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20 neue Warnsirenen im Landkreis Vechta geplant

Das Chaos am bundesweiten Warntag 2020 und die Ahrtal-Katastrophe haben gezeigt, wie wichtig klassische Warnsysteme sein können. Im Kreis Vechta sollen sie nun ausgebaut werden – und das kostet Geld.

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Soll auch im Landkreis Vechta weiter ausgebaut werden: eine Sirene auf dem Dach eines Hochauses. Foto: dpa

Soll auch im Landkreis Vechta weiter ausgebaut werden: eine Sirene auf dem Dach eines Hochauses. Foto: dpa

Der bundesweite Warntag im September 2020 hat ein grelles Licht auf die Mängel der Warn-Infrastruktur in Deutschland geworfen. Spätestens die Flutkatastrophe im Ahrtal im Sommer 2021 hat dann die Notwendigkeit robuster Warnsysteme überdeutlich gemacht.

Im Landkreis Vechta sollen dazu nach dem Willen von Kreisverwaltung und -politik zusätzliche Warnsirenen aufgestellt werden. Man hofft dabei auf Fördergelder des Bundes, die durch das Land Niedersachsen verteilt werden. Aktuell gibt es nach Informationen des Kreises Vechta 26 Sirenen im Kreisgebiet. 

Kreis dürfte auf einem Teil der Kosten sitzenbleiben

20 weitere Sirenen sollen nun dazukommen. Der Ausschuss für Feuerschutz und Rettungswesen des Kreistags hat kürzlich einstimmig empfohlen, dass der Kreis sich mit bis zu 100.000 Euro an der Aufstellung neuer Sirenen beteiligen solle. Voraussetzung dafür ist laut Beschlussempfehlung eine Förderung durch das Land. Der Kreistag muss dem noch zustimmen.

Eine Sirene kostet etwa zwischen 16.000 und 20.000 Euro. Das Land übernimmt – abhängig davon, ob die Sirene an einem Mast oder auf einem Dach montiert wird – zwischen knapp 11.000 und gut 17.000 Euro. Sprich: Der Kreis dürfte auf einem Teil der Kosten je Sirene sitzenbleiben.

Eine neue Sirene pro angefangene 10.000 Einwohner – das ist bisher der Plan

Der noch nicht bewilligte Förderungsantrag des Landkreises wurde bereits Ende September 2021 bei der Katastrophenschutzbehörde des Landes eingereicht. Aufgrund eines Eilverfahrens bei der Verteilung der Fördermittel ("Windhundverfahren") war eine vorherige umfassende Standortplanung nicht möglich. Daher hat die Verwaltung die Kommunen im Landkreis damit beauftragt, pro angefangene 10.000 Einwohner einen möglichen Standort für eine Sirene zu benennen.

Auf Anfrage unserer Redaktion sieht sich der Landkreis für den Katastrophenschutz soweit gut aufgestellt. Der Katastrophenschutzstab besteht demnach aus zwei Schichten mit jeweils 56 Personen, die gegebenenfalls durch Fachberater unterstützt werden könnten. Diese würden je nach Situation von den zuständigen Behörden, Organisationen und Fachämtern entsandt. Ergänzend würden Lehrgänge beim Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz und auch bei der Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz wahrgenommen, heißt es seitens der Pressestelle des Landkreises.

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