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Zwei kleine Störche erblicken Licht der Welt

Die erfolgreiche Aufzucht der Jungen in Windmühle hängt stark vom Nahrungsangebot ab. Eine Kamera liefert permanent Bilder davon, wie sich die kleinen Störche entwickeln.

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Nachwuchs in Barßel: Die beiden Jungstörche sind noch so klein, dass sie kaum im Nest zu erkennen sind. Foto: C. Passmann

Nachwuchs in Barßel: Die beiden Jungstörche sind noch so klein, dass sie kaum im Nest zu erkennen sind. Foto: C. Passmann

Bei den Storcheneltern auf dem Nest bei der Windmühle in Barßel hat sich Nachwuchs eingestellt. 2 Jungstörche sind in den beiden letzten Tagen geschlüpft. Ob weitere Eier befruchtet sind und sich weiter Nachwuchs einstellt, werden die nächsten Tage zeigen.

Die Brutdauer ist um die 32 Tage und die Nestlingsdauer um die 60 Tage. Die 2 Jungadebars werden nun kräftig mit Nahrung durch die Eltern versorgt. Derzeit scheint es um den Nachwuchs gut bestellt. Nahrung gibt es dieses Jahr eigentlich genug. "Der Storch selbst braucht am Tag 500 Gramm Nahrung für sich selbst und für jeden Jungstorch im Nest muss er täglich bis zu 1.200 Gramm Nahrung herbeischaffen. Das entspricht in etwa der Nahrungsmenge von 15 Mäusen. Ein Altstorch kann wohl schon einmal 2 Wochen ohne Nahrung auskommen, aber ein Jungstorch nicht", weiß Barßels "Storchenvater" Heino Weyland.

Ein etwa 200 Hektar großes Nahrungsgebiet wird im Umkreis eines Nestes benötigt. Während der Jungen-Aufzucht entfernt er sich nicht viel weiter als rund 2 Kilometer, ansonsten bis zu 10 Kilometer. Die erfolgreiche Aufzucht der Jungen hängt sehr stark von dem Nahrungsangebot ab. Viele Nachkommen sterben aber in den Nestern, wenn die Nesteinlage verdichtet ist und bei größeren Regenmengen der Abfluss nicht mehr gewährleistet ist, kennt Weyland die Gefahren.

Bis die Jungen das Nest verlassen, dürfte es noch einige Wochen dauern

Eis und Kälte machen den Jungen nichts aus. Bis der Nachwuchs flügge wird und das angestammte Nest verlassen kann, dürfte es noch mehrere Wochen dauern. Noch hat das Storchenpaar "alle Schnäbel voll zu tun", um die Jungen groß zu ziehen. "Leider hat sich auf dem zweiten aufgestellten Nest bei der Mühle kein Storch niedergelassen", berichtet der Barßeler. Nun hofft der Freundeskreis auf das kommende Jahr.

Bisher sind aus dem Storchennest an der Barßel mehr als 20 Störche in Richtung Süden ausgeflogen. "Das Treiben im Nest kann auch zu Hause am PC verfolgt werden. Dafür sorgt eine aufgestellte Web-Kamera, die aktuelle Bilder liefert. Einfach "StorchCam Barßel"" anklicken.

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