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"Zukunftsprojekt" bekommt eine Finanzspritze

Die VR-Bank in Südoldenburg fördert den Tribünen-Neubau des BV Garrel mit 25.000 Euro. Der Förderverein des "Fußballsport Garrel e.V." hat darüber hinaus weitere Spender für das Projekt gewonnen.

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Symbolische Scheckübergabe: Franz-Josef Behrens (von links), Rainer Herbers, Burkhard Schöning, 1. Vorsitzender des Fördervereins, Frank Janssen, Vorsitzender der Fußballabteilung des BV Garrel, und Eugen Gehlenborg freuen sich über den Tribünen-Neubau (im Hintergrund). Foto: Schrimper

Symbolische Scheckübergabe: Franz-Josef Behrens (von links), Rainer Herbers, Burkhard Schöning, 1. Vorsitzender des Fördervereins, Frank Janssen, Vorsitzender der Fußballabteilung des BV Garrel, und Eugen Gehlenborg freuen sich über den Tribünen-Neubau (im Hintergrund). Foto: Schrimper

Die Coronazeit hat das Wirken vieler Vereine enorm erschwert und große finanzielle Einbußen mit sich gebracht. Das bekommt auch die VR-Bank in Südoldenburg zu spüren, die von Vereinen um finanzielle Unterstützung ersucht wird. "Wir haben deutlich mehr Anfragen", berichtete das VR-Bank-Vorstandsmitglied Rainer Herbers am Rande eines Pressetermins. "Wir merken, dass es bei vielen Vereinen große Lücken gibt." 

Eine solche Lücke wird nun etwas kleiner: Denn der Förderverein des "Fußballsport Garrel e.V." kann sich über eine Unterstützung des Geldinstituts freuen. Insgesamt 25.000 Euro stellt die Bank für den Neubau der Tribüne des BV Garrel zur Verfügung, für den der Förderverein Spenden sammelt. 15.000 Euro werden aus Mitteln der VR-Stiftung der Volksbanken und Raiffeisenbank in Norddeutschland gestiftet, 10.000 Euro sind aus Mitteln der Gewinnspargemeinschaft und der Stiftung der ehemaligen Raiffeisenbank Garrel geflossen.

Tribüne kostet rund 600.000 Euro

Das rund 600.000 Euro teure Bauprojekt, das die in die Jahre gekommene alte Tribüne ersetzen soll, wird zu zwei Dritteln aus öffentlichen Mitteln finanziert. 100.000 Euro stammen aus dem Leader-Programm. Weitere Unterstützer sind die Gemeinde Garrel, der Landkreis Cloppenburg und der Landessportbund. Wie Herbers betonte, werde der Neubau, der ein "Zukunftsprojekt" sei, zu einem "Aushängeschild" für den Ort. Außer der Tribüne entstehen Umkleidekabinen, sanitäre Anlagen und Gruppenräume. 

"Einen Eigenanteil von 200.000 Euro zu stemmen, ist nicht ohne", sagte Franz-Josef Behrens, stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins. Darum sei man dankbar für die Unterstützung. 10.000 Euro an Spenden habe man bereits einsammeln können – unter anderem durch die Aktion "Mit einem Stein ins Herz des Vereins": Ab einer Spende von 100 Euro können Interessierte – auch Gruppen – Miteigentümer der Tribüne werden und auf einer Sponsorentafel verewigt werden. "Das hilft uns gewaltig", so Behrens. Darüber hinaus habe man die Zusage eines weiteren größeren Sponsors, der aktuell noch anonym bleiben wolle. Nicht zuletzt tragen einige Freunde des Fußballsports durch Eigenleistungen dazu bei, die Baukosten so gering wie möglich zu halten.

"Ehrenamt braucht Infrastruktur"

Ende des Jahres soll die Tribüne mit rund 260 Sitzplätzen fertig sein. "Ehrenamt braucht Infrastruktur", betonte Eugen Gehlenborg, ehemaliger Vizepräsident des DFB, der an der Übergabe des symbolischen Spendenschecks an den Förderverein teilnahm. Er dankte für die "Investition in die Zukunft". Verbunden mit dem Neubau ist die Hoffnung, künftig Junioren-Länderspiele in Garrel ausrichten zu können. 


Fakten:

  • Der BV Garrel ist einer der größten Sportvereine im Landkreis Cloppenburg und mit seinen rund 1700 Mitgliedern, wovon fast 850 Kinder und Jugendliche sind, der größte Sportverein in der Gemeinde Garrel.
  • Der Verein ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen und wird nun von über 100 ehrenamtlichen Betreuern und Trainer „getragen“. Damit wird Jugendarbeit aktiv vor Ort gelebt.
  • Darüber hinaus setzt der Verein starke Akzente in der Migrationsarbeit, insbesondere von Kindern und Jugendlichen, die in den Hauptsportarten Fußball, Handball und Leichtathletik im „täglichen Miteinander“ leichter Anschluss und letztendlich Freunde finden. Hier fehlte es bisher jedoch an Umkleideräumen und erweiterten sanitären Einrichtungen – dieser Mangel wird nun behoben.

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