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Wohlfühlessen im Herbst

Meine Woche – Ob Kürbis, Dammwildgulasch oder Eintopf. Der Herbst hat kulinarisch so einiges zu bieten. Und schnell kommen dabei Kindheitserinnerungen hoch.

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Halloween-Kürbisse darf man auf keinen Fall zu früh schnitzen, berichteten meine Kolleginnen beim Kaffee. Sonst werde ihm schlecht, was wiederum schlecht fürs schaurig-schöne Fest wäre, das sich ja bereits seit vielen Jahren auch in unseren Breitengraden durchgesetzt hat.

Der Kürbis an sich hält auf jeden Fall länger als seine Fratzen und Figuren. Und die erste Hokkaidosuppe als Wohfühlessen im Herbst, der ja irgendwie mit herzhafter Hausmannskost verbunden ist, schmeckte hervorragend. Ebenso wie das Dammwildgulasch von der Nordsee, serviert mit Klößen und Rotkohl. Beim Rotkohl denke ich gerne an meine Kindheit zurück, als ich mit meiner Tante Paula vor der Schule die riesigen Köpfe schneiden durfte und sie danach erschrocken auf meine blauen Hände schaute, die  schnell mit gelber Zitrone gesäubert wurden.   

"Bei Bratwurst und Bier erfuhren sie von der Beraterin auch, wie ein Bräter funktioniert."Claudia Wimberg

Kartoffeln für den darauf folgenden Grünkohl so zu schneiden, dass noch was übrig bleibt, hat sie mir auch beigebracht. Damals, als es beispielsweise den Junior-Hobel noch nicht gab, von dem sich nun 12 Männer aus der Nachbarschaft bei einer Tupperparty beeindruckt zeigten. Bei Bratwurst und Bier erfuhren sie von der Beraterin auch, wie ein Bräter funktioniert. Der eine oder andere plant nun, aus den gehobelten Kartoffeln und vom Turbo-Chef gehäckselten Zwiebeln einen Auflauf zu zaubern, hieß es. Alternativ könnte es einen Eintopf geben, der in der kalten Jahreszeit auch wieder auf dem Speiseplan steht.

Ein süßes Finale für den Winter ließen sich dann die Gäste in einer Friesoyther Kneipe schmecken: Der Wirt kredenzte nach Hamburgern und Steaks Tiramisu mit Spekulatius. "Fröhliche Weihnachten."

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