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86 Prozent: CDU nominert Neidhard Varnhorn

Der aktuelle Kreisrat geht für die Christdemokraten ins Rennen um das Cloppenburger Bürgermeister-Amt. Die Wahl findet im Herbst 2021 statt.

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Stadtverbandsvorsitzender Prof. Marco Beeken (links) gratuliert Neidhard Varnhorn. Foto: Hermes

Stadtverbandsvorsitzender Prof. Marco Beeken (links) gratuliert Neidhard Varnhorn. Foto: Hermes

Daumen hoch signalisierte Dr. Wolfgang Wiese am Dienstagabend nach der Vorstellung und Fragerunde mit Neidhard Varnhorn. Der amtierende Bürgermeister sprach sich anschließend noch einmal für den aktuellen Kreisrat als CDU-Bürgermeisterkandidat und damit seinen möglichen Nachfolger aus.

Auf 76 geheim abgegeben Wahlzettel gab es für den 48-Jährigen 66 Ja-Stimmen, drei Nein-Stimmen, fünf Enthaltungen sowie zwei ungültige Stimmen. Somit wählten 86 Prozent der anwesenden Mitglieder Varnhorn zu ihrem Kandidaten. Dieser hatte zuvor die Werbetrommel für sich gerührt.

„Ich kann Verwaltung, ich kann Führung und ich kann Kommunalpolitik“, sagte Varnhorn. Zudem bezeichnete er Cloppenburg als das Mittelzentrum des Landkreises und des Oldenburger Münsterlandes. Es habe eine starke Anziehungskraft, auch für das Umland.

Neidhard Varnhorn. Foto: HermesNeidhard Varnhorn. Foto: Hermes

Als Herausforderung sieht Varnhorn die städtebauliche Entwicklung der Stadt und damit vor allem verbundenen bezahlbaren Wohnraum. Auch die gewerbliche Entwicklung sei wichtig: „Dabei denke ich neben alteingesessenen Betrieben auch an Jungunternehmer. Möglich wäre eine Start-up-Förderung. Ideen müssen nicht nach Berlin, München oder Hamburg abwandern.“

Den Weg hin zu einer Fahrradstadt möchte er ebenfalls weitergehen. Dabei dürfe man aber nicht das Auto verteufeln und müsse die verschiedenen Mobilitätsformen miteinander verbinden. Beim Klimaschutz wolle er keine Verbote aussprechen. „Ich möchte auf neue Konzepte setzen und diese durch städtische Aktivitäten unterstützen.“

Den Marktplatz bezeichnete Varnhorn als „Juwel der Stadt“. Als reiner Parkplatz sei ihm das zu wenig. In diesem Zusammenhang berichtete Wiese von einer möglichen Tiefgarage an dieser Stelle. „Wenn wir sowieso an die Oberfläche gehen, wäre das denkbar.“

Stadt sei in vielerlei Hinsicht gut aufgestellt

Wie der Bürgermeisterkandidat weiter erklärte, sei die Stadt in vielerlei Hinsicht gut aufgestellt. Dies müsse man nun weiterentwickeln. „Wer etwas bewegen will, muss auch Verantwortung übernehmen.“

Ihm sei es wichtig, das Ehrenamt durch hauptamtliche Entlastungen zu stärken. Oftmals herrsche noch eine viel zu hohe Bürokratie, dabei sei Abhilfe nötig. „Unsere Stadt ist lebendig und ehrenamtlich auf den Beinen. Ohne das stünden wir als Gemeinschaft längst nicht so gut da.“

Wiese appellierte indes an die Mitglieder. „Es gibt kaum mehr Fachwissen und Empathie. Neidhard hat unsere Unterstützung verdient. Und die braucht man auch im Wahlkampf.“ Dies sei für die CDU auch im Kreis Cloppenburg schon lange kein Selbstläufer mehr, warnte er. Die Urwahl sei eine richtige und wichtige Entscheidung.

Stimmenauszählung: Die Mitglieder wählten den Bürgermeisterkandidaten in geheimer Wahl. Foto: HermesStimmenauszählung: Die Mitglieder wählten den Bürgermeisterkandidaten in geheimer Wahl. Foto: Hermes

Er selbst habe Wert darauf gelegt, die Entscheidung des Nichtantrittes zu treffen. „Es ist der richtige Zeitpunkt für mich und die Zukunft der Stadt. Mit neuen Leuten kommen neue Ideen, das ist gut für Cloppenburg“, so der Amtsinhaber.

Stadtverbandsvorsitzender Prof. Marco Beeken dankte Wiese für seine Arbeit: „Du hast in dieser Zeit viel geleistet, viele Projekte angeschoben, geplant und umgesetzt.“ Die Stadt stehe hervorragend da und sei gut vorbereitet auf die Herausforderungen der Zukunft.

Bei der Kandidatensuche habe er eines der ersten Vier-Augen-Gespräche mit Varnhorn geführt. „Die ersten Signale waren positiv, es kamen mehrere Augen dazu und sehr schnell waren wir in der Strategiekommission überzeugt. Neidhard ist unser Mann“, sagt Beeken. Er bringe alles mit, was den Christdemokraten bei der Auswahl wichtig gewesen sei.

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