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100-Tage-Programm der Union kommt am 12. September

Bei einem Besuch in Vechta kündigte der CDU-Landesvorsitzende Niedersachsens, Bernd Althusmann, dieses Datum an. Bezüglich des Wahlkampfes kritisierte er die Medien.

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Besichtigung bei Warnking Elektrotechnik: (von links) Karin Warnking und Stefan Warnking begrüßten den CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Philip Wilming, Tobias Gerdesmeyer, Bernd Althusmann, MdL Dr. Stephan Siemer und die CDU-Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Sabine Meyer.  Foto: Kessen

Besichtigung bei Warnking Elektrotechnik: (von links) Karin Warnking und Stefan Warnking begrüßten den CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Philip Wilming, Tobias Gerdesmeyer, Bernd Althusmann, MdL Dr. Stephan Siemer und die CDU-Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Sabine Meyer.  Foto: Kessen

Der niedersächsische CDU-Landesvorsitzende und Wirtschaftsminister Bernd Althusmann war am Montag beim CDU-Stadtverband Vechta zu Gast. Auf dem Programm standen ein Besuch bei der Firma Warnking Elektrotechnik sowie ein Bürgerdialog im Holzhauser Dorftreff. Auch der CDU-Landratskandidat Tobias Gerdesmeyer nahm an der Veranstaltung teil.

Etwa 35 Christdemokraten und Interessierte waren zum Bürgerdialog in den Dorftreff nach Holzhausen gekommen. In seiner Rede legte Althusmann den Fokus vor allem auf den Kommunal- und Bundestagswahlkampf.

100-Tage-Programm kommt am 12. September

Mit Blick auf die Bundestagswahl verkündete der CDU-Landesvorsitzende, dass am 12. September das 100-Tage-Programm der Union veröffentlicht werden solle. Dies beinhaltet Vorhaben, die im Falle einer Unions-Kanzlerschaft in den ersten 100 Tagen der Amtszeit umgesetzt werden sollen. Althusmann habe im Bundespräsidium darauf hingewiesen, dass an diesem Tag Kommunalwahl sei: „Ich hoffe, dass das 100-Tage-Programm auf die Kommunalwahl in Niedersachsen Rücksicht nimmt.“ Er würde es als „Hammer“ erachten, beinhalte das Programm etwas, bei dem die kommunalen Wahlkämpfer „Oh Gott“ sagen würden.

Auf Nachfrage von OM Online sagte Althusmann zur Aussicht für die Union bei der Bundestagswahl: „Wenn wir geschlossen auftreten, haben wir die Möglichkeit, deutlich mehr als 25 Prozent zu erhalten.“ Es seien noch 4 Wochen bis zur Wahl, die Union habe noch „alle Chancen, die wir auch nutzen sollten“. Bei der Aufstellung der niedersächsischen Landesliste zur Bundestagswahl im Juni hatte Althusmann der Union noch „30 Prozent und mehr“ zugetraut.

Althusmann kritisiert "Trommelfeuer" der Medien

Bezüglich der derzeitigen Umfragewerte der Union im Bund zitierte Althusmann eine Umfrage vom Institut Allensbach, bei der CDU/CSU derzeit bei 26 Prozent stehen. Die Gründe für die momentan schwachen Umfragewerte sieht Althusmann auch bei den Medien: „Das Trommelfeuer der sozialen Blasen und der Medien gegen eine Fortsetzung der Kanzlerschaft durch einen Unionskandidaten ist die eigentliche Ursache - wir haben alle gegen uns.“ Man wolle verhindern, dass die „erfolgreiche“ Politik von Angela Merkel ungeschmälert fortgesetzt werden könne.

"Silvia Breher wird bei den Themen Familie, Bildung und Entlastung der Mitte eine Rolle spielen."Bernd Althusmann, Vorsitzender der CDU Niedersachsen und niedersächsischer Wirtschaftsminister

Auch die Rolle von Silvia Breher nach der Bundestagswahl erwähnte Althusmann: "Silvia Breher wird bei den Themen Familie, Bildung und Entlastung der Mitte eine Rolle spielen." Er sei davon überzeugt, dass sie in diesen Bereichen ein weiteres Gesicht sein werde.

CDU-Landesvorsitzender verteidigt seine Wahlplakate

Während des Wahlkampfes waren unterdessen immer wieder Stimmen laut geworden, aufgrund der Verfehlungen von Armin Laschet den Kanzlerkandidaten auszutauschen. Althusmann bekräftigte im Gespräch mit OM Online, dass er von diesen Diskussionen nichts halte: "Wir müssen aufpassen, dass wir keinen Wahlkampf der Nebensächlichkeiten führen, wo es um Stil- oder Haltungsfragen geht." Vielmehr gehe es darum, dass die Parteien bei der Bundestagswahl gegeneinander antreten. 

Außerdem äußerte sich Althusmann dazu, dass im Kommunalwahlkampf zeitweise Wahlplakate mit seinem Konterfei im Oldenburger Münsterland hingen: "Das haben wir in allen zurückliegenden Kommunalwahljahren seit 2001 so gemacht, weil die Landesvorsitzenden immer im Wahlkampf unterstützten wollten." 

Betriebsbesichtigung bei Warnking Elektrotechnik

Vor dem Bürgerdialog lud Stefan Warnking, Geschäftsführer der Firma Warnking Elektrotechnik, den Wirtschaftsminister noch zu einer Unternehmensbesichtigung ein. Insgesamt 56 Mitarbeiter beschäftigt das 1958 gegründete Unternehmen aus Holzhausen, das vorwiegend im Schaltanlagenbau für den gewerblichen Bereich tätig ist. Im Gespräch mit dem CDU-Landesvorsitzenden machte der Geschäftsführer deutlich, dass vor allem fehlende Mitarbeiter sowie der schwierige Rohstoffmarkt derzeit Probleme seien.

In seiner Rede beim Bürgerdialog lobte Althusmann die Firma Warnking: „Das ist ein tolles Beispiel für ein erfolgreich geführtes Unternehmen.“ Der Mittelstand sei Gewähr dafür, dass Deutschland durch die noch folgenden Krisen kommen werde.

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