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Wo Lindern in seinen Schulen investiert hat

Zum Schulstart gehen 9 Lüftungsanlagen in Betrieb. Weitere sind bestellt. Und auch ansonsten hat die Gemeinde noch einige Investitionen geplant.

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Präsentieren eine der neuen Lüftungsanlagen: Bürgermeister Karsten Hage und Kämmerin Martina Vaske wollen einer drohenden Corona-Welle in Linderns Schule entgegenwirken. Foto: Wienken

Präsentieren eine der neuen Lüftungsanlagen: Bürgermeister Karsten Hage und Kämmerin Martina Vaske wollen einer drohenden Corona-Welle in Linderns Schule entgegenwirken. Foto: Wienken

Bessere Luft und ein angenehmes Arbeitsklima, vor allem im kommenden Winter, will die Gemeinde Lindern ihren Schülerinnen und Schülern bieten. Passend zum Schulstart konnten dafür jetzt 9 der insgesamt 26 Lüftungsanlagen in Betrieb genommen werden. "Die übrigen Anlagen werden hoffentlich peu à peu an den Start gebracht. Leider kam es hier aufgrund von Lieferschwierigkeiten bei den Betriebseinheiten zu Verzögerungen", erklärt Bürgermeister Karsten Hage.

Das Projekt umfasse ein Investitionsvolumen von rund 1,2 Millionen Euro, 80 Prozent davon übernehme der Bund, sodass die Linderner noch rund 450.000 Euro zu schultern hätten. Damit will sich die kleinste Gemeinde im Landkreis gut auf eine drohende Corona-Welle im Herbst und Winter vorbereiten. Die Lüftungsanlagen sind gekoppelt mit den CO2-Ampeln, die ebenfalls in jedem Klassenraum angebracht wurden.

Bei den Lüftungsanlagen greift das Prinzip der Wärmerückgewinnung. Die gebrauchte Luft wird von den Anlagen herausgefiltert und neu aufbereitet zurück in den Raum gegeben. Beim Austausch können die Geräte jedoch einen hohen Teil der vorhandenen Wärme erhalten, heißt es.

Beim Thema Energie sieht sich die Gemeinde ohnehin gut aufgestellt: "Seit gut einem halben Jahr ist unser Rathaus ans Fernwärme-Netz angeschlossen und auch das Schulzentrum sowie die Mehrzweck- und die Schwimmhalle sind inzwischen daran gekoppelt", berichtet Karsten Hage. Bei der Sanierung der Vreeser Straße hätten entsprechende Leitungen verlegt werden können. Auch die Erneuerung des Hallenbads sei zurzeit in vollem Gange.

Mitte Septemeber beginnt die Neugestaltung des Schulhofs

Neben der energetischen Aufrüstung der Schulgebäude habe sich auch etwas bei der technischen Ausstattung getan: "Um die Grund- und Oberschule auf den neuesten Stand zu bringen, haben wir kräftig investiert. So gibt es in den Klassenräumen inzwischen digitale Tafeln und die Schüler und Lehrer wurden mit iPads für den Unterricht ausgestattet", so der Verwaltungschef. Damit wolle die Kommune den Schulstandort in Lindern fördern, um ihn auch für künftige Generationen attraktiv zu gestalten.

Darüber hinaus steht Mitte September ein weiteres Projekt ins Haus: Die Gemeinde will neben der Innenausstattung auch den Außenbereich der Grund- und Oberschule auf Vordermann bringen. Die Neugestaltung des Schulhofes bildet den Abschluss der Linderner Dorferneuerung. "Ursprünglich wollten wir bereits in den Sommerferien mit den Arbeiten beginnen, aber da es bei der Sanierung der Vreeser Straße zu Verzögerungen kam, hat sich die Planung nach hinten verschoben", erklärt Hage. Bei der Neugestaltung des Hofes soll ein besonderes Augenmerk auf die Entwässerung gelegt werden. Dazu sind unter anderem mehr Grünanlagen zur Versickerung des Oberflächenwassers in Planung. Zudem werden die Spielgeräte erneuert und das Gelände wird neu gepflastert.

"In Lindern müssen wir die Projekte Schritt für Schritt angehen, da der finanzielle Spielraum entsprechend schmal ist", sagt Karsten Hage. Bis auf die Verzögerungen beim Ausbau der Vreeser Straße sei jedoch alles reibungslos gelaufen, auch was die Zusammenarbeit mit dem Landkreis Cloppenburg und den weiteren Unterstützern anbelange. Am Wochenende, pünktlich zum Kreisfeuerfest in Lindern, sei dann auch wieder freie Fahrt auf der Kreisstraße. So könne der Umzug ohne Probleme stattfinden.

Nicht nur auf der Vreeser Straße wird der Weg frei gemacht: Die Gemeinde Lindern hat außerdem die Baugenehmigungen für die beiden Richtfunkmasten im Gemeindegebiet bewilligt. "Jetzt liegt der Spielball bei Emsland-Tel, die Masten zu errichten" betont Hage. So erhalten die Linderner nicht nur einen neu gestalteten Ortskern, sondern sollen künftig flächendeckenden Mobilfunk-Empfang bekommen.

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