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Wirte schwangen wieder die Kochlöffel

140 Gäste bewirteten die Löninger Restaurants beim Wohnmobil-Dinner am Samstagabend. Die Aktion stieß von allen Seiten auf positive Resonanz und soll wiederholt werden.

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Vorspeise gefällig: Die Menüs wurden direkt serviert. Foto: Meyer

Vorspeise gefällig: Die Menüs wurden direkt serviert. Foto: Meyer

In einen Campingplatz verwandelt hat sich die Löninger Innenstadt am Samstagabend. Acht Wirte hatten zum Wohnmobil-Dinner eingeladen - und dabei alle Hände voll zu tun. Denn die Resonanz war riesig. 140 Teilnehmer  waren für den Abend angemeldet, den die Wirte gemeinsam mit dem Stadtmarketing organisierten. 348 Menüs wurden gekocht, verpackt und von den Bedienungen zu den Fahrzeugen gebracht. Die meisten Gäste konnten direkt vor den Restaurants parken. Auch der Kurt-Schmücker-Platz und der Parkplatz am Gelbrink waren gut belegt.

Mit dem Wohnmobil zum Restaurant fahren, per Telefon das Essen bestellen und kontaktlos serviert bekommen – das ist das Konzept der Wohnmobil-Dinner. Auf diese Weise wollen Gastronomen ihren Betrieb zumindest teilweise in der Pandemie am Laufen halten. Und endlich einmal wieder den Kochlöffel schwingen, wie Klaus Kulgemeyer von der „Pfeffermühle“ zufrieden feststellte.

Die Einhaltung der Hygienereggeln stand allerdings an oberster Stelle. Doch das trübte die gute Stimmung nicht. Die Gäste waren aus dem gesamten Landkreis sowie aus den Nachbarkreisen und  sogar aus Nordrhein-Westfalen angereist. „Für uns ist es eine schöne Abwechslung im Corona-Einerlei“, sagt Christoph Colberg. Der Cloppenburger sitzt mit einem Weißbier bei offenem Fenster in seinem Camper. Die Aktion findet er super. „Ansonsten ist ja wirklich nichts los.“

40 Wohnmobile stehen vor Gasthof in Böen

Rund 40 Wohnmobile parkten allein vor dem Gasthof Lüdecke-Dalinghaus in Boen. Während in der Küche gewirbelt wird, kommt der Chef an der Theke mit dem Zapfen kaum nach. Viel Zeit zum reden hat er nicht. Die Gäste haben Durst.   Schon mit einem Glas Wein anstoßen können Martina und Olaf Seger. Vom Deck ihres Segelboots „Bonjour“ haben sie die beste Aussicht. Normalerweise sind die beiden damit auf den holländischen Kanälen und in der Nordsee unterwegs. Coronabedingt liegt die „Bonjour“ zurzeit auf dem Trockenen. Für das Dinner packten die Segers es kurzerhand auf den Trailer und brachten es nach Boen.

So lässt sich leben: Martina und Olaf Seger waren mit ihrem Boot angereist. Foto: MeyerSo lässt sich leben: Martina und Olaf Seger waren mit ihrem Boot angereist. Foto: Meyer

Löningens Stadtmarketingleiter Jörn Willen zog am späten Abend ein durchweg positives Fazit. Die Veranstaltung sei eine gute Werbung für die Stadt gewesen. Die Organisation habe reibungslos geklappt. „Gäste, Wirte und die Bedienungen waren sehr zufrieden. Die Menüs kamen immer warm an. Und auch das Wetter spielte mit. Das schreit nach einer Wiederholung.“

Gesagt, getan. Die Planungen laufen bereits. Im Spätsommer soll es laut Willen zu einer Neuauflage kommen. Wohl noch lieber würden die Restaurantbetreiber dann zumindest ihre Außenbereiche wieder für Gäste öffnen dürfen.

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