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Zahl der benötigten Kita-Plätze ist schwer vorherzusagen

Fakt ist offenbar, in Neuenkirchen-Vörden gibt es im kommenden Kindergartenjahr genügend Plätze. Doch mittelfristig wird die Gemeinde handeln und Neubauten auf den Weg bringen müssen.

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Im Fokus: Auch um eine mögliche Erweiterung des Kindergartens St. Elisabeth ging es bei der Ausschusssitzung. Foto: Schmutte

Im Fokus: Auch um eine mögliche Erweiterung des Kindergartens St. Elisabeth ging es bei der Ausschusssitzung. Foto: Schmutte

"Noch nie mussten wir so viel improvisieren wie jetzt", erklärte Amtsleiter Martin Wiewerich dem Ausschuss für Soziales, Jugend, Kultur, Sport und Senioren des Neuenkirchen-Vördener Gemeinderates bei dessen jüngster Sitzung.

Diese Aussage bezog sich auf die Unwägbarkeiten bei den Planungen für die Bedarfszahlen der Kinderbetreuungsplätze in der Gemeinde Neuenkirchen-Vörden. Bereits 2020 waren mehr Kindergarten- und Krippenkinder angemeldet worden, als später tatsächlich in die Einrichtungen gekommen sind.

Bedingt durch die Corona-Pandemie, so Martin Wiewerichs Vermutung, seien die Eltern zum Teil wegen Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit oder durch die Arbeit im Homeoffice zu Hause gewesen und hätten ihre Kinder dort selbst betreut.

Im Krippenbereich sind noch 22 Plätze unbesetzt

In diesem Jahr sind für das am 1. August beginnende Kindergartenjahr im Krippenbereich (Kinder bis drei Jahre) noch 16 Plätze in Neuenkirchen frei und 6 in Vörden. In den Regelgruppen (Kinder zwischen 3 und 6 Jahren) stehen in Neuenkirchen noch 27, in Vörden 16 Plätze zur Verfügung.

Wiewerich wies darauf hin, dass sich in der Zeit bis zum 1. August noch viel ändern könne. Familien könnten zuziehen. Oder Eltern könnten ob der verbesserten Wirtschaftslage wieder mehr arbeiten und daher auf eine Betreuung des Nachwuchses angewiesen sein. Auch sei noch nicht sicher, ob die hier eingerechneten 25 Plätze in der Kita St. Christophorus rechtzeitig zum 1. August fertiggestellt würden.

23 der über 3-Jährigen in der Gemeinde sind bisher in keinem Kindergarten angemeldet, davon haben 12 einen Migrationshintergrund. Bei den 2- und 3-Jährigen (Jüngere wurden nicht berücksichtigt) sind es 39, davon 18 mit Migrationshintergrund.

Im Regelbereich gibt es in den Kindertagesstätten durch die Umwandlung von kleinen Gruppen in Regelgruppen noch Platzreserven. 19 Plätze könnten so zusätzlich entstehen, um damit einen höheren Platzbedarf vorübergehend sicherzustellen, hieß es.

Großtagespflegen bieten 40 Plätze an

Für Krippenkinder existieren in der Gemeinde neben den 100 Plätzen in den Kitas 40 weitere in den Großtagespflegestellen, von denen 30 zum 1. August bereits vergeben sind.

Für 2021/22 sehe er die Versorgung mit Kita-Plätzen als gesichert an, erläuterte Bürgermeister Ansgar Brockmann (CDU) den Ausschussmitgliedern. Für 2022/23 steige allerdings der Druck im Regelbereich, auch durch die Umnutzung einer Regelgruppe in eine Krippengruppe in der Kindertagesstätte Sonnenland.

2025 steigt Bedarf auf 405 Plätze

Nach seiner Prognose steigt der Bedarf von aktuell 360 Plätzen auf 405 im Jahr 2025/2026. Ein Anbau an der Kindertagesstätte St. Elisabeth, das Aufstellen von Mietcontainern oder die Einrichtung eines Waldkindergartens wären relativ kurzfristig umsetzbar.

Die Erstellung mindestens einer, auf Dauer vermutlich auch 2 neuen Einrichtungen sei aber unumgänglich, so Brockmann. Aktuell würden in Vörden und Neuenkirchen Grundstücksverhandlungen geführt.

Für beide Bereiche seien zeitintensive Bauleitplanungen erforderlich. Danach folgten das Planungsverfahren und die Kartierung. Frühester Baubeginn sei im Herbst 2023. Bei klassischer Bauweise könne im günstigsten Fall mit der Fertigstellung im Winter 2024 gerechnet werden.

Ratsherr Karlheinz Rohe (CDU) wies darauf hin, dass Eltern einen Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz hätten und wohl eine Zwischenlösung erforderlich werde.

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