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17.000 Schüler fehlen wegen Corona: GEW gegen Lockerungen

Test- und Maskenpflicht bestimmen seit vielen Wochen das Bild an niedersächsischen Schulen. Der zuständige Minister hatte zuletzt Lockerungen in Aussicht gestellt. Mehrere halten das für verfrüht.

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Foto: dpa/Balk

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Die Zahl der Corona-Fälle bei Niedersachsens Schülern steigt weiter an. Am Montag durften rund 17.440 von ihnen wegen PCR-bestätigter Ansteckungen nicht in die Schulen gehen, wie das Kultusministerium in Hannover auf Anfrage mitteilte – das sind knapp acht Mal so viele wie vor einem Monat. Hinzu kamen 1690 Corona-Infektionen beim Schulpersonal (Mitte Januar: 1080).

Drei Schulen waren am Montag vollständig im Distanzlernen – jeweils eine im Landkreis Göttingen sowie in Oldenburg und in Salzgitter. An gut einem Dutzend weiterer Schulen waren einzelne Klassen und Jahrgänge im Distanzlernen.

Kultusminister Grant Hendrik Tonne hatte zuletzt eine Lockerung der Corona-Beschränkungen an den Schulen in Aussicht gestellt, sobald die Omikron-Welle abflacht. Konkret gehe es dabei um "Exit-Pläne bei Masken und Tests" sowie die Ermöglichung von Klassenfahrten, sagte der SPD-Politiker der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung".

"Schulbeschäftigte sind die ständig wechselnden Vorgaben leid"

Nach Ansicht der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) sollten die bestehenden Regeln bis zu den Osterferien Anfang April beibehalten werden. "Die Schulbeschäftigten sind die ständig wechselnden Vorgaben leid. Außerdem dürfen etablierte und allgemein im schulischen Alltag akzeptierte Maßnahmen für sicheres Lernen und Arbeiten nicht vorschnell aufgegeben werden", sagte Holger Westphal, kommissarischer GEW-Landesvorsitzender.

Die Grünen-Landtagsfraktion sieht dies ähnlich. "Entspannung ist für den Bildungsbereich derzeit leider das völlig falsche Signal. Die aktuell stagnierenden oder rückläufigen Corona-Inzidenzen dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Infektionslage unter Kindern ein Mehrfaches höher ist", erläuterte Volker Bajus, familienpolitischer Sprecher der Fraktion.

Am Montag informierte sich Minister Tonne in der Integrierten Gesamtschule (IGS) Bothfeld in Hannover über den Unterricht unter Pandemiebedingungen. Ein Schüler aus der Stufe 13, Kolja Kluth, sagte am Rande des Besuchs, er wünsche sich eine Lockerung der Corona-Regeln. "Die Einschränkungen sind für uns größer als durch Corona selbst", sagte er.

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