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Zündeleien in der Emsteker Kirche

Es war nicht das erste Mal, dass im Gotteshaus Unsinn gemacht wurde. Der Kirchenausschuss zieht eine Videoüberwachung in Erwägung.

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Feuer am Seitenaltar: Der Sachschaden hält sich in Grenzen, doch die Enttäuschung ist groß. Foto: Thomas Vorwerk

Feuer am Seitenaltar: Der Sachschaden hält sich in Grenzen, doch die Enttäuschung ist groß. Foto: Thomas Vorwerk

Unbekannte haben am Sonntag die verzierten Decken am Seitenaltar der Emsteker Pfarrkirche St. Margaretha angezündet. Ob die Flammen dann von alleine erloschen sind oder ob der oder die Täter Gewissensbisse bekommen haben, kann gegenwärtig nicht gesagt werden. Der Schaden ist aber gering.

Zwischen 13 Uhr und 21.30 Uhr dürfte sich das Ganze zugetragen haben, denn als Küsterin Hedwig Vorwerk am Abend die Kirche abgeschlossen hat, bemerkte sie nichts. Auch am Hauptaltar wurde gezündelt und es wurden Kerzen umgeworfen, wie die Polizei in einer Pressemitteilung schreibt. Dort wurde am Montag Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Die Beamten bitten um Hinweise unter 04473/932180.

Mit dem Fahrrad durch das Gotteshaus

Es ist nicht das erste Mal, dass Kinder oder Jugendliche in einem Gotteshaus der Kirchengemeinde Unsinn machen. „In Halen waren auch schon Kinder mit Fahrrädern durch die Kirche gefahren“, sagt Pfarrer Ludger Jonas im Gespräch mit OM Online. In Emstek bemerkt die Küsterin in regelmäßigen Abständen, dass dort nicht nur gebetet wird. Desinfektionstücher wurden aus den Bänken genommen und verstreut. Es gab weitere Hinweise auf Gäste, die nicht des stillen Gebets wegen gekommen waren.

Deshalb hat sich auch der Kirchenausschuss am Wochenende mit dem Thema beschäftigt. Da grundsätzlich Kameratechnik installiert werden soll, um Gottesdienste für Menschen zu übertragen, die nicht in die Kirche kommen können, gibt es Überlegungen, diese Technik auch zur Überwachung einzusetzen. „Das gibt es auch schon in anderen Kirchengemeinden“, so Pfarrer Jonas. Mit dem Datenschutz sei eine solche Maßnahme in Einklang zu bringen und nach einem vorgegebenen Zeitfenster würden die Aufnahmen gelöscht, meint der Geistliche. „Wir wollen auf jeden Fall die Kirchen offen halten und bitten die Besucher des Gotteshauses, etwaige Beobachtungen im Pfarrbüro zu melden.“

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