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Alexander Bartz will für die SPD in den Bundestags-Wahlkampf ziehen

Die Sozialdemokraten aus den Kreisen Vechta und Cloppenburg entscheiden jetzt über die Kandidatur. Bartz will im Wahlkreis der amtierenden Bundestagsabgeordneten Silvia Breher (CDU) angreifen.

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Alexander Bartz. Foto: Bartz/SPD Vechta

Alexander Bartz. Foto: Bartz/SPD Vechta

Die Sozialdemokraten im Oldenburger Münsterland entscheiden in einer Briefwahl über ihren Kandidaten für die Bundestagswahl im September. Einziger Anwärter auf die SPD-Kandidatur ist nach einer digitalen Wahlkreiskonferenz der Genossen aus den Landkreisen Cloppenburg und Vechta der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Vechta, Alexander Bartz. Der 36-Jährige bewirbt sich für den Wahlkreis 32 - eben den Wahlkreis, für den die CDU-Politikerin Silvia Breher (Lindern) seit der Wahl 2017 im Bundestag sitzt.

Nach der Versammlung von 48 Delegierten aus den beiden Landkreisen am Samstag haben die Genossen jetzt 14 Tage Zeit, ihre Stimme abzugeben. Das Ergebnis will die SPD laut Mitteilung am 29. März offiziell feststellen und bekannt geben. Der SPD-Kreisverband Vechta hatte Bartz für die Kandidatur vorgeschlagen.

Alexander Bartz - studierter Betriebswirt, verheiratet, Vater von zwei Kindern - lebt in Vechta und leitet eine eigene Marketingagentur. Er ist außerdem Pressereferent der Malteser. Bei der digitalen Konferenz setzte er politisch einen klaren Schwerpunkt bei sozialen Themen. Der klare Fokus sollte darauf gelegt werden, dass alle Bürgerinnen und Bürger in Deutschland gut leben können. Ein notwendiger Schritt dafür sei gut bezahlte Arbeit und die Erhöhung des Lohnniveaus. Weiter müsse die Politik die Verbesserung der Arbeitsbedingungen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Blick behalten.

Warten auf Abstimmungsergebnis: (von links) Detlef Kolde, Sam Schaffhausen, Alexander Bartz und Susanne Mittag MdB. Foto: WilkensWarten auf Abstimmungsergebnis: (von links) Detlef Kolde, Sam Schaffhausen, Alexander Bartz und Susanne Mittag MdB. Foto: Wilkens

Als ein Herzensthema hat der 36-Jährige die Klimapolitik erklärt. Als Familienvater will er für eine zukunftsorientierte Klimapolitik ein. Ressourcenschonung, Nachhaltigkeit, Umweltschutz sowie der Kohle- und Atomausstieg seien der einzig richtige Weg, um verantwortungsvoll im Sinne von nachfolgenden Generationen zu handeln.

Für die SPD im Oldenburger Münsterland war die Wahlkreiskonferenz die erste digitale Versammlung. Als Sitzungsleiterin hatte die SPD-Bundestagsabgeordnete Susanne Mittag (Wahlkreis Delmenhorst - Wesermarsch - Oldenburg-Land)  die Teilnehmer aus einem eigens eingerichteten Studio in den VEC-Hallen in Vechta begrüßt. Auch die Vorsitzenden der SPD in den beiden Landkreisen richteten ihr Wort an die Delegierten. Sam Schaffhausen, Vorsitzender des Vechtaer Kreisverband sagte: „Ich hatte mich darauf gefreut, euch alle hier mal in den VEC Hallen wiederzusehen“, meinte Schaffhausen. Aufgrund der Infektionslage wollten die Sozialdemokraten aber „der Verantwortung gerecht werden und deshalb digital tagen“.

Wahl hat hohe Bedeutung für die Sozialdemokraten

Vorsitzender des Unterbezirks Cloppenburg, Detlef Kolde, nahm wie Schaffhausen Bezug auf die aktuelle Lage, welche einige Probleme, wie die soziale Ungleichheit, nochmal verstärke. „Es sei Aufgabe der Politik auf allen Ebenen, Mutmacher zu sein“, so Schaffhausen. Weitere Grußworte hielten Vechtas Bürgermeister Kristian Kater sowie der Landtagsabgeordnete Deniz Kurku. Beide unterstrichen die Bedeutung der anstehenden Bundestagswahl. Kater sprach außerdem Lob „für die Bereitschaft, sich für die Gemeinschaft einzusetzen“ aus. Politik lebe von Beteiligung und brauche Kandidaten.

Aktuelle Bundestagsabgeordnete im Wahlkreis 32 für die Landkreise Cloppenburg und Vechta ist die CDU-Politikerin Silvia Breher. Der Wahlkreis wird seit 1949 von den Christdemokraten besetzt.

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