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Allein unter Freunden

Thema: Waffenlieferungen – Hätte der Westen früher Waffen geliefert, wären seinem Land viele Opfer erspart geblieben, sagt der ukrainische Außenminister. Seine Kritik trifft vor allem Deutschland.

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Was sich in den ersten Tagen des Ukraine-Krieges rund um die Hauptstadt Kiew abgespielt hat, dürfte genügend Stoff bieten, um ganze Bücherregale zu füllen. Dass die ukrainischen Truppen der russischen Übermacht standhalten und sie am Ende sogar zurückschlagen konnten, gleicht einem Wunder. Neben dem Mut der Verteidiger waren vor allem die Waffen und die taktische Ausbildung ausschlaggebend, die die Armee bis dahin von Amerikanern und Briten erhalten hatte.

Wenn der ukrainische Außenminister das anfängliche Zögern des Westens bei Waffenlieferungen mit dem Tod der eigenen Kämpfer in Verbindung bringt, dürfte seine Kritik deshalb in erster Linie an Deutschland gerichtet sein. Der hierzulande von vielen als Störenfried empfundene ukrainische Botschafter Andrij Melnyk behauptet, Finanzminister Lindner habe ihm unmittelbar nach der Invasion geraten, die Niederlage zu akzeptieren. Ähnlich dürften viele in Berlin gedacht haben. Kein Zweifel: Wäre sie allein auf die Bundesrepublik angewiesen, würde es die Ukraine heute nicht mehr geben.

Inzwischen liefert auch Deutschland Waffen. Das ist richtig, denn Diplomatie mit Russland macht erst dann wieder Sinn, wenn Diktator Putin keine Chance mehr sieht, den Krieg mit einem Triumph zu beenden. Seine Rede am 9. Mai ließ da wenig Interpretationsraum. Was ein russischer Sieg für die Menschen bedeuten würde, ist an Orten wie Buschta und Mariupol zu besichtigen. Für sie ginge das Leiden weiter. Der Westen darf das nicht zulassen.

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