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Zuerst in die Infrastruktur investieren

Thema: Bund und Länder sind weiter uneins über die Nahverkehrs-Finanzierung – Es wird immer noch ein Nachfolger des 9-Euro-Tickets gesucht. Dabei gibt es ganz andere Baustellen.

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Bund und Länder streiten immer noch über die Finanzierung im Nahverkehr, dabei wird unter anderem der Nachfolger des erfolgreichen 9-Euro-Tickets gesucht. Die Hoffnung, viele Menschen vom Umstieg auf die Schiene zu überzeugen, scheint zumindest für 3 Monate gefruchtet zu haben.

Der Hauptgrund für den Erfolg liegt dabei auf der Hand, einzig und allein der Preis dürfte für den Großteil der Nutzer ausschlaggebend gewesen sein. Deshalb bleibt abzuwarten, wie viele Menschen sich überhaupt noch für ein solches Monatsticket entscheiden, wenn der Preis bei 39 oder bei 49 Euro im Monat liegt. Es dürften deutlich weniger sein.

"Was nützt ein subventioniertes Monatsticket, wenn ich in 8 von 10 Fällen verspätet oder manchmal auch gar nicht am Ziel ankomme?!"Oliver Hermes

Und für die Menschen im ländlichen Raum spielt die Finanzierungsfrage ohnehin erst einmal keine größere Rolle. Aus Markhausen oder Bakum zum Beispiel ist man in den meisten Fällen weiterhin auf ein Auto angewiesen, um überhaupt pünktlich zu einem Bahnhof zu kommen. Mit dem Rufbus ist ein Anfang zwar gemacht, aber in Flächen-Landkreisen ist vieles weiterhin nur mit dem eigenen Auto zu bewerkstelligen. Alles andere ist Illusion.

Zudem müsste die Bahn an der Pünktlichkeit und ihrer Verlässlichkeit arbeiten. Was nützt ein subventioniertes Monatsticket, wenn ich in 8 von 10 Fällen verspätet oder manchmal auch gar nicht am Ziel ankomme?! Eine Fahrt mit vielen Umstiegen wird regelmäßig zur Zitterpartie. Ständig geht der bange Blick auf die Uhr. Vielleicht sollte erst einmal in die Infrastruktur investiert werden, Zuschüsse für Tickets könnte es vorerst auch nur für Bedürftige geben.

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