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270.000 Euro aus dem Digitalpakt

Mit dem Geld soll die digitale Infrastruktur an den Grundschulen sowie an der Oberschule in der Gemeinde Cappeln ausgebaut werden. Endgeräte sind erst im nächsten Schritt Thema.

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Gut vernetzt: Die Finanzspritze ermöglicht den IT-Ausbau an allen drei Schulstandorten in der Gemeinde Cappeln. Foto: Vorwerk

Gut vernetzt: Die Finanzspritze ermöglicht den IT-Ausbau an allen drei Schulstandorten in der Gemeinde Cappeln. Foto: Vorwerk

Besonders die vergangenen Wochen haben gezeigt, wie wichtig eine digital gut aufgestellte Schule ist. Um am Ball zu bleiben, soll auch in der Gemeinde Cappeln investiert werden und die Zeiten dafür sind gut. Das Land Niedersachsen gewährt   aktuell Zuwendungen zur Verbesserung der IT-Infrastruktur und der IT-Ausstattung in Schulen. Damit werden Maßnahmen für die Verbesserung der Ausstattung mit IT-Systemen und die Vernetzung von Schulen unterstützt. Ein Rechtsanspruch auf Gewährung einer Zuwendung besteht nicht.

Jede Schule bekommt einen Sockelbetrag von 30.000 Euro

Der Zuschuss wird in Form einer Vollfinanzierung gewährt und muss nicht zurückgezahlt werden. Der Sockelbetrag beträgt pro Schule 30.000 Euro. Hinzu kommt ein Betrag pro Schüler. Für die Schulen in der Gemeinde Cappeln bedeutet dies: Grundschule Cappeln: 30.000 Euro Sockelbetrag plus 42.541 Euro Schüleranteil. Macht 72.541 Euro gesamt. Für Sevelten/Elsten ergibt sich zusammen ein Betrag von 58.064 Euro und für die Oberschule 155618 Euro. Während der Sockelbetrag an die Schule gebunden ist, kann die Kopfpauschale innerhalb der Schulen in der Trägerschaft frei verteilt werden. Die Gemeinde Cappeln erwartet somit eine Finanzspritze aus Hannover in Höhe von zusammen rund 270.000 Euro.

Für die Anträge ist die Reihenfolge wichtig. Es können nicht zuerst Tablets gekauft werden, um in einem zweiten Schritt die Infrastruktur aufzubauen. Folglich soll zunächst die Vernetzung in Angriff genommen werden.

Zusammen mit dem Medienzentrum Cloppenburg und dem EDV-Beauftragten der Schulen verfolgt man in Cappeln das Konzept, als erste Maßnahme des Digitalpakts Schule die Verbesserung der digitalen Vernetzung der Schulen vorzunehmen. Einstimmig wurde zudem beschlossen, die weiteren Schritte in einer folgenden Sitzung des Schulausschusses zu beraten.

Frist endet erst im Jahr 2023

Mit dem Beschluss liegt Cappeln zeitlich weit vorne, denn die Frist verstreicht erst am 16. Mai 2023. „Die Fördermittel sind für Ihre Schule und für den Schulträger im Voraus errechnet und reserviert“, heißt es in einer Mitteilung des Landes Niedersachsen.

Der Bund stellt über einen Zeitraum von fünf Jahren insgesamt fünf Milliarden Euro zur Verfügung. Dieses Geld wird nach einem festgelegten Rechenmodell auf alle Bundesländer verteilt. Niedersachsen kann dadurch mit Bundesmitteln in Höhe von rund 470 Millionen Euro rechnen. Da die Bundesmittel als Finanzhilfen gewährt werden, muss sich jedes Bundesland mit zusätzlich zehn Prozent aus eigenen Mitteln in den Digitalpakt einbringen. Damit werden in Niedersachsen insgesamt rund 522 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Die Niedersächsische Landesregierung hat beschlossen, den zehnprozentigen Eigenanteil selbst zu tragen, so dass den Trägern eine hundertprozentige Förderung ermöglicht wird.

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