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Alle Kita-Kinder bekommen einen Platz

Ausweichquartier im Schwesternwohnheim Emstek: Alternativen sind zu teuer oder unpraktisch, hieß es auf der Ratssitzung. Eine Ausnahme macht Krippen-Gruppen mit 15 Kindern bei zwei Betreuern möglich.

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Haus für die Jüngsten: Das ehemalige Schwesternwohnheim wird bereits vom Maria-Goretti-Kindergarten genutzt. Jetzt kommen Kindergartenkinder im ersten Stock hinzu. Foto: Thomas Vorwerk

Haus für die Jüngsten: Das ehemalige Schwesternwohnheim wird bereits vom Maria-Goretti-Kindergarten genutzt. Jetzt kommen Kindergartenkinder im ersten Stock hinzu. Foto: Thomas Vorwerk

Es mangelt auch in der Gemeinde Emstek an Kita-Plätzen, doch deshalb muss kein Kind zu Hause bleiben. In seiner jüngsten Sitzung hat der Rat der Gemeinde Emstek beschlossen, zusätzliche Plätze im ehemaligen Schwesternwohnheim am St.-Antonius-Stift zu schaffen.

Bewegungsraum wird im zweiten OG eingerichtet

Dort gibt es bereits zwei Krippengruppen, die im Erdgeschoss untergebracht sind. Im ersten Stock können bis zu 15 Kinder betreut werden und im zweiten Obergeschoss ist Platz für einen Bewegungsraum sowie sanitäre Anlagen. Konstruktiv müsse deshalb nichts am und im Gebäude verändert werden, hatte Bauamtsleiter Franz-Josef Rump während der Sitzung  erklärt. Auch müssten keine zusätzlichen Fluchtwege, etwa über eine Außentreppe, installiert werden. Ein Bezug ist zum 1. August möglich. Nach aktuellem Stand können dort sechs Kinder ab Sommer betreut werden.

„Haus Piontek“ muss Erweiterung der Kita weichen

Zuvor wurden verschiedene Modelle gedanklich durchgespielt. In Halen steht das „Haus Piontek“ auf dem Kindergartengrundstück leer. Dies umzubauen sei aus wirtschaftlichen Gründen nicht machbar, zumal das Gebäude für die anstehende Erweiterung des Kindergartens weichen muss. Die Miete für eine Containerlösung würde für drei Jahre 265.000 Euro kosten und ist damit zu teuer, weshalb das Schwesternwohnheim in Emstek als Alternative gewählt wurde. Aus welchen Gemeindeteilen die Kinder dort hingefahren werden müssen, steht erst fest, wenn die Gruppen zugeschnitten sind. In Bühren können alle Kinder einen Platz bekommen, nachdem dort ein Mehrzweckraum in einen Gruppenraum umgewandelt wurde.

Im kirchlichen Maria-Goretti-Kindergarten in Emstek gibt es Krippengruppen, in denen eigentlich 15 Kinder untergebracht werden können. „Aufgrund des personellen Engpasses bei den Sozialassistenten konnten keine Drittkräfte gefunden werden, somit werden zurzeit nicht mehr als zehn Kinder pro Gruppe betreut. Eine Variante wäre, eine weitere Erzieherin oder einen Erzieher einzustellen. Der würde aber besser bezahlt und die Kirchengemeinde hat bei der Verwaltung angefragt, ob diese Differenz übernommen werden könnte. Die Lösung wäre auf ein Jahr begrenzt und würde 10.000 Euro kosten.

Grundsätzlich ist man in der Politik zu diesem Schritt bereit, die Gesetzeslage hat sich aber zwischenzeitlich geändert. Aufgrund des allgemeinen Personalmangels ist übergangsweise eine Betreuung von 15 Krippenkindern mit zwei Personen erlaubt. Die Ausnahme ist zunächst bis 2025 befristet. Sollte aber in Emstek eine dritte Kraft gefunden werden, stehe einer Einstellung nichts im Weg, hieß es gestern auf Nachfrage im Emsteker Rathaus.

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