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14 Hektar: Gemeinde Garrel will "Gewerbegebiet Dieselstraße" erweitern

Die Nachfrage rechtfertigt die Planung. "Mit dieser Fläche können wir immer noch nicht alle Ansiedlungsvorhaben bedienen", sagt Bürgermeister Thomas Höffmann.

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Die Anfrage nach Gewerbegrundstücken ist groß: Das Gewerbegebiet Dieselstraße soll im Bereich Landweg erweitert werden. Foto: Hoff

Die Anfrage nach Gewerbegrundstücken ist groß: Das Gewerbegebiet Dieselstraße soll im Bereich Landweg erweitert werden. Foto: Hoff

Auf einer Fläche von gut 14 Hektar will die Gemeinde Garrel das vorhandene Gewerbegebiet Dieselstraße im Bereich Landweg zur Bereitstellung von Gewerbe- und Industriegebieten erweitern. Bürgermeister Thomas Höffmann erklärte auf der Sitzung des Planungs- und Verkehrsausschusses: "Wir haben deutlich mehr Anfragen als Angebote für diese Fläche. Sowohl produzierendes Gewerbe als auch Handwerksbetriebe jeglicher Größe wollen sich in Garrel ansiedeln." 

Der Gemeinde Garrel stünden für die Veräußerung von Gewerbegrundstücken aktuell keine Flächen mehr zur Verfügung. Für die gewerbliche Entwicklung mit der Schaffung von Arbeitsplätzen sei somit die Ausweisung von weiteren gewerblichen Bauflächen erforderlich. Mit der vorliegenden Bauleitplanung soll das bestehende Gewerbegebiet Dieselstraße in östlicher Richtung erweitert werden. Das Plangebiet befindet sich überwiegend östlich der Straße "Zur Schlagge" sowie beidseitig der Straße "Landweg".

Anwohner befürchten, dass der Nachbarschutz nicht gegeben ist

Bei der Einwohnerfragestunde äußerte sich ein direkter Anwohner der Straße "Zur Schlagge" besorgt. Ihm sei bewusst, dass er in einem Gewerbegebiet wohne und mit tagesaktuellen Beeinflussungen nach dem Immissionsschutzgesetz leben müsse. Er befürchte jedoch, dass dort nun Betriebe entstehen, die deutlich mehr Lärm und Immissionen produzieren als dieses in einem Gewerbegebiet üblich sei, etwa Steinbrecher, Schlachthöfe oder Gießereien. "Ich möchte einfach nur, dass der Nachbarschutz in den weiteren laufenden Planungen berücksichtigt wird", sagte er. Bauamtsleiter Ewald Bley erklärte: "Jeder hat einen Schutzanspruch für sein Objekt und dieser wird auch gewahrt. Aktuell sind wir noch in der ersten Auslegungsrunde, alle Gutachten gehen in öffentliche Auslegung, dann hat jeder noch die Möglichkeit, sich zu äußern."

Nachdem Bley sämtliche Abwägungsempfehlungen, die nach der öffentlichen Auslegung im Frühjahr eingegangen waren, vorgetragen hatte, votierten die Mitglieder des politischen Gremiums einstimmig dafür, dem Verwaltungsausschuss zu empfehlen, zu den eingegangenen Anregungen Stellung zu nehmen sowie den Entwurf des Bebauungsplanes  "Gewerbegebiet Landweg" und die Durchführung der Beteiligung der Öffentlichkeit und der Träger öffentlicher Belange  zu beschließen.

Beschlossen wurde weiterhin:

  • Die Herstellung der Schmutz- und Regenwasserkanalisation, der Bitu-Baustraßen und die Anlegung des Regenrückhaltebeckens im Wohnbaugebiet "Zum Auetal" (Kostenpunkt: 950.000 Euro), für das in Planung befindliche Baugebiet "Hinterm Forde II"  (1.910.000 Euro),  für das in Planung befindliche Baugebiet "Falkenberg Hoher Weg" (895.000 Euro),  für das in Planung befindliche Wohnbaugebiet “Zum Strand" (380.000 Euro),  für das in Planung befindliche Wohnbaugebiet "Varrelbusch Grüne Höhe III" (360.000 Euro) sowie die Herstellung der Schmutz- und Regenwasserkanalisation, der Erschließungsstraßen im Endausbau und die Anlegung des Regenrückhaltebeckens für das in Planung befindliche Gewerbegebiet "Landweg" (2.500.000 Euro).
  • Die Befestigung des Verbindungsweges zwischen der "Fichtestraße" und der "Uhlandstraße" mit Beleuchtung (31.500 Euro).
  • Die Herstellung eines Geh- und Radweges als Verbindung von der "Pfarrer-Landgraf-Straße" bis zur "Fichtestraße" (65.000 Euro).
  • Die Herstellung eines Verbindungsweges von der Straße "Im Zuckergrund" zum Wegesystem im Dorfpark mit Beleuchtung (35.000 Euro).
  • Die Anlegung eines Rundweges um das Regenrückhaltebecken "Ginsterweg/Kaplan-Fresenborg-Straße" in Nikolausdorf (45.000Euro). 
  • Die Sanierung von zwei Durchlässen in der Fahrbahn der Straße "Thülsfelder Weg" (140.000 Euro).

Die finale Entscheidung trifft der Rat der Gemeinde Garrel. Nach den Beschlussempfehlungen ergriff Thomas Höffmann noch mal das Wort: "Wir können alles beschließen, aber es muss am Ende auch finanzierbar sein. Auch wenn wir durch Grundstücksverkäufe Einnahmen generieren können. Einige Punkte sehe ich eher kritisch wegen unseres Haushaltsbudgets. Wir müssen erst die Pflicht- und dann die Zusatzaufgaben erfüllen. Wir haben in jüngster Zeit viele Entscheidungen getroffen, die viel Geld kosten. Etwa jüngst die Neuausstattung der Fachräume an der Oberschule Garrel, den Bau des St.-Johannes-Haus oder auch den geplanten Parkplatz am Schützenplatz." 

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