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Wollmützen mindern Gefahren

Graue Poller sind bei grauer Pflasterung nur schwer erkennbar. Für Menschen mit einer Seheinschränkung kann das schnell zur Gefahr werden.

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Auffällig: Auch vor dem Cloppenburger Rathaus tragen die Poller jetzt Mütze. Foto: Hermes

Auffällig: Auch vor dem Cloppenburger Rathaus tragen die Poller jetzt Mütze. Foto: Hermes

Auffällig und neu sind die rot-weiß-gestreiften Wollmützen auf einigen Pollern, zudem haben sie einen ernsten Hintergrund. „Graue, einfarbige Poller auf grauer Pflasterung sind oft schwer zu erkennen und werden so zu einer Unfallgefahr, insbesondere für Menschen mit einer Seheinschränkung“, erklärt Hildegard Stukenborg, Vorsitzende des Regionalvereins Oldenburg im Blinden- und Sehbehindertenverband Niedersachsen.

Deswegen ist es wichtig, dass sich Hindernisse kontrastreich vom Hintergrund abheben. Für die selbst seheingeschränkte Frau war es daher eine Selbstverständlichkeit, sich im Rahmen des Sehbehindertentages der bundesweiten Wollmützenaktion des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbands (DBSV) anzuschließen.

Unterstützt wurden sie und die Vereinsmitglieder vor Ort von Organisatorin Tanja Kleiböhmer, die mit anderen Freiwilligen insgesamt 17 Pollermützen für Cloppenburg und Vechta gestrickt hat. Die Betroffenen wollen mit der Aktion auch für zukünftige Gestaltungen des öffentlichen Raums sowie für mehr Miteinander aller Teilnehmer im Straßenverkehr sensibilisieren.

Beeindruckt von der Aktion zeigte sich Bürgermeister Dr. Wolfgang Wiese: „Es ist sehr hilfreich, dass wir solche Anstöße bekommen. Manchmal denkt man, da hätte man auch selbst draufkommen können. Deswegen ist der gemeinsame Austausch so wichtig“. Als gutes Beispiel lobte Wiese auch den Beirat für Menschen mit Behinderung der Stadt Cloppenburg, der sich auf politischer Ebene für die Belange der Interessengruppe aktiveinsetzt.

  • Info: Der Beirat ist telefonisch unter 0152-58570031 oder per E-Mail (behindertenbeirat.clp@gmx.de) erreichbar. Hildegard Stukenborg vom Blinden- und Sehbehindertenverband Niedersachsen ist ebenfalls per Telefon unter 04441-9515097 oder per E-Mail (hildegard.stukenborg@web.de) erreichbar.

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