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Wiese weist Kritik an Brücke ab

Die Verbindung zwischen Stapelfeld und Vahren stößt offenbar auf Bedenken. Die Auffahrrampe ist laut Bürgermeister die einzige Chance, die direkte Strecke zwischen den Dörfern zu erhalten

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Gewunden über die Bundesstraße: So wie an der B 72 in den Bührener Tannen soll ein „Anschlussohr“ (im Hintergrund) in Stapelfeld zu einer Brücke führen, die Stapelfeld und Vahren verbindet. Sonst würden die Dörfer getrennt.   Foto: Kreke

Gewunden über die Bundesstraße: So wie an der B 72 in den Bührener Tannen soll ein „Anschlussohr“ (im Hintergrund) in Stapelfeld zu einer Brücke führen, die Stapelfeld und Vahren verbindet. Sonst würden die Dörfer getrennt.   Foto: Kreke

In einem geradezu flammenden Plädoyer hat der Cloppenburger Bürgermeister den Brückenbau über die Europastraße 233 in Stapelfeld verteidigt. Auf eine eher zaghafte Nachfrage der SPD zum Sachstand des Vorhabens sagt Wiese im Planungsausschuss des Rates: „Wir würden einen großen Fehler begehen, wenn wir das jetzt wieder infrage stellen.“

Letztlich geht es laut Wiese um den Erhalt der „historischen Verbindung“ beider Dörfer, die einst sogar durch eine Kreisstraße gekoppelt waren. Mit dem geplanten vierspurigen Ausbau der E 233 sollte damit Schluss sein: Die Planer strichen die bestehende Kreuzung Lankenweg/Bundesstraße und Stapelfelder Kirchstraße komplett zugunsten der durchgehenden Fahrbahnen. Nur noch über den Umweg Neuendamm/B68, so der Plan, sollten die Dörfer erreichbar bleiben.

Die Stadt legte Protest ein. „Wir haben‘s mit vielen Begründungen geschafft“, sagte Wiese: „Jetzt ist es endlich soweit und nun kommen ein paar Anlieger, die‘s stört und die lieber eine Sackgasse hätten.“

Bürgermeister will Bund als Geldgeber nicht verlieren

Wiese warnte die SPD und den gesamten Ausschuss eindringlich davor, an der Brückenlösung auch nur zu rühren. Der Bund als Geldgeber warte nur auf eine Chance, die mühsam erkämpfte Verbindung wegen der hohen Kosten wieder einzukassieren. Das sei schon einmal versucht und von der Stadt abgewiesen worden, erinnerte der Bürgermeister.

Das gewundene „Anschluss­ohr“ an der Ecke Langenweg/Blankenborg ist nötig geworden, weil eine gerade Auffahrrampe bis in die Mitte des Dorfes vor die Katholische Akedemie gereicht hätte. Das hätte praktisch eine Trennungslinie durch den Ort gezogen. Eine ersatzweise erwogenen Unterführung unter der Bundesstraße scheiterte nach Angaben von Wiese an den Grundwasserständen.

Ähnlich mühselig verliefen im Übrigen die Verhandlungen der Stadt um einen besseren Lärmschutz entlang der E 233. Das gesamte Stadtgebiet sollte ursprünglich nicht mit einer höheren Lärmschutzwand abgeschirmt werden, weil nach den Buchstaben der behördlichen Richtlinien eine Nachbesserung neben der bereits vierspurigen Umgehungsstraße überflüssig sein sollte – trotz des wachsenden Schwerlast-Verkehrs. Jetzt werden die neuen wie die alten Abschnitte der Straße gleichermaßen in den Schallschutz aufgenommen.

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