in Niedersachsen konnte sein Ergebnis im Vergleich zu 2018 steigern. Auf dem digitalen Parteitag schwor er die Basis auf das Wahljahr 2021 ein (Update 17 Uhr)

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Im Amt bestätigt: CDU-Chef Althusmann. Foto: dpa

Im Amt bestätigt: CDU-Chef Althusmann. Foto: dpa

Der Vorsitzende der Niedersachsen-CDU, Bernd Althusmann, ist auf dem digitalen Parteitag der Christdemokraten am Samstag mit 89,76 Prozent im Amt bestätigt worden. Im September 2018 hatte er 83 Prozent erhalten. „Herzlichen Dank für ein wirklich gutes Ergebnis“, sagte Althusmann, der die Parteibasis auf das Wahljahr 2021 eingestimmt hatte.

Althusmann hatte die ersten Glückwünsche im Parteitags-Studio in Hildesheim von Silvia Breher aus Lindern erhalten, die als Vorsitzende des CDU-Landesverbandes dem Tagungspräsidium angehörte und den Wahlgang moderierte. Die CDU-Bundestagsabgeordnete für Cloppenburg-Vechta und stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende überreichte Althusmann einen Blumenstrauß mit den Worten „Herzlichen Glückwunsch für ein tolles Ergebnis.“

Althusmann war 2016 erstmals zum Parteivorsitzenden gewählt worden – damals mit 98,55 Prozent. Er ist seit Ende 2017 Wirtschafts- und Verkehrsminister in Niedersachsen sowie stellvertretender Ministerpräsident. Im Januar wurde er ins Präsidium der CDU Deutschland wiedergewählt. Der CDU-Landesverband in Niedersachsen ist der drittgrößte in Deutschland.

Als Generalsekretär wurde Sebastian Lechner (40) zum Nachfolger von Kai Seefried gewählt, der in Stade als Landrat kandidiert. Lechner hatte das Amt zuletzt bereits kommissarisch übernommen. Er erhielt 95,2 Prozent der Stimmen. Die Online-Wahlen müssen im Nachgang noch mit einer Briefwahl bestätigt werden.

Althusmann fordert großflächige Corona-Tests

In seiner Rede, die über 400 Delegierte landesweit online verfolgten, warnte Althusmann vor den Folgen einer Corona-Müdigkeit in der Bevölkerung. Das Vertrauen der Menschen drohe verloren zu gehen. Das Corona-Virus mit seinen Mutationen sei eine große Gefahr, die größte Gefahr sei allerdings der Spaltpilz. Mit einem Stufenplan, einem Impfplan und einem Testplan müsse die Regierung den Menschen in Niedersachsen zeigen, dass sie handlungsfähig ist. Insbesondere das großflächige Testen von Schülern, Lehrkräften und Erzieherinnen müsse nun vorangetrieben werden.

Für ein Durchstarten der Wirtschaft nach der Corona-Krise sei es nötig, den Klimaschutz und eine moderne Industriepolitik zusammenzuführen, unterstrich Althusmann. Außerdem kritisierte er das geplante Insektenschutzgesetz der Bundesregierung. Der Entwurf von Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) drohe den mühsam gefundenen Kompromiss zwischen Agrarbranche und Umweltschützern kaputt zu machen, der Landwirten Anreize für mehr Artenschutz gibt.

Zugeschaltet zu dem Parteitag, der coronabedingt verkürzt und mehrfach verlegt worden war, wurden die Ministerpräsidenten aus Nordrhein-Westfalen und Bayern, Armin Laschet (CDU) und Markus Söder (CSU). Vor den Bund-Länder-Beratungen zum Corona-Kurs warnte Söder vor überstürzten Lockerungen mit der Gefahr eines Rückfalls. Laschet forderte eine Priorität für Schule und Kinder bei möglichen Lockerungen.

Als weiterer Gast wurde der ehemalige Minister- und Bundespräsident Christian Wulff (CDU) zu dem Parteitag zugeschaltet. Er erinnerte an zurückliegende Erfolge der CDU und die Wahl von Ernst Albrecht zum ersten von der CDU gestellten Ministerpräsidenten in Niedersachsen auf den Tag genau vor 45 Jahren.

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