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Xi und Biden gehen wenigstens in den Dialog

Thema: Xi und Biden sprechen vor G20-Gipfel – Die Spannungen zwischen den USA und China könnten kaum größer sein. Die Verurteilung Russlands ist dabei ein wichtiges Signal. Mehr aber auch nicht.

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Demokratie, Menschenrechte, Taiwan, Handelszölle, der Umgang mit den Uiguren oder auch Nordkoreas ständiges Säbelrasseln: Die Liste an brenzligen Streitthemen zwischen den USA und dem autoritär regierten China könnte wohl kaum größer sein. Und doch lässt sich angesichts aller offensichtlicher Spannungen aus dem Gespräch zwischen US-Präsident Joe Biden und dem chinesischen Staatschef Xi Jinping zumindest für den Moment etwas Positives ziehen.

Zum einen scheint trotz aller gegenseitiger Ablehnung die Bereitschaft zum Dialog zwischen den beiden größten Supermächten des Planeten (noch) vorhanden zu sein. Zum anderen steht endlich die öffentliche Verurteilung von Russlands Drohungen mit dem Einsatz von Atomwaffen gegen die Ukraine.

"Ein Ende der Spannungen zwischen den USA und China bleibt also wohl reine Utopie."Max Fuhrmann

Doch dies ist nicht viel mehr als eine kleine Ohrfeige für den russischen Kriegsherren Wladimir Putin. Denn China geht es am Ende nur um China. Und so verbirgt sich auch in der Verurteilung hauptsächlich chinesisches Kalkül. Ein vollends eskalierender Krieg in der Ukraine würde auch die chinesische Wirtschaft empfindlich treffen und das darf sich Xi, der seine dritte Amtszeit auch an eine florierende chinesische Wirtschaft koppelt, nicht erlauben. Gleichzeitig steckt Xi aber die militärischen Parameter für seinen Griff nach Taiwan ab, das er sich lieber heute als morgen einverleiben möchte.

Ein Ende der Spannungen zwischen den USA und China bleibt also wohl reine Utopie. Doch zumindest in einem herrscht erstmal Einigkeit. Eine Eskalation des Ukraine-Kriegs will vorerst keiner. Hoffentlich nicht nur vorerst.

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