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2,5 Millionen Euro allein für Kita-Personalkosten fallen in Löningen an

Dickster "Brocken" im Etat des Haushalts der Stadt Löningen sind erneut Bau, Unterhalt, Sanierung und Ausbau der örtlichen Schulen und Kindergärten.

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Für den geplanten neuen Schulhof auf der rechten Seite der Realschule und die ebenfalls mittelfristig geplante Erweiterung der Schule werden Mittel im aktuellen Etat bereitgestellt.  Foto: G. Meyer

Für den geplanten neuen Schulhof auf der rechten Seite der Realschule und die ebenfalls mittelfristig geplante Erweiterung der Schule werden Mittel im aktuellen Etat bereitgestellt.  Foto: G. Meyer

Die Ausgaben für Bau, Unterhalt, Sanierung und Ausbau der sechs kommunalen Schulen sowie die Personal- und Baukosten der Kindergärten und Krippen ist der mit Abstand dickste Brocken im Etat der Stadt Löningen für das laufende Jahr. Das wurde in den Haushaltsberatungen im Ausschuss für Schule, Kultur, Tourismus und Gesundheit deutlich. Kämmerer Markus Brundiers erläuterte die auf viele einzelne Posten verteilten Ausgaben sowohl im konsumptiven, das heißt produkt- und verbrauchsbezogenen, als auch im Bereich der Investitionen.

Wegen der angespannten Etatlage in diesem Jahr durch stark gesunkene Schlüsselzuweisungen des Landes und deutlich steigender Ausgaben für die Kreisumlage durch die sehr gute Einnahmesituation im vergangenen Jahr hatte die Verwaltung in ihrem Entwurf bereits einige Projekte gestrichen. Zu den größten einzelnen Ausgaben des Etats gehört der Ansatz von inzwischen 2,5 Millionen Euro, den die Stadt für die Personalkosten der von der katholischen Kirchengemeinde St. Vitus und dem Caritas-Sozialwerk betriebenen sieben Kindergärten und -krippen in der Stadtgemeinde zahlt. In dieser Summe enthalten sind bereits Steigerungen von rund 130.000 Euro, die für die Mitarbeiterinnen ab Mitte des Jahres ausgegeben werden, die in einer Interimslösung arbeiten werden, die die Stadt plant, um alle unter 3-jährigen Kinder unterbringen zu können. Grund sind die Verzögerungen beim Neubau der zweigruppigen Krippe mit 30 Plätzen an der Mühlenstraße, für den bei der ersten Ausschreibung kein Unternehmen ein Angebot für die Rohbauarbeiten abgegeben hatte. Das Projekt ist mit 1,4 Millionen Euro veranschlagt, 575.000 Euro muss die Stadt selbst aufbringen.

Ausbau des St.-Johannes-Kindergartens soll abgeschlossen werden

Abgeschlossen werden in diesem Jahr die Arbeiten zum Ausbau des St.-Johannes-Kindergartens um eine neue Regelgruppe und eine eingruppige Krippe sowie die gleichen Arbeiten in Benstrup. Die beiden Gruppen der unter 3-Jährigen existieren bereits, da die beiden Dorfgemeinschaften die Pfarrheime als Übergangslösung zur Verfügung gestellt haben.

Erstmals, erläuterte Kämmerer Brundiers, kommt in diesem Jahr das Klassenraumsanierungsprogramm für die vier städtischen Grundschulen sowie die Ludgeri-Realschule und die Gutenbergschule zum Tragen. Damit soll mittelfristig ein gewisser Sanierungsstau durch feste und damit langfristig planbare Maler- und Möbelaustauschzyklen beseitigt werden.

Abgeschlossen wird in den Sommerferien mit dem Liefern und Aufstellen der Geräte der zweite Teil des Digitalpakts. Das Land hatte der Kommune den Anteil von 620.000 Euro zur Verfügung gestellt. Die Kommune werde in etwa die gleichen Mittel aufwenden, erläuterte Brundiers. Aus der Beteiligung des Landkreises an den Kosten des Sekundarbereichs erwartet die Stadt einen deutlich sinkenden Betrag: 189.000 statt 210.000 Euro wegen der sinkenden Schülerzahlen, allerdings bei relativ gleichen Fixkosten, so Brundiers. Auch die Einnahme bei der Hauptschule sinke in diesem Bereich von 98.000 auf 93.000 Euro.

124.000 Euro investiert die Stadt in den kommenden Monaten für den kompletten Umbau des bisherigen Hörsaals der Realschule zu einem ebenerdigen Unterrichtsraum. Neue PCs für den Computerraum schlagen hier mit 34.000 Euro zu Buche. Größte Schulinvestition ist die Sanierung der Grundschule Wachtum mit 1,75 Millionen Euro, für die es über 800.000 Euro Zuschüsse gibt.

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