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62 Bewerber aus 12 Parteien und Gruppen wollen in den Rat

Die Wahlergebnisse vom 12. September präsentiert die Stadt Löningen im Forum Hasetal. Zunächst werden die Ergebnisse der Landrats- und die Bürgermeisterwahl ausgewertet.

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Wahlaufruf: Wahlleiter Thomas Willen (rechts), sein Vertreter Stefan Beumker und Sabrina Düvel präsentieren die Löninger Wahlzettel. Foto: Siemer

Wahlaufruf: Wahlleiter Thomas Willen (rechts), sein Vertreter Stefan Beumker und Sabrina Düvel präsentieren die Löninger Wahlzettel. Foto: Siemer

Zu den Kommunen in der Region, deren Kommunalwahl-Ergebnisse am Abend des 12. September mit viel Spannung erwartet werden, gehört die Stadt Löningen. Zum einen hat Bürgermeister Marcus Willen mit Burkhard Sibbel von den "Unabhängigen für Löningen" (UfL) einen Herausforderer, der auch auf den Chefsessel im Löninger Rathaus möchte.

Zum anderen aber ist auch das Bewerberfeld für die Stadtratswahlen im Vergleich zu anderen Kommunen in der Nachbarschaft mit dort nur 2, 3 oder allenfalls 4 Listen vergleichsweise groß. Denn um die 30 Sitze im Stadtrat bewerben sich 12 Parteien, Vereine, Gruppierungen oder Einzelbewerber. Ergo: Nur gut jeder Zweite der 62 Frauen und Männer, die kandidieren, kann von den 11.347 Löninger Wählern ein kommunalpolitisches Mandat für die kommenden 5 Jahre erhalten.

Die Zahl der Berechtigten ist um 380 Personen gestiegen, entweder durch Zuzug oder das Erreichen des Wahlalters von 16 Jahren. Für Spannung in Löningen sorgt auch die in den letzten 3 Jahren    durchaus scharf ausgefochtene Konkurrenz zwischen der zu Beginn der Ratsperiode noch mit absoluter Mehrheit und 20 Sitzen ausgestatteten CDU und der Abspaltung von zunächst 7 CDU-Ratsmitgliedern sowie dem Zusammenschluss zur UfL. Nach einer rund 1/2-jährigen Findungs-Phase gibt es mittlerweile eine faktisch Große Koalition im Rat aus CDU, SPD und der Gruppe Grüne/Linke.

CDU und UfL wollen beide stärkste Fraktion werden

Die sichtbare Konkurrenz von CDU und UfL um den prestigeträchtigen Status der stärksten Fraktion bestimmt den Löninger Kommunalwahlkampf. Das größte Bewerberfeld präsentiert der CDU-Stadtverband mit 22 Frauen und Männern aus so gut wie allen Ortsteilen und dem Stadtzentrum. Für zusätzliche Spannung sorgt die Tatsache, dass viele der bekannten Akteure wie Josef Ramler, Vitus Drees, Anja Thiel, Hedwig Knabke oder Christina Wieborg auf eine erneute Kandidatur verzichtet haben und daher die Reihe der neuen CDU-Kandidaten vergleichsweise groß ist.

UfL-Kandidat Taku Samuriwo ist jüngster Bewerber

Ihr Ziel dokumentiert die UfL mit einer ähnlich großen Zahl: Der sich selbst als Verein bezeichnende Zusammenschluss, der nach eigenen Angaben inzwischen 190 Mitglieder hat, schickt 20 Frauen und Männer ins Rennen. 13 stammen aus der Stadt, 7 aus den Ortsteilen. Die UfL stellt mit dem 18-jährigen Schüler Taku Samuriwo auch den jüngsten Bewerber. Bis auf Friedrich Steinke treten alle inzwischen durch den Übertritt von Elisabeth Kordes von der SPD zur UfL auf 8 angewachsene Akteure wieder zur Wahl an.

Ein 9-köpfiges Team aus alten Hasen wie Rainer Kroner, Uwe Ostermann und Diana Hömmen und jungen Leute um den Vorsitzenden Nico Neubert schicken die Sozialdemokraten in den Wettbewerb um die Mandate. Auf bewährte Kräfte setzen auch die Grünen mit ihrer Kandidatenliste. Egbert Schäpker und Lisa Kramer sind Ratsmitglieder, Maria Kruse will nach einer Periode Abstinenz wieder kommunalpolitisch arbeiten. Für die FDP kandidiert Michael Rohen; die Linke stellt 2 Bewerber, darunter mit Tom Dobrowolski ein bereits dem Rat angehörenden Politiker. Jeweils als Einzelbewerber ohne Parteibindung wollen Dirk Schelze aus Böen und Reinhold Krull, der bisher dem Rat als FDP-Mitglied angehört, weiter politisch mitmachen. Als Einzelbewerber kandidiert erstmals Tobias Löffelsend für die Liberal-Konservativen Reformer Niedersachsen.

Stadtratswahl wird zuletzt ausgezählt

Die Ergebnisse werden im Forum Hasetal öffentlich präsentiert. Ausgezählt werden nach Angaben von Stefan Beumker, dem stellvertretenden Wahlleiter, zuerst die Ergebnisse der Landratswahl, danach folgt die Bürgermeister-, die Kreistagswahl und dann der Stadtrat.

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