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43 Plätze für Wohnwagen, 288 für Autos: Olgahafen erwacht aus Dornröschenschlaf

Die Stadt Damme und der Landkreis Vechta wollen noch 2022 eine neue Wohnmobilstell- und Parkplatzanlage bauen. Das Projekt kostet insgesamt rund 1,9 Millionen Euro.

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Alles neu macht 2022: Fit machen für den Wettbewerb um Wohnmobilisten wollen der Landkreis Vechta und die Stadt Damme den Olgahafen in Dümmerlohausen. Hier sollen 43 moderne Stellplätze entstehen. Foto: Nath

Alles neu macht 2022: Fit machen für den Wettbewerb um Wohnmobilisten wollen der Landkreis Vechta und die Stadt Damme den Olgahafen in Dümmerlohausen. Hier sollen 43 moderne Stellplätze entstehen. Foto: Nath

Wenn alles so läuft, wie sich die Stadt Damme und der Landkreis Vechta es vorstellen, werden noch in diesem Jahr die Arbeiten am neuen Wohnmobilstellplatz und am ebenfalls neuen Parkplatz am Olgahafen zwischen der Zufahrtstraße und dem Randkanal starten. Die Kosten belaufen sich für beide Projekte zusammen auf rund 1,9 Millionen Euro.

Wie Bürgermeister Mike Otte (CDU) in der Sitzung des Wirtschaftsförderungs-, Finanz- und Kulturausschusses mitteilte, soll der Wohnmobilstellplatz 700.000 Euro kosten. 200.000 Euro erwarten der Landkreis als Projektträger beider Maßnahmen und die Stadt aus dem Zile-Programm. Auf die Zusage hoffen Kreis und Stadt im Laufe des Frühjahrs. Die restlichen 500.000 Euro würden sich beide teilen. Der Kreistag hat dem bereits zugestimmt – unter der Voraussetzung, dass die Fördermittel fließen. Auf Seiten der Stadt hat der Finanzausschuss, dessen Sitzung Heiko Bertelt von der FDP leitete, dem Rat empfohlen, ebenfalls grünes Licht zu geben. "Der Landkreis ist ein Stück weit in Vorleistung getreten", erklärte der Bürgermeister.

Die Grundlagen für die beiden Maßnahmen sind das touristische Entwicklungskonzept für den Olgahafen sowie der vor längerem bereits vom Rat verabschiedete Bebauungsplan „Olgahafen“. Nach dem aktuellen Entwurf sind bis zu 43 Stellplätze für Wohnmobile geplant. Alle Plätze sollen über einen Stromanschluss verfügen, ebenso über W-LAN. Das sei heute Standard, erklärte Mike Otte. Zudem ist auch ein Sanitärgebäude vorgesehen. Geplant ist nach der Fertigstellung der Anlage, dass der Landkreis sie betreiben wird. Die Nutzung der Plätze wird dann kostenpflichtig sein.

Arbeiten starten noch in diesem Jahr

Der neue Parkplatz soll 288 Plätze haben, darunter 5 für Fahrzeuge von Behinderten. Hinzu kommen 3 Stellplätze für Busse und eine Lademöglichkeit für Elektroautos. Auch hier hat der Kreistag schon zugestimmt, die Hälfte der zirka 1,2 Millionen Euro zu übernehmen. Der Ausschuss votierte dafür, dass die Stadt die restliche Summe aufbringen soll. Dass die Arbeiten an dem neuen Wohnmobilstellplatz und dem vergrößerten Parkplatz noch in diesem Jahr starten können, ist auch deswegen möglich, weil die von Damme zu zahlenden Mittel im städtischen Haushaltsplan 2022 bereits berücksichtigt sind. Allerdings sollen die Arbeiten nach Worten Mike Ottes auf die Saison um den Dümmer Rücksicht nehmen.

Mit Blick auf die vorgesehene Fläche sagte er, der größte Teil des Areals gehöre dem Landkreis, den Rest habe die Stadt langfristig gepachtet. Die Chance, dass die neuen Wohnmobilplätze am Dümmer gut angenommen werden, sieht Mike Otte als groß an. Zum einen steige die Nachfrage von Wohnmobilisten nach Plätzen, zum anderen dürfte das naturbelassene Umfeld der Anlage am Olgahafen für viele sehr interessant sein.

Politik lobt die Pläne und den Landkreis

Aus den Reihen des Ausschusses gab es große Zustimmung zu beiden Vorhaben. Andreas Balster von der CDU sagte, er hoffe nach den hohen Investitionen der Öffentlichen Hand auf ein Nachziehen von privater Seite, insbesondere von der Gastronomie. Ausdrücklich lobte er den Landkreis, der hier viel Geld in die Hand nehme.

Mike Otte setzt ebenfalls auf Anreize für private Investoren. Helmut Kampers, ebenso CDU, erklärte: "Der Olgahafen erwacht aus dem Dornröschenschlaf." Für den Seglerclub Clarholz begrüßte Jonas Ronnebaum die geplanten Investitionen. Bernd Stolle, Geschäftsführer der Tourist-Information Erholungsgebiet Dammer Berge, erwartet durch die modernen, allen Anforderungen entsprechenden neuen Wohnmobilstellplätze positive Auswirkungen auf den Tourismus im Südkreis Vechta. Die Umsetzung des Projektes sei ein wichtiger Baustein, um die Westseite des Dümmers für Gäste attraktiver zu machen.

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