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"Ziel ist immer, dass die Kinder am Ende Bronze erreichen"

Die Cloppenburger Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft arbeitet zurzeit im Soestebad weitere Schwimmkurse ab. Durch die Corona-Pandemie gab es lange Wartelisten.

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Die ersten Schritte: Die Kinder werden an das Wasser gewöhnt, am Ende sollen sie sicher schwimmen können. Foto: Hermes

Die ersten Schritte: Die Kinder werden an das Wasser gewöhnt, am Ende sollen sie sicher schwimmen können. Foto: Hermes

Mehrere Schwimmkurse für Kinder führt der DLRG-Ortsverband Cloppenburg zurzeit im Soestebad durch. "Ziel ist immer, dass die Kinder am Ende Bronze erreichen. Dann können sie wirklich schwimmen", erklärt Ausbilderin Alexandra Kramer, die gleichzeitig auch 2. Vorsitzende des Vereins ist.

Wie sie weiter erklärt, reicht das Seepferdchen nicht aus, damit Kinder alleine und sicher ins Wasser können. Für das Bronzeabzeichen müssen die Teilnehmer kopfwärts vom Beckenrand springen sowie 15 Minuten – und dabei mindestens 200 Meter am Stück – schwimmen können. Zudem werden das Tieftauchen und ein Sprung vom Startblock oder Ein-Meter-Brett gefordert.

Durch die Corona-Pandemie und die vorherige Sanierung des Soestebades hat sich in Cloppenburg ein großer Rückstau an Nichtschwimmern gebildet. So gibt es neben vielen 5- und 6-Jährigen nun auch noch ältere Kinder bei den Kursen. "Mit 3 Jahren ist eine Wassergewöhnung möglich, ab 5 Jahren können die Kleinen wirklich schwimmen lernen", erklärt Kramer. Wie berichtet, hatte das Soestebad selbst vor den Ferien die eigenen Schwimmkurse für 192 Kinder erfolgreich beendet.

Ein Ausbilder ist für 8 Kinder zuständig

In den Kursen ist ein Ausbilder für 8 Kinder zuständig, zurzeit laufen 2 Angebote gleichzeitig. Jugendliche, die demnächst eine Weiterbildung bei der DLRG starten, schnuppern als Begleitung schon einmal hinein. Eine Stunde beinhaltet 45 Minuten Wasserzeit, ein gesamter Kurs umfasst 11 Stunden. "Einige können es danach, andere müssen nochmal wiederkommen", so die Ausbilderin. 

Eine besondere Herausforderung ist das Eintauchen ins Wasser, und je älter die Teilnehmer sind, umso größere Ängste können schon entwickelt sein. Um die Kurse abwechslungsreich zu gestalten, lassen sich die Organisatoren immer wieder etwas einfallen. So wird zum Beispiel nach Legosteinen getaucht. "Tauchringe reichen irgendwann nicht mehr", berichtet Kramer mit einem Augenzwinkern.

Kinder müssen vor der Einschulung Schwimmen lernen

Um möglichst viele Eltern und Kinder zu erreichen, gab es in den vergangenen Wochen verschiedene Kooperationen. So arbeitete die DLRG mit der Kleebaum-Stiftung, der Tafel oder auch mit Schulsozialarbeiterinnen zusammen. Dazu sind viele Vereinsmitglieder involviert. "Wir haben ein Riesenteam, das sich um die Kurse kümmert. Natürlich sind Ausbilder und weitere Ehrenamtliche immer gerne gesehen", so die 2. Vorsitzende. Dabei müsse auch nicht jeder ins Wasser, beim DLRG gebe es genügend andere Aufgaben.

Mit den Kursen wolle man auch dem Trugschluss entgegenwirken, dass die Kinder das Schwimmen in der Schule lernen. "Sie müssen es vorher können", sagt Kramer. Neben den Erstschwimmerkursen hat der Ortsverband weitere Angebote parat, zum Beispiel die Ausbildung zum Rettungsschwimmer oder Erste-Hilfe-Kurse.

Abwechslungsreiche Aufgaben: Die Kinder tauchen oder springen durch einen Reifen. Foto: HermesAbwechslungsreiche Aufgaben: Die Kinder tauchen oder springen durch einen Reifen. Foto: Hermes

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