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Wie sich die Corona-Zahlen im Kreis Vechta entwickelt haben

Die Infektionszahlen sind im Oktober deutlich angestiegen. Seit dem 30. September hat sich die Zahl aller Coronafälle fast verdoppelt. Die Ursache sind dabei vor allem viele kleine Ausbruchsherde.

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Seit Anfang Oktober stiegen die Zahlen im Kreis Vechta rasant an. Doch was ist der Grund für diese Entwicklung? Foto: dpa/Frankenberg

Seit Anfang Oktober stiegen die Zahlen im Kreis Vechta rasant an. Doch was ist der Grund für diese Entwicklung? Foto: dpa/Frankenberg

Die Leiterin des Gesundheitsamtes des Landkreises Vechta, Sandra Guhe, sprach von einem "herausfordernden Tag". Ihre Behörde verzeichnete am Mittwoch den Rekordwert von 66 Neuinfektionen mit dem Coronavirus im Kreis Vechta. Der bisherige Höhepunkt in der dynamischen Entwicklung der Corona-Zahlen. Am Donnerstag kamen weitere 58 Coronafälle hinzu. Dabei lagen die Werte bezüglich der 7-Tagesinzidenz im September noch bei einem eher konstant niedrigen Niveau zwischen 10 und 20 Fällen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche – weit entfernt von den kritischen Grenzwerten 35 und 50. Seit Anfang Oktober aber stiegen die Zahlen im Kreis Vechta rasant an. Die Inzidenzwerte lagen seitdem zum Teil deutlich über den Grenzwerten, die Gesamtzahl aller nachgewiesenen Fälle hat sich seit dem 30. September beinahe verdoppelt. Doch welchen Grund hat diese Entwicklung? Ein Überblick über die Veränderungen der Corona-Lage seit Anfang Oktober:

Ausgangssituation (20. bis 30. September): Im gesamten Kreisgebiet gibt es keine Corona-Hotspots. Die Zahlen liegen am 20. September im Kreisgebiet zwischen 0 und 7 aktiven Fällen. Allerdings steigt die Zahl der Personen ab diesem Zeitpunkt vor allem in Lohne und den Nachbarkommunen Dinklage, Steinfeld und Vechta stark an. Der Grund: Mehrere Personen waren nach Informationen von OM online in einem Lohner Betrieb trotz Corona-typischer Symptome zur Arbeit gegangen. Zudem werden etwas später in Lohne eine Schülerin einer berufsbildenden Schule sowie 2 Schüler und eine Lehrerin der Stegemannschule positiv auf das Virus getestet.

Die Folge: In Lohne gibt es am 30. September 14 aktive Fälle und 250 Personen befinden sich in Quarantäne – der Großteil davon Schülerinnen und Schüler. Ebenfalls am 30. September: Die ersten Fälle im Vechtaer Hedwigstift. Eine Bewohnerin und eine Pflegekraft werden positiv getestet.

1. Oktober: Die Corona-Zahlen in Vechta steigen an. In Langförden hat sich eine Familie mit 2 schulpflichtigen Kindern infiziert. Betroffen sind nach Informationen von OM online die Grundschule Langförden und das Gymnasium Antonianum sowie eine Jugendfußballmannschaft. Enge Kontaktpersonen müssen in Quarantäne. Zugleich gibt es weitere Fälle im Hedwigstift (ein Bewohner und 4 Pflegekräfte).

2. Oktober: Nach einer Reihentestung meldet der Landkreis: insgesamt 50 Coronafälle im Hedwigstift. Betroffen sind nun 31 Bewohner und 19 Mitarbeiter. Die Zahl der Menschen in Quarantäne steigt in Vechta deutlich um knapp 110 auf etwa 180 Personen an. Auch im benachbarten Goldenstedt (60) und in Visbek (30) befinden sich nun mehrere Personen in häuslicher Quarantäne. Von 49 an diesem Tag gemeldeten Neuinfektionen haben 6 keinen Bezug zum Altenpflegeheim. Darunter ist zudem erneut ein Schüler aus Lohne. Zugleich wachsen langsam auch die Quarantäne-Zahlen im Süden des Landkreises leicht an – vor allem in Holdorf. 

3. bis 5. Oktober: Kreisweit gibt es 12 weitere bestätigte Infektionen über das Wochenende. Darunter ist erneut ein Bewohner des Hedwigstifts sowie die engen Kontaktpersonen (Besucher/Angehörige) eines Bewohners. Die Stadt Vechta ist mit 54 aktiven Fällen und gut 320 Personen in häuslicher Quarantäne mittlerweile der Corona-Hotspot im Landkreis. In Bakum, Visbek und Goldenstedt verändern sich die Zahlen unterdessen kaum, im Südkreis gibt es vereinzelt erste neue Fälle. In Dinklage sinkt dagegen die Zahl der aktiven Fälle und insbesondere der Personen in Quarantäne wieder. 14 Tage ist der 20. September nun her.

6. Oktober: 15 Neuinfektionen und neue Entwicklungen zum Corona-Ausbruch im Hedwigstift: Als Ergebnis einer weiteren Reihentestung gibt es 7 weitere Infektionen (4 weitere Bewohner und 3 Pflegerinnen und Pfleger). Zudem ist eine Pflegekraft im Haus St. Teresa, einer zweiten Einrichtung der St. Hedwigstiftung, betroffen. Die Kreisstadt kristallisiert sich immer stärker zum zentralen Corona-Hotspot heraus: 60 infizierte Personen und 350 Menschen in Quarantäne.

Unter den Neuinfektionen ist auch ein weiterer Schüler der Stegemannschule, der bereits unter Quarantäne stand. In Lohne gibt es somit nun 17 aktive Fälle, während gleichzeitig die Zahl der Personen in häuslicher Isolation von anfangs 250 auf 210 gesunken ist. Im Nordkreis gibt es kaum Veränderungen, im Südkreis dagegen lassen sich in Damme und Steinfeld weitere Fälle und eine zunehmende Zahl in Quarantäne ausmachen. Ein Grund: Nach Informationen von OM online ist eine Klasse 5 des Gymnasiums betroffen.

7. Oktober: Entwarnung im Haus St. Teresa: Hier gibt es keinen Corona-Ausbruch. Alle Abstriche der Bewohner und Mitarbeiter sind negativ, teilt der Landkreis mit. Es gibt 7 Neuinfektionen – davon 2 in Vechta. Betroffen ist nach Informationen von OM online auch die Overbergschule in Vechta. In Lohne sinken die Quarantäne-Zahlen weiter. Ein anderes Bild im Südkreis: In Holdorf, Damme, Neuenkirchen-Vörden steigen sowohl die Infektionen als auch die Zahl der Bürgerinnen und Bürger in Quarantäne an. Neben der 5. Klasse des Gymnasiums soll es unbestätigten Gerüchten nach auch in einer Grundschule in Damme einen Verdachtsfall geben.

8. Oktober: Das Gesundheitsamt meldet 18 Neuinfektionen. Dabei handelt es sich laut der Behörde um enge Kontaktpersonen. So gibt es in Vechta weitere 5 Fälle. Die Infektionsherde würden zudem "aus unterschiedlichen Bereichen" stammen. Auffällig ist: 7 Neuinfektionen im Südkreis. In Damme und Neuenkirchen-Vörden steigen die Quarantäne-Zahlen weiter an. Darüber hinaus steigen die Zahlen der aktiven Fälle erstmals auch wieder in Bakum und Visbek. Mindestens eine infizierte Person steht dabei im Zusammenhang mit dem größeren Ausbruch in einem Emsteker Schlachthof im Nachbarkreis Cloppenburg.

9. Oktober: In den Südkreis-Kommunen gehen die Zahlen weiter in die Höhe. Es werden 2 Infektionsherde bekannt: Es gibt jeweils einen Coronafall in einer Kita in Damme und in einer Kita in Neuenkirchen. Auch im städtischen Kindergarten in Vechta ist ein Kind infiziert. Zudem wurden erneut im Hedwigstift 2 Bewohner und 4 Pflegekräfte positiv getestet. Die Zahl der Infizierten in Vechta steigt damit auf 73 aktive Fälle. An der Elisabethschule in Vechta ist darüber hinaus ein Lehrer infiziert, der aber im Nachbarlandkreis wohnt.

Unterdessen verlassen in Lohne rund 100 Personen die angeordnete Quarantäne. Die ersten Fälle in der Lohner Stegemannschule sind – passend zum Start der Herbstferien – nun 2 Wochen her. In Bakum und Visbek bleiben die Zahlen konstant, Dinklage und Goldenstedt sind von neuen Infektionen nicht betroffen.

10. Oktober: Nachdem die Quarantäne-Zahlen in Vechta zwischenzeitlich von 350 auf etwa 310 gesunken waren, steigen sie nun wieder deutlich an auf fast 360 Personen. Dies dürfte nach vor allem mit dem Fall im Kindergarten sowie an der Elisabethschule in Zusammenhang stehen. Im Kreisgebiet gibt es 13 Neuinfektionen. Davon lassen sich 4 in Damme und Steinfeld verorten und 5 in Vechta. In Damme befinden sich mittlerweile 109 Menschen in Quarantäne. Mit 3 Neuinfektionen steigen auch in Lohne die Zahlen nun wieder leicht an.

11. und 12. Oktober: Am Sonntag und Montag gibt es mit 7 Neuinfektionen nur leichte Veränderungen bei den aktiven Fallzahlen. Währenddessen aber schießen die Quarantäne-Zahlen in mehreren Kommunen in die Höhe. Einen großen Sprung machen sie in Damme - jetzt 184 Menschen in Quarantäne - und Neuenkirchen-Vörden (Anstieg von 33 auf 75). Der Grund hierfür ist nach Informationen der Redaktion eine private Feier im Dammer Osten.

Es tut sich zudem was in Bakum: Waren am Samstag (10. Oktober) noch 35 Bürgerinnen und Bürger in Quarantäne, sind es am Montag nun 52. Auch in Lohne steigen die Zahlen wieder leicht. Unter den infizierten Personen ist eine Verwaltungsmitarbeiterin des Alten- und Pflegeheims St. Elisabeth-Haus in Lohne.

13. Oktober: Jetzt steigen die Zahlen im Kreis deutlich an: Das Gesundheitsamt meldet 35 neue Coronafälle. 8 Neuinfektionen entfallen erneut auf die Kommunen im Südkreis. Dabei handelt es sich vor allem um enge Kontaktpersonen der Infizierten, da die Quarantäne-Zahlen sich gleichzeitig kaum veränderten. 8 neue Fälle gibt es zudem in der Kreisstadt Vechta - ebenfalls zum großen Teil enge Kontaktpersonen -, darunter aber auch eine weitere Bewohnerin des Hedwigstifts nach einer erneuten Reihentestung.

Der deutlichste Anstieg ist nun jedoch in Lohne zu verzeichnen. Hier sind weiter 14 Menschen mit dem Virus infiziert und mittlerweile 109 Personen in Quarantäne. Darunter ist auch eine Pflegekraft des St. Elisabeth-Haus, die Kontakt zur Verwaltungsmitarbeiterin hatte. Woher die anderen Fälle stammen, ist zunächst unklar.

In Dinklage, Goldenstedt und Visbek kommen nur vereinzelt ein paar Fälle hinzu. In Bakum steigt die Zahl der aktiven Fälle nach dem Anstieg der Personen in Quarantäne nun auf 10.

14. Oktober: Spätestens jetzt wird die Corona-Lage immer unübersichtlicher. Der Landkreis meldet 25 weitere Coronafälle - davon entfallen alleine 10 auf die Kreisstadt. Nach dem ersten Fall im städtischen Kindergarten in Vechta ist ein weiteres Kind betroffen. Dies befand sich allerdings bereits in Quarantäne. Ein neuer Infektionsherd: Unter den Neuinfektionen sind nun auch 5 Bedienstete der Justizvollzugsanstalt (JVA) für Männer in Vechta.

11 Neuinfektionen verortet der Landkreis erneut in Damme, Holdorf, Neuenkirchen-Vörden und Steinfeld. Auch hier handelt es sich wieder zum größten Teil um enge Kontaktpersonen von bereits infizierten Personen. Die Quarantäne-Zahlen verändern sich weiter kaum. Schwerpunkt ist nach Informationen der Redaktion nach einer Feier zudem weiter der Dammer Osten. In Bakum, Goldenstedt und Visbek gibt es nur jeweils einen neuen Fall.

Doch die Neuinfektionen würden nicht nur aus privaten Feiern und  dem Vereinsleben stammen. Sie seien ebenso auf Zusammenkünfte innerhalb des beruflichen Umfeldes - wie etwa Konferenzen und Besprechungen - zurückzuführen, betont das Gesundheitsamt in einer Mitteilung. Das würde die steigenden Infektions- und Quarantäne-Zahlen der vorangegangenen Tage in Lohne erklären. Diese könnten aber auch bereits ein erstes Resultat des größeren Ausbruchsgeschehens einer jesidischen Trauerfeier in Lohne sein, die erst später bekannt wurde. Denn die mehrtägige Feier soll nach Informationen von OM online im Zeitraum vom 5. bis 7. Oktober stattgefunden haben.

15. Oktober: 30 Neuinfektionen im Kreisgebiet - verteilt auf alle Kommunen. Im Südkreis (+7) und in Bakum (+7) handelt es sich um enge Kontaktpersonen, die bereits in Quarantäne waren. Kaum Veränderungen bei den Quarantäne-Zahlen. Ursache für die steigenden Zahlen in Bakum sind nach Informationen von OM online 2 größere Familien, die Kontakt zu Infizierten in Nachbarkreisen hatten.

7 neue Fälle gibt es auch in der Kreisstadt, darunter 3 Mitarbeiter des Polizeikommissariats Vechta. Bei 90 damit aktiven Fällen sinkt nun gleichzeitig die Zahl der Personen in Quarantäne. Die ersten Fälle im Hedwigstift sind nun 14 Tage her. Es kommen auch neue Fälle hinzu, etwa in Visbek, Goldenstedt, Dinklage und Neuenkirchen-Vörden. Hier steigt auch die Zahl der Personen in Quarantäne leicht an. In Lohne befinden sich mittlerweile 140 Personen in häuslicher Isolation, die Fallzahl steigt um 5 Infektionen.

16. Oktober: 16 Neuinfektionen, davon vereinzelt weitere Infektionen in Bakum, Dinklage, Goldenstedt, Visbek und Damme. Nur in Neuenkirchen-Vörden gibt es einen deutlichen Anstieg um 7 infizierte Personen. Hier wächst zudem die Quarantäne-Zahl um 89 auf 106 an.

Den Neuinfektionen stehen 41 genesene Personen gegenüber: der Großteil davon in Vechta. Die aktive Fallzahl sinkt hier um 33 Menschen. Von knapp 300 verlassen 104 Personen die Quarantäne,  der Ausbruch im Hedwigstift ist zu diesem Zeitpunkt mehr als 20 Tage her. Viele der Kontaktpersonen der Betroffenen im Hedwigstift waren am 5. Tag der Quarantäne positiv getestet worden, hatte der Kreis zuvor mitgeteilt. Im städtischen Kindergarten ist ein drittes Kind infiziert. Es gehört ebenfalls zu der Gruppe, für die bereits häusliche Quarantäne angeordnet wurde.

17. und 18. Oktober: Über das Wochenende verzeichnet das Gesundheitsamt im Kreis 53 Neuinfektionen. Neben einzelnen Fällen  - vor allem von Kontaktpersonen - in Damme, Neuenkirchen-Vörden, Dinklage und Visbek, gibt es zudem 8 Neuinfektionen in Bakum. Darunter sind zwei Mitarbeiter der Gemeinde. Auch in Vechta gibt es 8 zusätzliche Coronafälle (insgesamt 61 aktive Fälle), darunter ist nach einem Reihentest in der JVA ein weiterer Bediensteter. In Damme verlassen indes gut 20 Personen die Quarantäne. 

Das sticht heraus: Allein in Lohne kommen über das Wochenende 26 neuinfizierte Personen hinzu und die Zahl der aktuellen Fälle steigt auf 55. 208 Personen befinden sich nun in Quarantäne. 16 Neuinfektionen resultieren nun aus der jesidischen Trauerfeier.

19. Oktober: Es gibt zwar nur 4 Neuinfektionen, aber die Stadt Lohne entwickelt sich zu einem neuen Hotspot. In Lohne gibt es mit 2 weiteren Fällen nun 56 Infizierte, 235 Personen sind in Quarantäne. 2 weitere Fälle gibt es auch in Vechta.

20. Oktober: 33 Neuinfektionen - davon sind 18 auf die Trauerfeier in Lohne zurückzuführen. Doch auch in anderen Orten gibt es nun wieder weitere Fälle: Bakum (3), Damme (3), Dinklage (1), Holdorf (1), Neuenkirchen-Vörden (3) und Steinfeld (4). Der Corona-Schwerpunkt im Landkreis liegt nach einem größeren Ausbruch mittlerweile in Lohne mit 72 aktiven Fällen und 248 Menschen in Quarantäne. Darauf folgt Vechta mit 55 aktiven Fällen und 224 Personen in Quarantäne - obwohl der Ausbruch im Hedwigstift mittlerweile kaum noch eine Rolle spielen dürfte.

21. und 22. Oktober: Die gemeldeten Neuinfektionen erreichen ein Rekordniveau: 66 neue Fälle am Mittwoch und 58 am Donnerstag.

Neben den in der Chronologie genannten Infektionsherden gibt es vereinzelt auch weitere Ursachen für neue Fälle. Neuinfektionen sind so etwa auch auf Reiserückkehrer oder Personen, die Kontakt zu Infizierten aus anderen Landkreisen hatten, zurückzuführen.

Im Gespräch mit OM online bestätigte Guhe, dass es im Kreis Vechta vor allem viele kleinere Infektionsherde gibt, auf die die Neuinfektionen in den Kommunen zurückzuführen sind. Diese habe das Gesundheitsamt unter Kontrolle. Bisher sei es aber immer gelungen, sämtliche Kontaktpersonen zügig zurückzuverfolgen, betonte Guhe. Die Herde seien dadurch schnell unter Kontrolle gebracht worden, sodass eine größere Infektionswirkung verhindert wurde.

So gab es keine weiteren Fälle im St.-Elisabeth-Haus in Lohne und in der JVA Vechta. Wie die Polizeidirektion Oldenburg zudem auf Nachfrage erklärte, ist im Zuge der Reihentestung der Mitarbeiter des Polizeikommissariats Vechta zuletzt nur noch eine weitere Mitarbeiterin positiv getestet worden. In allen 3 Einrichtungen seien aber keine weiteren Tests erforderlich, so Guhe. Im Zuge des Ausbruchs im Hedwigstift hatte das Gesundheitsamt die Bewohner und Pflegekräfte mehrmals wöchentlich getestet. 

Neben den kleinen Infektionsherden bereiten dem Gesundheitsamt aber besonders größere Corona-Ausbrüche Kopfschmerzen. Nach den Ausbrüchen im Hedwigstift, der privaten Feier in Damme und einem Lohner Betrieb, stellt besonders die Infektionslage um die Trauerfeier in Lohne das Amt jetzt vor besondere Herausforderungen: Bisher konnten noch nicht alle Teilnehmer identifiziert werden. Aus den der Kreisverwaltung vorgelegten Teilnehmerlisten sind nicht alle Teilnehmer ersichtlich, da die Listen unvollständig sind. Dort seien rund 160 Teilnehmer aufgeführt, es sind jedoch wissentlich mehr, so die Behörde.

Die Bürgerinnen und Bürger im Kreis Vechta müssen sich damit also voraussichtlich eher noch auf eine Verschärfung der Situation in den kommenden Tagen und Wochen einstellen. Denn: Die Auswirkungen von Infektionsherden machen sich zudem meist erst zwischen dem 5. und 14. Tag - also mit deutlicher Verzögerung - vollends bemerkbar.

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