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"Wir können nur erfolgreich sein, wenn wir motiviert sind"

Svenja Eilers ist als didaktische Leiterin neues Mitglied in der Schulleitung der Böseler Oberschule. Die 39-Jährige erläutert im Interview mit OM online Aufgaben und Anspruch.

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Neu im Team: Oberschulrektorin Dorothea Kuhlmann-Arends (links) begrüßt Svenja Eilers als Mitglied der Schulleitung. Foto: OBS

Neu im Team: Oberschulrektorin Dorothea Kuhlmann-Arends (links) begrüßt Svenja Eilers als Mitglied der Schulleitung. Foto: OBS

Mit der offiziellen Übergabe der Urkunde ist Svenja Eilers ins Amt einer Oberschulrektorin erhoben worden und bildet an der Böseler OBS nun mit Schulleiterin Dorothea Kuhlmann-Arends und Konrektor Martin Oldiges die Führungsetage. Die 39-jährige Friesoytherin, die in Bösel seit 2008 Mathe und Biologie unterrichtet und als Präventionsbeauftragte für das Gesundheitsmanagement zuständig ist, fungiert ab jetzt als didaktische Leiterin und informiert im OM-online-Interview über Aufgaben und Herausforderungen.

Didaktische Leiterin, was verbirgt sich konkret hinter dieser Bezeichnung?
Speziell geht es um die Unterrichtsentwicklung und das große und durchaus schwierige Thema Inklusion, das ich noch stärker voranbringen und gestalten möchte. Dafür haben wir gerade einen neuen Inklusionsraum eingerichtet, Schallschutzkopfhörer und Lernmaterialien angeschafft, um eine individuelle Förderung gewährleisten zu können. Grundsätzlich geht es aber nicht nur um Schüler/innen mit Handicap, sondern um alle Jugendlichen, die Unterstützung brauchen.

Ein hoher Anspruch, den Sie tatsächlich erfüllen und jeden Schüler dort abholen können, wo er steht?
Auf jeden Fall setzen wir alles daran, das umzusetzen. Heute habe ich im Homeschooling noch zwei Schüler gehabt, die bei bestimmten Aufgaben nicht mitgekommen sind. Mit einem schnell aufgenommenen Video konnte ich ihnen dann in einer kleinen Nachhilfestunde die Lösungswege erklären. Und so machen es viele Kollegen und ich kann schon sagen, dass wir ein gut eingespieltes Team sind.

Gerade in der Krise...
Ja, auch und gerade in der Krise. Es ist für alle Schulen eine riesen Herausforderung, Woche für Woche neu zu planen zu müssen und es ist nervenaufreibend, sich den Veränderungen anzupassen. Und als Mutter von zwei Kindern kenne ich dabei auch die andere Seite. Doch wir haben an der OBS Wege gefunden, wie wir unsere Schüler/innen im Homeschooling auffangen können und geben das Bestmögliche. Die Technik funktioniert, wir haben Strategien entwickelt, auch aus der Ferne nah an den Klassen zu sein und erfinden uns immer wieder neu Lobend erwähnen muss man nicht nur die Mitarbeit der Schüler/innen, die ebenso wie wir den Schulalltag vermissen, sondern auch die Zusammenarbeit mit vielen Eltern sowie den Förderschulen.

Sie haben aktuell ein Studium „Schulmanagement und Qualitätsentwicklung“ an der Uni Kiel abgeschlossen. Wie sollen sich aus Ihrer Sicht Schule und Unterricht in Bösel verbessern?
Wir müssen insgesamt noch mehr dazu übergehen, alte Strukturen aufzubrechen. Den traditionellen Frontalunterricht halte ich für nicht mehr zeitgemäß. Stattdessen muss es vielmehr um Methodenvielfalt gehen und, wie bereits gesagt, um den Anspruch, jeden Schüler individuell wahrzunehmen und dabei seine Stärken und Schwächen zu erkennen. Daneben bleibt Digitalisierung ein beherrschendes Thema. Erfolgreich können wir jedoch nur sein, wenn wir motiviert sind und uns auf neue Ideen und Anforderungen einlassen wollen. Das sind wir und das wollen wir.

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