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Winkel verzichtet auf erneute Bewerbung für das Landratsamt

Der Jurist aus Lohne geht 2021 in den Ruhestand. Aus der CDU kommt Bedauern für diese Entscheidung. Als mögliche Nachfolger werden der Erste Kreisrat Heinen und Lohnes Bürgermeister Gerdesmeyer gehand

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Entscheidung gefallen: Herbert Winkel wird sich nicht erneut für den Spitzenposten beim Landkreis Vechta bewerben. Foto: M. Niehues

Entscheidung gefallen: Herbert Winkel wird sich nicht erneut für den Spitzenposten beim Landkreis Vechta bewerben. Foto: M. Niehues

Vechtas Landrat Herbert Winkel (CDU) wird bei den Kommunalwahlen im Herbst 2021 nicht für eine weitere Amtszeit kandidieren. Der 64-jährige Jurist aus Lohne habe sich diese Entscheidung „gut überlegt“ und mit seiner Ehefrau und der Familie besprochen. „Auch wenn mir die Arbeit im Kreishaus viel Freude bereitet, werde ich nicht erneut antreten“, teilte Winkel mit. Die nächste Amtsperiode dauert fünf Jahre. Winkel hätte also bei erneuter Kandidatur bis zu seinem 70. Lebensjahr tätig sein müssen.

Damit ist in der CDU das Rennen um die Landratskandidatur 2021 eröffnet. Interesse und gute Chancen werden in Parteikreisen dem Lohner Bürgermeister Tobias Gerdesmeyer und dem Ersten Kreisrat Hartmut Heinen aus Vechta nachgesagt.

Der CDU-Kreisvorsitzende André Hüttemeyer aus Visbek lobte „die großen Leistungen Winkels“ und kündigte ein gemeinsames Vorgehen von Kreisvorstand und Kreistagsfraktion bei der Kandidatenfindung an. Gleichlautend äußerte sich Fraktionschefin Sabine Meyer aus Dinklage. Sie bedauere Winkels Entscheidung, könne sie aber nachvollziehen.

Er setzt Akzente - auch gegen Widerstände aus der eigenen Partei

Winkel betonte am Montagabend in der CDU-Kreistagsfraktion, zentrale Wahlversprechen gehalten zu haben. So sei mit dem Ausbau des Breitbandnetzes begonnen und der Anrufbus Moobil+ auf die Straße gebracht worden. Im Schulbau sei kräftig investiert worden.

Auch im Umweltschutz setzte Winkel Akzente – gegen Widerstände in CDU-Fraktion, Landwirtschaft und unter Bürgermeistern. So initiierte der Landrat ein Brunnenprogramm zur Messung von Nitratwerten im Grundwasser, die Aufarbeitung der von Kommunen über Jahre versäumten Öko-Kompensation und trieb die Unterschutzstellung von Landschafts- und Naturgebieten voran. 

Der Landrat kündigte an, im verbleibenden Amtsjahr vor allem das Kreisentwicklungskonzept vorantreiben zu wollen. Winkel begann seine Tätigkeit beim Landkreis vor 22 Jahren als Erster Kreisrat. Bei den Landratswahlen im Mai 2014 wurde Winkel mit 81,13 Prozent gewählt.

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