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Absurde Inszenierung

Thema: AfD schmeißt Andreas Kalbitz aus der Partei - Die AfD will sich als bürgerlich-konservativ inszenieren. Sie bleibt aber ein Sammelbecken für Rechtsextreme.

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Man muss sich nichts vormachen: Die AfD ist eine Partei, deren rechte Ideologie so offensichtlich ist, dass auch der Parteiausschluss von Andreas Kalbitz – neben Björn Höcke wohl der größte Rechtsextremist in den eigenen Reihen – nicht im entferntesten hilft, das Image der Rechtspopulisten aufzupolieren.

Sicher, es ist richtig und auch wichtig, dass eine Person wie Kalbitz niemals ein Mandat in egal welcher Organisation innehaben sollte. Doch der Versuch von AfD-Bundessprecher Jörg Meuthen, die Partei damit möglichst als bügerlich-konservativ zu inszenieren, ist einfach nur absurd.

Weder Meuthen, noch sonst einer aus der Führungsriege der Rechtspopulisten wie etwa Alice Weidel oder Alexander Gauland, haben sich nach dem Rauswurf von Kalbitz klar von den unzähligen anderen Rechtsextremisten in der Partei distanziert. Nein, das Trio hat in einer monatelangen Schlammschlacht darüber gestritten, ob der Rechtsextremist Kalbitz nicht doch die richtige Person für die AfD ist. Angelastet wurde ihm eine frühere Mitgliedschaft in einer rechtsextremistischen Organisation. Doch die heutige Ideologie spielte beim jetzigen Ausschluss aus der Partei keine Rolle.

Nein, die AfD könnte nicht weiter davon entfernt sein, eine bürgerlich-konservative Partei zu sein. Auch, wenn Jörg Meuthen dieses Image zu kreieren versucht, es gibt genügend mächtige Mitglieder – besonders in Ostdeutschland –, die die Partei gerne noch weiter rechts sehen würden. Und so bleibt die AfD, was sie ist: Ein gefährliches Sammelbecken für Rechtsextreme – ob mit oder ohne Kalbitz.

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