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Z-Symbole im Oldenburger Münsterland: Der Staatsschutz ermittelt

Der letzte Buchstabe des Alphabets ist zu einem Symbol für Unterstützer des russischen Angriffs auf die Ukraine geworden. Nun taucht das Z laut Angaben der Polizei vermehrt im OM auf. (Update)

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Ein Z ist auf einem russischen Militär-Fahrzeug zu sehen. Archivfoto: dpa / TASS | Sergei Malgavko

Ein Z ist auf einem russischen Militär-Fahrzeug zu sehen. Archivfoto: dpa / TASS | Sergei Malgavko

Die Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta berichtet am Montag, dass aktuell vermehrt Z-Symbole im Oldenburger Münsterland auftauchen. Jetzt laufen strafrechtlichen Ermittlungen, die vom Staatsschutz geführt werden.

Der letzte Buchstabe des Alphabets werde demnach an öffentliche Gebäude in den Landkreisen Cloppenburg und Vechta gesprüht oder mit Klebestreifen an Fahrzeuge gebracht. Laut Mitteilung der Polizei wird bei den Farbschmierereien jetzt nicht nur wegen Sachbeschädigung gegen die unbekannten Täter ermittelt. Es geht auch um die "öffentliche Billigung von Angriffskriegen" – und eben die steht laut § 140 des Strafgesetzbuches unter Strafe.

Bei Verurteilung drohen bis zu 3 Jahre Haft oder Geldstrafe

Unbekannte haben das Symbol unter anderem eine Hauswand der Pflegeeinrichtung "Pro Vita" an der Oyther Straße in Vechta gesprüht. Die Einrichtung vermutet, dass das "Z" an der Hauswand im Zusammenhang mit der Ukraine-Flagge steht, die seit einigen Wochen aus Solidarität vor dem Gebäude weht. "Wir werden uns natürlich nicht davon abbringen lassen, uns weiterhin – auch durch die Flaggen – klar gegen den brutalen Krieg in der Ukraine zu stellen", teilte die Einrichtung auf Nachfrage von OM-Online mit.

Der Buchstabe Z steht mittlerweile unmissverständlich in Verbindung mit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine. Während der Buchstabe zu Beginn des Konfliktes nur als Kennzeichnung auf russischen Militär-Fahrzeugen zu sehen war, wurde das Z nach dem Überfall auf die Ukraine für russische Propaganda genutzt. In den sozialen Medien verbreitete Putins Verteidigungsministerium, dass das Z für "Za Pobedu" (übersetzt: "Auf den Sieg") stehen würde. Daraus entwickelte sich immer mehr ein Symbol für die Unterstützer Putins.

Wie die Polizei am Montag mitteilte, laufen in Niedersachsen bereits einige strafrechtlichen Prüfungen. Und sie stellt für das Oldenburger Münsterland klar: "Versieht man also nun einen Gegenstand in der Öffentlichkeit mit dem Buchstaben Z, wird gegen die Person strafrechtlich ermittelt." Bei einer Verurteilung drohen bis zu 3 Jahre Haft oder eine Geldstrafe.

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