Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Wird auf der Dinklager Burgstraße zunehmend gerast?

Definitiv ja, sagen die Anwohner Ralf Meißner und Aloys Nordlohne. Sie sorgen sich um die Kinder und wünschen sich Parkbuchten. Die Stadt will die Situation im Blick behalten.

Artikel teilen:
Fahren auf der Burgstraße viele Autos zu schnell? Ja, finden die Anwohner Aloys Nordlohne (rechts) und Ralf Meißner. Foto: Böckmann

Fahren auf der Burgstraße viele Autos zu schnell? Ja, finden die Anwohner Aloys Nordlohne (rechts) und Ralf Meißner. Foto: Böckmann

Die Dinklager Burgstraße ist einen Kilometer lang. Sie ist vom Stadtkern Richtung Burgwald-Parkplatz eine wichtige Verbindung und wird gern genutzt. Das allein macht es für Anwohner schwierig. Noch problematischer aber finden die Anlieger Ralf Meißner und Aloys Nordlohne, wie viele der Vielen zu flott sind. Die beiden Nachbarn beziehen sich dabei vor allem auf das Teilstück zwischen dem Star Imbiss und dem Rheinischen Hof. Einige Autofahrer "rasen hier wie die Bekloppten. Die fahren Rallyes", meint Meißner.

Auf der Burgstraße ist Tempo 30 erlaubt. Daran hält sich aber niemand, hat Aloys Nordlohne beobachtet. Verkehrsteilnehmer mit 60 oder 70 auf dem Tacho seien keine Seltenheit. Einige Auto- und Motorradfahrer würden auch mit Tempo 100, vornehmlich samstagsabends, durch die Burgstraße brettern.

Ralf Meißner sagt: Er habe Angst um die Kinder, die an der Burgstraße wohnen, die die Großtagespflege besuchen oder den Weg zu den Schulen nehmen. Wenn sie dann mal Autofahrer auf das Tempolimit hinwiesen, würde ihnen wenig Verständnis entgegengebracht, sagt Nordlohne. Im Gegenteil. "Dann wird mir einfach mal der Vogel gezeigt."

Für Kinder ist es gefährlich, die Burgstraße zu überqueren, sagen Ralf Meißner  (rechts) und Aloys Nordlohne. Foto: BöckmannFür Kinder ist es gefährlich, die Burgstraße zu überqueren, sagen Ralf Meißner  (rechts) und Aloys Nordlohne. Foto: Böckmann

Die gefährlichen Verkehrssituationen auf der Burgstraße hängen laut Meißner und Nordlohne nicht nur damit zusammen, dass Autofahrer grundsätzlich zu schnell sind. Auch die Parksituation sei unbefriedigend. Das dauerhafte Parken sei nämlich erlaubt. Dies nutzen viele Anwohner. Das Resultat: Auf dem Teilstück zwischen Star Imbiss und dem Rheinischen Hof parken stadtauswärts viele Autos dicht an dicht.

Die Folge, besonders zur Feierabendzeit: Um an den abgestellten Wagen vorbeizukommen und Wartezeiten zu vermeiden, werde noch mehr beschleunigt. Dabei sei es schon zu "wahnsinnigen Aktionen" gekommen, sagen die Anwohner. Crashs seien nur knapp vermieden worden, weiß Ralf Meißner. "Wenn dann Kinder auf die Straße laufen, haben die keine Chance mehr." Meißner hatte deshalb schon in der letzten Ratssitzung gefragt, wie die Stadt die zum Teil gefährliche Verkehrssituation entschärfen will.

Eine Idee hätten Ralf Meißner und Aloys Nordlohne: Es könnten alle paar Meter 2 Parkbuchten hintereinander ausweisen gewiesen, ähnlich wie a der Lange Straße. Dann würden die Kunden der Geschäftsleute und die Anwohner etwas geordneter parken können. Gleichzeitig gebe es dann mehr Möglichkeiten zum Einscheren zwischen parkenden Wagen. Warum der öffentliche Parkplatz neben dem Schuh- und Sporthaus Niemann von den Anwohnern selten genutzt wird, verstehen Meißner und Nordlohne übrigens auch nicht.

Und wie bewertet die Stadt Dinklage die Verkehrssituation auf der Burgstraße? Das während der Bauphase auf der innerörtlichen Entlastungsstraße angeordnete eingeschränkte Halteverbot habe dazu geführt, dass einige Verkehrsteilnehmer in diesem Bereich teils schneller unterwegs waren, als die erlaubten 30 Stundenkilometer, teilte die Verwaltung mit. Dies habe auch der Landkreises Vechta erkannt, der deshalb auf der Burgstraße während der Bauphase vermehrt „geblitzt“ habe.

Stadt Dinklage will die Lage im Blick behalten

Seit einigen Wochen ist das eingeschränkte Halteverbot wieder aufgehoben, das Parken also nach den gängigen Regeln erlaubt. Die Stadt teilt mit: Wenn mehrere Fahrzeuge hintereinander parken, könne dies einen eventuellen Gefahrenpunkt darstellen.  „Das Ordnungsamt hat die Situation auf der Burgstraße im Blick und wird mögliche Maßnahmen in diesem Bereich verwaltungsintern diskutieren“, sagt der neue Amtsleiter Uwe Middendorf.

Anders als Anwohner und zum Teil die Stadt Dinklage bewertet indes die Polizei die Verkehrssituation. Die Pressestelle teilte mit: "Uns liegen derzeit keine Erkenntnisse vor, dass es auf der Burgstraße in Dinklage zunehmend zu Geschwindigkeitsüberschreitungen kommen soll."

Sie wollen nichts verpassen, worüber das Oldenburger Münsterland spricht? Dann abonnieren Sie jetzt unseren Newsletter „Moin, OM!“. Er fasst für Sie das Wichtigste für den Tag auf einen Blick zusammen – immer montags bis freitags zum Start in den Tag.  Hier geht es zur Anmeldung 

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Wird auf der Dinklager Burgstraße zunehmend gerast? - OM online