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Winterdienst hat zunächst die Pendlerstrecken im Blick

Mit seinen 35 Mitarbeitern übernimmt der Bauhof vielfältige Aufgaben. Weniger bekannt als der Winterdienst sind sicherlich die ganzjährige Rufbereitschaft oder die Arbeit mit dem Kanalspülwagen.

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Fachbereichsleiter Armin Nöh (von links), Andreas Hempen, Leiter des Bauhofs, und Darius Wigbers vor dem Unimog und einem kleinen Schlepper, die beide für den Winterdienst gerüstet sind.   Foto: Heinzel

Fachbereichsleiter Armin Nöh (von links), Andreas Hempen, Leiter des Bauhofs, und Darius Wigbers vor dem Unimog und einem kleinen Schlepper, die beide für den Winterdienst gerüstet sind.   Foto: Heinzel

Darius Wigbers fährt den Unimog des Bauhofs Cloppenburg. Jetzt, während, der Winterzeit, wird das Fahrzeug im Streudienst gegen Glatteis eingesetzt. Im Sommer dient es mit einem 4000-Liter-Wassertank dazu, die bepflanzten Verkehrsinseln der Stadt zu wässern. Dabei kommen etwa 1000 Liter auf eine Insel. „Das soll ja auch ein paar Tage halten“, meint Armin Nöh, der zuständige Fachbereichsleiter bei der Stadt Cloppenburg. Wie die meisten Fahrzeuge im Maschinenpark, ist auch der Unimog multifunktional angelegt und kann für mehrere Aufgaben eingesetzt werden.

Der Bauhof der Kreisstadt verfügt auf seinem rund 20.000 Quadratmeter großen Gelände an der Borsigstraße über alles Notwendige für seine vielfältigen Aufgaben. 35 Mitarbeiter kümmern sich um die Straßenbeschilderung, räumen bei Veranstaltungen, wie dem Junimarkt, auf, sorgen für Absperrungen beim Cityfest, kontrollieren und unterhalten Spielplätze. Hinzu kommen die Pflege öffentlicher Grünanlagen, Garten- und Landschaftsbauarbeiten, die Unterhaltung von Verkehrsflächen, des Winterdienstes sowie Handwerkerleistungen für städtische Gebäude.

"Wir haben momentan mehr mit Glatteis oder überfrierender Nässe zu tun."Andreas Hempen, Leiter Bauhof Stadt Cloppenburg

Aktuell sind die Mitarbeiter des Bauhofs in drei Schleifen mit jeweils neun Personen eingeteilt. Es ist Winterzeit und der Bauhof muss auf den Einsatz zur Schnee- und Glatteisbeseitigung vorbereitet sein. 400 Tonnen Salz stehen dafür zur Verfügung – 350 Tonnen im Salzlager und etwa 50 Tonnen in zwei Salzsilos. 18 bis 20 Einsätze kann das Team damit fahren. „Das deckt einen normalen Winter ab“, sagt Andreas Hempen, Leiter des Bauhofs, und fährt fort: „Wir haben momentan mehr mit Glatteis oder überfrierender Nässe zu tun.“ Drei Einsätze seien die Männer des Bauhofs in diesem Winter bereits gefahren. Darüber hinaus habe es sporadisch in den Morgenstunden Glatteis gegeben. Etwa 50 Tonnen Salz seien dadurch inzwischen aufgebraucht worden. Nachschub sei in der Regel innerhalb von 24 Stunden vor Ort, sagt Hempen.

Es besteht eine Rufbereitschaft zwischen 5 und 8 Uhr morgens sowie zwischen 16.15 und 20 Uhr. In diesen Zeiträumen prüft ein Mitarbeiter, ob es zu einem Einsatz kommt. Bei entsprechend niedrigen Temperaturen fährt er dafür auch einige neuralgische Punkte ab, um zu entscheiden, ob der Winterdienst ausrücken muss. Sieben Fahrzeuge stehen dafür zur Verfügung. Ein Lkw und ein Unimog, drei kleine Schlepper und zwei Transporter. Letztere dienen dem punktuellen Einsatz etwa an Bushaltestellen, Spielplätzen oder Kindergärten.

Darius Wigbers am Steuer eines der Bauhof-Fahrzeuge. Foto: Heinzel Darius Wigbers am Steuer eines der Bauhof-Fahrzeuge. Foto: Heinzel

Für jedes Fahrzeug existiert ein Routenplan, der im Einsatz abgefahren wird. Dabei ist das Stadtgebiet in drei unterschiedliche Prioritätsstufen eingeteilt. Oberste Priorität genießen die Hauptverkehrsstraßen für den Pendlerverkehr. Es folgen der Stadtkern, also beispielsweise die Schulbusstrecken, die Fußgängerzone oder die Bahnhofstraße. Danach kämen in der dritten Prioritätsstufe unter anderem die Großparkplätze wie der an der Bürgermeister-Heukamp-Straße.

Bauhof unterstützt auch Feuerwehr und Polizei

Die Rufbereitschaft Winterdienst ist aktuell mit der ganzjährigen Rufbereitschaft des Bauhofs gekoppelt. Im Rahmen der ganzjährigen Rufbereitschaft ist ein Mitarbeiter für eine Woche rund um die Uhr für Feuerwehr und Polizei erreichbar. Seinen sogenannten Notfallanhänger hat das Team dabei mit Absperrmaterialien oder auch Ölbinder bestückt. Zum Einsatz kommt der Anhänger etwa bei Verkehrsunfällen, Sturm- oder Wasserschäden. 

Eine Aufgabe des Bauhofs wurde bislang allerdings noch nicht erwähnt. „Wir sind der einzige Bauhof im Landkreis Cloppenburg, der über einen Kanalspülwagen verfügt“, sagt Andreas Hempen. 145 Kilometer umfasse das Schmutzwasserkanalnetz der Stadt, ergänzt Armin Nöh. Dieses müsse ein- bis zweimal im Jahr komplett durchgespült werden. Hinzu kämen noch 130 Kilometer Regenwasserkanäle, die bei Bedarf gereinigt würden. 

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