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Albtraum schnell beenden

Thema: Amtsenthebungsverfahren gegen Trump - Ist ein Impeachment gegen Trump jetzt der richtige Schritt? Einen Vorteil gibt es dadurch auf jeden Fall.

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Mit dem Eid auf die Verfassung nahm er es nie so genau. Oft trat er sie mit Füßen, glaubt bis heute über dem Gesetz zu stehen.

Doch jetzt brachte Noch-Präsident Donald Trump das Fass zum Überlaufen. Seine von ihm aufgehetzte grölende Meute stürmte den Kongress. Er setzte damit das Leben der Abgeordneten und der Senatoren aufs Spiel. Dieser Vorgang erschüttert auch viele Republikaner, die bisher trotz verlorener Wahl zu ihrem Kandidaten standen. Nicht nur für Demokraten, auch für viele Republikaner ist Trump längst zu einem wahren Albtraum geworden. Dass man aus diesem lieber heute als morgen erwachen möchte, ist nachvollziehbar. Aber ist ein Impeachment, ein Amtsenthebungsverfahren, jetzt der richtige Schritt?

Sicher, die Demokraten würden geschlossen für eine Verurteilung durch den Senat stimmen. Es wären hierfür aber auch mindestens 17 Stimmen der Republikaner nötig. Ob es dazu kommt ist also fraglich, auch wenn die Beweise mehr als stichhaltig sind. Die negativen Nebeneffekte dürfen zudem nicht vergessen werden. Fast die Hälfte der Amerikaner hat Trump gewählt. Das Verfahren wird erst nach dem Ende seiner Amtszeit entschieden und unabhängig vom Ausgang weiter für Unruhen sorgen und dem neuen Präsidenten den Start seiner Amtszeit erschweren. Einziger Vorteil: Wenn das Impeachment gelingt, kann Trump künftig kein neues mehr Amt bekleiden.

Vizepräsident Mike Pence wäre daher wohl besser beraten, zusammen mit den Ministern Trumps Amtsunfähigkeit festzustellen. Der Albtraum wäre so schneller zu Ende.

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