Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Zu wenig Blutspenden: Rotes Kreuz warnt vor Engpässen

Um die Lager wieder zu füllen, werden landesweit täglich bis zu 3000 Blutspenden benötigt. Die Hygienemaßnahmen geben zwar Sicherheit. Dennoch sinkt die Spendenbereitschaft.

Artikel teilen:
Knapp geworden: Wegen der Pandemie spenden jetzt immer weniger Menschen Blut. Foto: DRK-Blutspendedienst NSTOB

Knapp geworden: Wegen der Pandemie spenden jetzt immer weniger Menschen Blut. Foto: DRK-Blutspendedienst NSTOB

Gleich zweimal vor Weihnachten haben die Bürger in Essen Gelegenheit zum Blutspenden. Am 15. Dezember steht der Spendendienst des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in der Sporthalle an der Magordestraße bereit. Einen Tag später wird Beverns Grundschule zum Spendenzentrum. Das Rote Kreuz hofft auf zahlreiche Freiwillige.

Denn die Versorgungslage mit Blutpräparaten ist seit Wochen angespannt, berichtet der Blutspendendienst des DRK. Grund sei wieder einmal die Pandemie. In der 4. Coronawelle sei das Spendenaufkommen um 20 Prozent eingebrochen.

Die Anzahl der Blutpräparate in den Lagern liegt laut DRK weit unter dem Mindestbestand. Die Bedarfe der Kliniken könnten deshalb nicht mehr vollumfänglich bedient werden. Der DRK-Blutspendedienst NSTOB ruft nachdrücklich zum Blutspenden auf, um über die Feiertage und den Jahreswechsel wieder in eine sichere Versorgungssituation zu kommen.

Spendenbereitschaft sinkt seit dem Sommer

Mangelnde Spendenbereitschaft hatte es trotz der Pandemie lange  nicht gegeben. Bis zu Beginn des Sommers sei sie "herausragend gut" gewesen, betont das Rote Kreuz. Die Versorgungslage war stabil. Das änderte sich, als die Beschränkungen im Sommer zum Teil wieder aufgehoben wurden.  Mit den steigenden Inzidenzen ab Oktober kam es zu weiteren massiven Rückgängen. „Es ist im Herbst nicht gelungen, die notwendigen Reserven wieder aufzubauen. Die 4. Welle hat den geringen Bestand auf ein Fünfjahrestief reduziert. Jeden Tag müssen die Klinikbestellungen gekürzt werden“, berichtet Markus Baulke vom DRK-Blutspendedienst NSTOB. Langfristig müssten unter diesen Bedingungen in wenigen Wochen Behandlungen und Operationen abgesagt werden.

Jeden Tag werden im Versorgungsgebiet des DRK-Blutspendedienstes NSTOB bis zu 36 Termine angeboten.  Ende November wurde  die 3G-Regel eingeführt. „Die  Spenderinnen und Spender fühlen sich  dadurch sehr sicher“ berichtet Jürgen Engelhard, Regionalleiter für die Blutspende in Niedersachsen und Bremen. Er räumt aber ein, dass die verschärften Maßnahmen Menschen auch  von der Blutspende abhalten.

Folgende Gelegenheiten zum Blutspenden bietet das DRK bis zum Jahresende an:

  • Mittwoch, 15. Dezember, Essen, Sporthalle an der Magordestraße, 16.30 Uhr bis 20 Uhr.
  • Donnerstag, 16. Dezember, Bevern, Grundschule, Mühlenstraße 19, 16.30 Uhr bis 20 Uhr.
  • Donnerstag, 23. Dezember, Realschule Löningen, Linderner Straße 16, 15.30 Uhr bis 20.30 Uhr. 
  • Dienstag, 28. Dezember,  Molbergen, DRK-Bereitschaft, Hinter dem Dweracker 19, 14 bis 20 Uhr.
  • Blutspendetermine in den jeweiligen   Regionen finden sich unter https://www.blutspende-leben.de/blutspendetermine/. Die Spender können teilweise auch online reservieren.

Sie wollen nichts verpassen, worüber das Oldenburger Münsterland spricht? Dann abonnieren Sie jetzt unseren Newsletter „Moin, OM!“. Er fasst für Sie das Wichtigste für den Tag auf einen Blick zusammen – immer montags bis freitags zum Start in den Tag.  Hier geht es zur Anmeldung

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Zu wenig Blutspenden: Rotes Kreuz warnt vor Engpässen - OM online