Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Zugvögel kehren aus Winterquartieren zurück

Am Dümmer beobachten Experten in diesen Wochen bereits erste Uferschnepfen. Mit einem EU-Projekt soll der Lebensraum für die vom Aussterben bedrohte Vogelart verbessert werden.

Artikel teilen:
Eine Uferschnepfe steht auf einem Feld im Naturschutzgebiet Ochsenmoor. Foto: dpa/Schuldt

Eine Uferschnepfe steht auf einem Feld im Naturschutzgebiet Ochsenmoor. Foto: dpa/Schuldt

Zahlreiche Zugvögel sind in diesen Wochen auf dem Rückweg aus ihren afrikanischen Winterquartieren in ihre niedersächsischen Brutgebiete - darunter auch viele Uferschnepfen. "Die ersten Uferschnepfen wurden bereits am Dümmer und an der Unterelbe beobachtet", sagte Jürgen Ludwig von der Staatlichen Vogelschutzwarte in einer Mitteilung des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN). Die offenen, weiträumigen Gründlandgebiete in Niedersachsen zählen laut der Behörde zu den wichtigsten deutschen Brutgebieten der vom Aussterben bedrohten Vogelart.

Um die Bewegungen und das Verhalten der Vögel nachzuvollziehen, wurden seit 2018 in Niedersachsen rund 70 Uferschnepfen mit solarbetriebenen, sieben Gramm schweren GPS-Sendern ausgestattet. Die Uferschnepfen überwintern wie viele andere Zugvögel in Westafrika – vor allem in Mauretanien, Senegal, Gambia, Guinea-Bissau, Mali und im Tschad. "Die meisten Jungvögel verbringen dort auch ihre ersten beiden Lebensjahre. Aber die Mehrzahl der Überwinterer zieht es zurück in die Brutgebiete nach Mitteleuropa", sagte Ludwig, der auch für ein EU-Projekt zum Wiesenvogel-Schutz beim NLWKN zuständig ist.

Symbiotische Gestaltung für Landwirte und Vögel

In dem Projekt mit dem englischen Titel "LIFE GrassBirdHabitats" wird an der Vernässung von Flächen gearbeitet, die für Wiesenvögel wie etwa die Uferschnepfe wichtige Lebensräume sind. Mit den langen Schnäbeln suchen die Vögel in den feuchten Böden nach Nahrung. Die Qualität der Lebensräume in den Brutgebieten sei ein wichtiger Faktor für eine erfolgreiche Brut der Wiesenvögel, teilte der NLWKN mit.

Bei dem Projekt sollen unter anderem Flächen so gestaltet werden, dass sie einerseits den Wiesenvögeln als Lebensraum dienen, andererseits aber auch Landwirten nutzbar bleiben. Das passiert den Angaben zufolge etwa mithilfe regelbarer Stauanlagen, mit denen der Abfluss des Niederschlags aus dem Winter bis in das Frühjahr verzögert werden kann. Nach der Brutzeit werden die Stausperren geöffnet, damit die Flächen bewirtschaftet werden können.

Uferschnepfen kennzeichnet nach Angaben des Naturschutzbundes Nabu vor allem ihr langer, orangefarbener Schnabel mit schwarzer Spitze. Ihre Brutzeit ist zwischen April und Juli. Vor allem entlang der Ostfriesischen Inseln, der Küste, in den Marschen und auch an den Unterläufen von Elbe, Weser und Ems gibt es demnach Vorkommen.

OM-hilft -  Helfen Sie mit! Das Oldenburger Münsterland hilft den Geflüchteten aus der Ukraine. Hilfsinitiativen, Wohlfahrtsorganisationen und viele mittelständische Unternehmen sind bereits dabei, die Hilfe vor Ort zu koordinieren. Und auch Sie können sich beteiligen. Wie und Wo? Das sagt Ihnen  die Webseite om- hilft.org

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Zugvögel kehren aus Winterquartieren zurück - OM online