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Zahl der nachgewiesenen Coronafälle im Oldenburger Münsterland sinkt weiter

Das Interesse an den mobilen Angeboten für Corona-Impfungen ist in den Landkreisen Cloppenburg und Vechta mittlerweile sehr überschaubar. Sie sollen aber weiter bestehen bleiben.

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Symbolfoto: dpa

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Das wöchentliche Corona-Update für das Oldenburger Münsterland: In diesem Bericht geht es um die Entwicklungen vom 11. bis 18. Mai. Im Oldenburger Münsterland sind insgesamt 2761 neue Coronafälle innerhalb einer Woche nachgewiesen worden. Zum Vergleich: In der Vorwoche sind 3508 Coronafälle binnen 7 Tagen gemeldet worden.

Die Corona-Lage im Landkreis Cloppenburg

Seit der letzten Meldung vom 11. Mai liegen dem Cloppenburger Gesundheitsamt 1826 neue positive Testergebnisse vor. Zum Vergleich: In der Vorwoche waren es 2037 Coronafälle. Damit wurden mit Stand vom 11. Mai seit Beginn der Pandemie insgesamt 67.636 Infektionen im Landkreis Cloppenburg registriert. Die neuen Coronafälle verteilen sich in dieser Woche wie folgt auf die 13 Städte und Gemeinden:

  • Barßel: 145 (Vorwoche: 214)
  • Bösel: 148 (Vorwoche: 133)
  • Cappeln: 66 (Vorwoche: 65)
  • Cloppenburg: 311 (Vorwoche: 327)
  • Emstek: 193 (Vorwoche: 140)
  • Essen: 58 (Vorwoche: 79)
  • Friesoythe: 242 (Vorwoche: 281)
  • Garrel: 147 (Vorwoche: 199)
  • Lastrup: 86 (Vorwoche: 114)
  • Lindern: 95 (Vorwoche: 56)
  • Löningen: 104 (Vorwoche: 142)
  • Molbergen: 84 (Vorwoche: 102)
  • Saterland: 147 (Vorwoche: 184)

Laut aktuellen Angaben der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (kurz: Divi) liegt zurzeit ein Covid-19-Patient auf der Intensivstation eines der Krankenhäuser im Landkreis Cloppenburg. Von 24 Betten sind laut Intensivregister 20 belegt.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am Mittwoch für den Landkreis Cloppenburg eine 7-Tage-Inzidenz von 616,3 gemeldet. Zum Vergleich: Vor genau einer Woche lag der Inzidenzwert mit 838,2 auf vergleichbarem Niveau. Die aktuelle Berechnung des RKI basiert auf 1064 nachgewiesenen Neuinfektionen in den vergangenen 7 Tagen.

Impffortschritt ist mittlerweile nur noch minimal

Die mobilen Impfteams des Landkreises Cloppenburg haben mit Stand vom 17. Mai 2124 Erst-, 2639 Zweit- und 22.252 Booster-Impfungen durchgeführt. Bei der Sonderimpfaktion im Landkreis Cloppenburg für 5- bis 11-Jährige wurden bisher 2342 Impfungen von den mobilen Impfteams verabreicht. Mit Blick auf die Zahlen der Vorwoche heißt das: In der letzten Woche sind nur 4 Erstimpfungen, 4 Zweitimpfungen und 31 Boosterimpfungen durch die mobilen Impfteams hinzugekommen. Kreissprecher Frank Beumker lässt am Mittwoch verlauten, dass man im Kreishaus die Impfquote "weiterhin unterdurchschnittlich" bewerte – "trotz zahlreicher Aufrufe durch Landrat Johann Wimberg und verschiedenster Impfangebote", betont Beumker.

Angesichts des derzeit überschaubaren Impffortschritts wolle der Landkreis aber weiterhin an den drei Impfstützpunkten festhalten. Man wolle "weiterhin ein niedrigschwelliges Impfangebot für die Bürgerinnen und Bürger ermöglichen", argumentiert der Kreissprecher auf Anfrage von OM-Online. Die mobilen Impfteams würden daher auch voraussichtlich in den nächsten Monaten in den Impfstützpunkten für Impfungen zur Verfügung stehen. Die Pläne im Land Niedersachsen sehen laut Angaben Beumkers ohnehin eine Aufrechterhaltung der mobilen Impfangebote bis zum 31. Dezember vor.

"Die aktuell niedrigen Auslastungen sind akzeptabel, um die Sicherheit einer sofortigen Impfbereitschaft im Falle einer erneuten Welle sicherzustellen."Cloppenburgs Kreissprecher Frank Beumker

Grund dafür ist eine nicht ausgeschlossene neue Corona-Welle im Herbst. Damit soll sich ein Szenario wie im Herbst 2021 nicht wiederholen: Kaum waren die Impfzentren abgebaut, mussten neue Angebote für Boosterimpfungen aus dem Nichts heraus und in aller Schnelle organisiert werden. "Daher sind aktuell auch niedrige Auslastungen akzeptabel, um die Sicherheit einer sofortigen Impfbereitschaft im Falle einer erneuten Welle sicherzustellen", betont Beumker gegenüber OM-Online. Darüber hinaus sei ein Impfangebot für Geflüchtete aus der Ukraine in der Notunterkunft in Lastrup vorhanden. Dieses Angebot solle noch durch ein mobiles Impfteam ergänzt werden, das weitere Flüchtlingsunterkünfte im Landkreis Cloppenburg anfahren soll. Durch die geringe Auslastung der mobilen Impfangebote können sich auch die Geflüchteten einen regulären Impftermin buchen.


Die Corona-Lage im Landkreis Vechta:

Dem Vechtaer Gesundheitsamt sind seit der letzten Meldung vom 11. Mai 935 neue positive Testergebnisse gemeldet worden. Zum Vergleich: Am 11. Mai waren es 1471 Neuinfektionen. Damit wurden mit Stand vom 18. Mai seit Beginn der Pandemie insgesamt 58.745 Infektionen im Landkreis Vechta registriert. Die neuen Coronafälle verteilen sich in dieser Woche wie folgt auf die 10 Städte und Gemeinden:

  • Bakum: 58 (Vorwoche: 84)
  • Damme: 89 (Vorwoche: 166)
  • Dinklage: 66 (Vorwoche: 178)
  • Goldenstedt: 78 (Vorwoche: 122)
  • Holdorf: 37 (Vorwoche: 95)
  • Lohne: 163 (Vorwoche: 283)
  • Neuenkirchen-Vörden: 91 (Vorwoche: 81)
  • Steinfeld: 62 (Vorwoche: 99)
  • Vechta: 203 (Vorwoche: 275)
  • Visbek: 88 (Vorwoche: 88)

Laut aktuellen Angaben aus dem Vechtaer Kreishaus werden zurzeit 9 infizierte Patienten stationär in einem der Krankenhäuser im Kreisgebiet behandelt. Vor genau einer Woche waren es 16. Es befindet sich ein Covid-Patient auf der Intensivstation, der beatmet werden muss.

Das Robert-Koch-Institut hat am Mittwoch für den Landkreis Vechta eine 7-Tage-Inzidenz von 599,2 gemeldet. Zum Vergleich: Vor genau einer Woche lag der Inzidenzwert bei 800,3. Die aktuelle Berechnung des RKI basiert auf 861 nachgewiesenen Neuinfektionen in den vergangenen 7 Tagen.

" Kinderimpfungen werden auch nach der großen Impfaktion im Januar nachgefragt."Vechtas Kreissprecher Jochen Steinkamp

In der 19. Kalenderwoche haben die mobilen Impfteams des Landkreises 82 Impfdosen verabreicht (Vorwoche: 184). Auch im Landkreis Vechta wird die aktuelle Nachfrage an Corona-Impfungen als gering eingestuft. Das erklärt Kreissprecher Jochen Steinkamp auf Anfrage von OM-Online. Den Hauptgrund dafür sieht man im Vechtaer Kreishaus allerdings völlig anders, als in der Cloppenburger Verwaltung – hier sei es auf die "überdurchschnittlich hohe Impfquote im Landkreis Vechta" zurückzuführen. Dennoch würden weiterhin Termine in Damme, Lohne und Vechta sowie anderen Einrichtungen angeboten. "Kinderimpfungen werden auch nach der großen Impfaktion im Januar nachgefragt", berichtet Steinkamp. Ein Ladenhüter bliebe allerdings das Vakzin von Novavax. "Impfskeptiker lassen sich kaum durch Novavax überzeugen.", so Steinkamp.

Im Landkreis Vechta können sich laut Steinkamps Angaben alle über 18-Jährigen ihre vierte Impfdosis abholen. "Nach der aktuellen Studienlage ist die vierte Impfung beziehungsweise zweite Auffrischungsimpfung noch effektiver als die dritte Impfung", berichtet der Kreissprecher. Es sei "genügend Impfstoff vorhanden". Die Impfteams im Kreis Vechta hätten bereits 1300 Viertimpfungen verabreicht. Und: "Auch in den Hausarztpraxen werden diese Impfungen durchgeführt", erklärt Steinkamp.

Auch im Kreis Vechta gibt es Impfaktionen für Geflüchtete aus der Ukraine. Dies geschehe in Abstimmung mit den Städten und Gemeinden. "Viele Flüchtlinge wurden den Impfteams von ihren Gastgebern oder den Mitarbeitern der Kommunen vorgestellt", berichtet Steinkamp.

Die Corona-Lage in Niedersachsen:

Ein Blick auf die landesweite Entwicklung zeigt: Die beiden Landkreise Cloppenburg und Vechta bewegen sich mit ihren aktuellen 7-Tage-Inzidenzen wie schon in der Vorwoche im Mittelfeld. Die niedersachsenweit höchste Inzidenz wird für das benachbarte Ammerland mit 1161,2 gemeldet (das ist übrigens gleichzeitig auch der zweithöchste Wert bundesweit). Der landesweit niedrigste Wert kommt am Mittwoch aus der Stadt Osnabrück mit 314,8.

Die Hospitalisierung ist im Vergleich zur Vorwoche gesunken. Aus Hannover wird am Mittwoch ein Wert von 6,5 gemeldet (vor genau einer Woche: 8,5).  Ähnlich verhält es sich mit der Intensivbettenquote. Am Mittwoch wird aus Hannover ein Wert von 2,5 gemeldet (11. Mai: 3,4).


Die Corona-Lage bilden wir (soweit möglich) auch weiterhin täglich aktualisiert auf unserer Corona-Sonderseite www.om-online.de/corona ab. Hier finden Sie eine Corona-Karte für die Kommunen des Oldenburger Münsterlandes sowie die vom Robert-Koch-Institut und Landesgesundheitsamt zur Verfügung gestellten Daten von uns grafisch aufbereitet. Dazu auf einem Blick: die aktuellsten Meldungen und Berichte zum Thema Corona.

OM-hilft -  Helfen Sie mit! Das Oldenburger Münsterland hilft den Geflüchteten aus der Ukraine. Hilfsinitiativen, Wohlfahrtsorganisationen und viele mittelständische Unternehmen sind bereits dabei, die Hilfe vor Ort zu koordinieren. Und auch Sie können sich beteiligen. Wie und Wo? Das sagt Ihnen  die Webseite om- hilft.org

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