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Zeitenwende

Thema: Landtagswahlen im Saarland – Während die CDU vor allem mit sich selbst beschäftigt ist, demonstriert die SPD Geschlossenheit. Der Erdrutschsieg kommt nicht überraschend.

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Nach über 22 Jahren in CDU-Hand ist das Saarland wieder rot. Die Sozialdemokraten triumphieren und stellen erstmals eine Ministerpräsidentin. Eine Zäsur und gleichzeitig eine herbe Klatsche für die CDU, die jedoch keineswegs überraschend kam. Der Ausgang der Landtagswahl hatte sich abgezeichnet. Dies belegten nicht zuletzt Umfragen, in denen die SPD-Spitzenkandidatin Anke Rehlinger ihren Herausforderer und bis dato amtierenden Ministerpräsidenten Tobias Hans (CDU) deutlich abhing. Der Trend zur SPD schwappt vom Bund auch auf die Länder über.

Während die CDU nach der verlorenen Bundestagswahl noch immer auf der Suche nach einer klaren Linie ist, demonstrierten die Sozialdemokraten vor allem eines: Geschlossenheit. Die Zeit der Grabenkämpfe scheint vorbei. Das bleibt auch dem Wähler nicht verborgen.

Zu viel Konservatismus aus der Zeit gefallen

Gleichzeitig hat sich Hans auch selbst ins Abseits katapultiert, als er ein Video an einer Tankstelle zu den explodierenden Spritpreisen drehte. In diesem behauptete er, die hohen Preise beträfen nicht nur Geringverdiener sondern auch die vielen fleißigen Leute. Ein herber Bock, der ihn seine Glaubhaftigkeit kostete.

Dankbar darf die SPD auch der Ex-Linke-Speerspitze Oskar Lafontaine sein, der jüngst mit seiner Partei hart abrechnete, bevor er seinen Ausstieg bekannt gab. Dies dürfte viele Linke-Wähler zur SPD geführt und die Linke krachend aus dem Landtag bugsiert haben. Das Ergebnis führt vor allem den Christdemokraten vor Augen, dass zu viel Konservatismus aus der Zeit gefallen ist. Mehr als ein Denkzettel auch für Unions-Chef Friedrich Merz.

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