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Wohnmobile erobern die Vechtaer Innenstadt, um lukullisch zu genießen

Das Wohnmobil-Dinner fand zum 2. Mal statt. Die Bilanz: knapp 80 dieser Gefährten und über 200 Menüs. Gute Laune herrschte bei den Teilnehmern dieses durch "Moin Vechta" organisierten Events.

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Extra-Anreise: (von links) Monika Kolloge (links), Günter Oswald, Hergen Kolloge und Marion Oswald. Foto: Heinzel

Extra-Anreise: (von links) Monika Kolloge (links), Günter Oswald, Hergen Kolloge und Marion Oswald. Foto: Heinzel

Marion und Günter Oswald aus Haren (Ems) nahmen gemeinsam mit Hergen und Monika Kolloge aus Döttlingen am Wohnmobil-Dinner in Vechta teil. Via Facebook war Marion Oswald auf das Event aufmerksam geworden und hatte sich mit ihrem Bruder und seiner Frau verabredet. Die vier trafen sich jetzt in der Bahnhofsstraße in Sichtweite der Propsteikirche St. Georg um das Menü von „Der Wok“ zu genießen. Ein Menü bestand aus Vorspeise, Hauptgang sowie Dessert – jeweils direkt in die mobilen vier Wände geliefert.

Insgesamt gab es vier solcher Gourmetbereiche entlang der Großen Straße. Die Bewirtung übernahmen die Elmendorffburg, Krögers kleine Schwester, der Wok und das BBQ-Team. Organisiert hatte die Veranstaltung der Stadtmarketingverein „Moin Vechta“. Die Bilanz: 77 Wohnmobile und über 200 Menüs. „Wir waren ziemlich schnell ausgebucht“, sagt Sophie Sibbus, Projektmitarbeiterin bei Moin Vechta. Jakob Lienau, Serviceleiter bei Krögers kleine Schwester, nannte das Wohnmobil-Dinner eine „tolle Aktion“ und die Menschen hätten „Spaß daran“. Viele Passanten zeigten sich neugierig und fragten, was in der Stadt gerade passieren würde.

Unter den zahlreichen Wohnmobilen befanden sich auch sieben Stück, deren Nutzung für diesen Abend gewonnen werden konnte. Susanne und Martin Osterloh hatten eines davon gewonnen. Zusammen mit Ela und Maik Oevermann hatten sie sich für das Menü des BBQ-Teams entschieden, welches alle aus eigener Tasche zahlten. Die Stimmung in dem Camper war gut. Die Idee eines Wohnmobil-Dinners fand die Viererrunde witzig und interessant. Leider ließ sich das Reisegefährt nicht heizen und das Essen etwas auf sich warten. Die Wartezeit war eine Erfahrung, die sie mit den bereits erwähnten Personen in der Bahnhofstraße teilten.

Der Wok versorgte die Wohnmobile in der Bahnhofstraße. Foto: Heinzel "Der Wok" versorgte die Wohnmobile in der Bahnhofstraße. Foto: Heinzel

Um die Wartezeit zwischen den Gängen zu verkürzen, hatte Moin Vechta eine Tasche vorbereitet, in der sich Informationen über das Oldenburger Münsterland sowie Werbematerial lokaler Betriebe befand. Die Unterstützung gastronomischen Betriebe sei ein Grund für ihn gewesen an dem Event teilzunehmen, berichtete Günter Oswald.

Peter Chardon und Hendrik Gellhaus haben sich vor drei Jahren als Eventcaterer „BBQ-Team“ nebenberuflich selbstständig gemacht. Sie freuten sich wieder am Grill zu stehen und mit Gästen ins Gespräch zu kommen. Letzteres Angebot wurde an dem Abend auch reichlich genutzt, erzählt Peter Chardon. Dabei ging es etwa darum, warum die Grillexperten Buchenholz verwenden würden. Die Antwort: es gibt wenig Funkenflug und eine geringe Aschebildung. 

Im „Werderbus“ bei der Elmendorffburg genossen Patrick Asbrede, Stefan Sieverding und David Kleier den Abend. Fahrer Andreas Grassmann konnte der insgesamt achtköpfigen Langfördener Truppe genau sagen, auf wessen Plätzen sie an diesem Abend saßen. Sieverding saß beispielsweise auf dem Platz von Jirí Pavlenka, Asbrede auf dem von Niklas Schmidt und David Kleier auf dem Sitz von Romano Schmid. Kleier meinte: „Das ist schon etwas“ und ergänzte, dass es eine schöne Aktion von Moin Vechta gewesen sei. Für die Truppe gab es noch das erhoffte i-Tüpfelchen für den Abend: Der HSV verlor sein Spiel gegen des 1. FC Nürnberg.

Gute Laune im Werderbus (Vordere Reihe v.l.): Stefan Sieverding, Patrick Asbrede und David Kleier. Foto: HeinzelGute Laune im Werderbus (Vordere Reihe v.l.): Stefan Sieverding, Patrick Asbrede und David Kleier. Foto: Heinzel

Das Wohnmobil-Dinner wurde übrigens in enger Kooperation mit dem Landkreis Vechta erarbeitet, um die geltenden Hygienemaßnahmen während der Pandemie umzusetzen. An dem Abend galt die 2G-Regelung. Teilnehmer mussten also geimpft oder genesen sein. Die beiden Paare aus Haren und Döttlingen wollten die Nacht in ihren Wohnmobilen verbringen und waren daher etwas enttäuscht, dass sie ihre Stellplätze bis 7 Uhr am Folgetag wieder verlassen mussten. Sie hätten gerne etwas länger geschlafen und in Ruhe gefrühstückt. 10 Uhr wäre eine gute Abfahrzeit gewesen. Moin Vechta meinte, in dieser Hinsicht sei man an die verkehrsrechtlichen Anordnungen gebunden gewesen. Ob es 2023 eine dritte Auflage der Veranstaltung geben wird, ist noch offen.

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