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Wohin mit meinem alten Handy? In Dinklage gibt's nun drei Sammelboxen

Die Aktion hat der Naturschutzbund initiiert und wird unter anderem von der Stadt Dinklage unterstützt. Mit den Einnahmen aus Verkauf und Recycling sollen Umweltprojekte unterstützt werden.

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Das Smartphone in die Box stecken: Stefan Dettmer vom Naturschutzbund Dinklage zeigt, wie es funktioniert. Foto: Böckmann

Das Smartphone in die Box stecken: Stefan Dettmer vom Naturschutzbund Dinklage zeigt, wie es funktioniert. Foto: Böckmann

Auch Stefan Dettmer kannte das Problem. Vier, fünf alte Handys habe er teilweise in seiner Schublade liegen gehabt. Er nutzte die Telefone zwar nicht mehr, wusste aber auch nicht so richtig, wie er die Handys umweltfreundlich entsorgen sollte. Denn: Es ist verboten, Althandys in den Hausmüll zu geben.

Also kam der zweite Vorsitzende des Naturschutzbundes (Nabu) Dinklage mit seinen Vorstandskollegen auf folgende Idee: Die Ortsgruppe macht bei der bundesweiten Nabu-Aktion "Handys für Hummel, Biene & Co." mit. Das heißt: Die Naturschützer setzen sich nach eigenen Angaben dafür ein, Handys fachgerecht zu recyceln, mehr Elektrogeräte wiederzuverwerten und in den Materialkreislauf zurückzuführen. 

Und das funktioniert so: Die Nabu-Ortsgruppe hat in Dinklage drei Sammelstellen eingerichtet. Vor dem Rathaus-Standort an der Rombergstraße, bei Schmunkamp Meisterfloristik an der Lange Straße und beim AS-Fahrradcenter auf der Alten Hörst. Dort können mindestens die nächsten zwei Monate alte Handys, Smartphones, Tablets und Laptops in eine Box gesteckt werden.

Sie unterstützen die Aktion: (von links) Ines Schmunkamp (Schmunkamp Meisterfloristik), Stefan Taute (AS Fahrradcenter), Stefan Dettmer (zweiter Vorsitzender Naturschutzbund), Andre Woelk (Klimaschutzmanager) und Josef Taphorn (Vorsitzender Naturschutzbund).    Foto: BöckmannSie unterstützen die Aktion: (von links) Ines Schmunkamp (Schmunkamp Meisterfloristik), Stefan Taute (AS Fahrradcenter), Stefan Dettmer (zweiter Vorsitzender Naturschutzbund), Andre Woelk (Klimaschutzmanager) und Josef Taphorn (Vorsitzender Naturschutzbund).    Foto: Böckmann

Ein Nabu-Partner löscht auf funktionsfähigen Handys zunächst die Daten, bereitet sie funktionsfähig wieder auf und verkauft sie dann. Elektrogeräte, die nicht mehr zu gebrauchen sind, werden recycelt. Durch integriertes Schmelzen könnten laut dem Naturschutzbund von 60 enthaltenen Stoffen 17 Metalle zurückgewonnen werden. Diese werden dann an weiterverarbeitende Firmen oder die Industrie verkauft. Alle Einnahmen fließen in den Nabu-Insektenschutzfonds.

Mit Hilfe des Insektenschutzfonds sollen unter anderem Ackerflächen und Wiesen durch die Nabu-Stiftung "Nationales Naturerbe" gekauft und somit als Lebensraum für Insekten gesichert werden. Zusätzlich werden Ackerstreifen zu Blühstreifen umgewandelt und weitere Projekte zum Insektenschutz unterstützt.

Laut dem Naturschutzbund befinden sich mehr als 124 Millionen alte oder defekte Handys in deutschen Haushalten. Die Tendenz ist steigend. "Diese Geräte enthalten wertvolle Rohstoffe, die verloren sind, wenn sie im Hausmüll landen", verdeutlicht Stefan Dettmer.

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