Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Windenergie: Garrel will neue Studie in Auftrag geben

Weil sich die Rechtslage auf mehreren Ebenen geändert hat, will Garrel seine Standortpotenzialstudie "Wind" auf den neuesten Stand bringen. Dafür sollen etwa 35.000 Euro in die Hand genommen werden.

Artikel teilen:
Die Gemeinde Garrel will ihre Standortpotenzialstudie "Wind" aktualisieren lassen. Symbolbild: dpa

Die Gemeinde Garrel will ihre Standortpotenzialstudie "Wind" aktualisieren lassen. Symbolbild: dpa

Die Gemeinde Garrel will ihre vor Jahren erstellte Standortpotenzialstudie "Wind" aktualisieren lassen. Ein Planungsbüro soll den Auftrag übernehmen. Kostenpunkt: 35.000 Euro. Der Planungs- und Verkehrsausschuss stimmte dem Vorhaben einstimmig zu.

Hintergrund dieser Entscheidung: Bis zum Jahr 2030 soll sich der Strom, der durch erneuerbare Energien erzeugt wird, verdoppelt haben. Eine wichtige Rolle spielt hierbei das „Wind-an-Land-Gesetz“, das den Ausbau der Windenergie in Deutschland deutlich schneller voranbringen soll. Dafür müssen entsprechende Flächen ausgewiesen werden. In welchem prozentualen Anteil diese auf die Länder, Landkreise und Kommunen heruntergebrochen werden, steht noch nicht fest.

Studie soll als Entscheidungsgrundlage dienen

Um Windparkstandorte innerhalb der Gemeinde Garrel ausweisen zu können, muss der Flächennutzungsplan auf der Grundlage eines nachvollziehbaren, schlüssigen Planungskonzeptes mit fundierter Standortdiskussion geändert werden. Weil es in den vergangenen Jahren im Bereich der Planung von Windenergieanlagen und somit auch bei der Erstellung von Standortpotenzialstudien gravierende Entwicklungen gab, hält die Verwaltung es für notwendig, eine neue Potenzialstudie erarbeiten zu lassen – insbesondere vor dem Hintergrund aktueller Windparkplanungen. Im Bereich Beverbrucher Straße soll ein weiterer Windpark entstehen. Zudem soll die Studie auch als Entscheidungsgrundlage dienen. 

In einem älteren Flächennutzungsplanverfahren wurde beschlossen, dass außerhalb von ausgewiesenen Windkraftflächen keine Windräder gebaut werden können. Doch die Rechtslage hat sich geändert. Demnach sei eine eindeutige Unterscheidung von Ausschlussflächen aufgrund „harter und weicher“ Ausschlusskriterien notwendig, so die Verwaltung. Ziel der Planung sollte auch sein, die Ausschlusswirkung rechtlich sicher zu gestalten.

Der neue Newsletter für Friesoythe. Immer am Donnerstag das Wichtigste aus der Eisenstadt in ihrem Postfach. So verpassen Sie nichts mehr.  Jetzt hier kostenlos anmelden

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Windenergie: Garrel will neue Studie in Auftrag geben - OM online