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Wie lässt sich das Leben in Bakum verbessern?

Die Dorfregion "Bakum-Ost" ist in das niedersächsische Dorfentwicklungsprogramm aufgenommen worden. Nun geht es darum, einen entsprechenden Plan zu erstellen. Da ist auch die Bevölkerung gefragt.

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Mehrere Bakumerinnen und Bakumer besuchten die Informationsveranstaltung in Vestrup bezüglich des Dorfentwicklungsprogramms. Foto: C. Meyer

Mehrere Bakumerinnen und Bakumer besuchten die Informationsveranstaltung in Vestrup bezüglich des Dorfentwicklungsprogramms. Foto: C. Meyer

Etwa 70 Bakumerinnen und Bakumer, so die Schätzung von Bürgermeister Tobias Averbeck, kamen am Dienstagabend in den Saal Hönemann in Vestrup, um sich über den aktuellen Stand des Dorfentwicklungsplans "Bakum-Ost" zu informieren. Holger Brörkens von der Niedersächsischen Landesgesellschaft (NLG) und Patricia Bonney vom Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems erklärten den Anwesenden, was im Rahmen des Dorfentwicklungsplans gefördert werden kann.

Die Dorfregion "Bakum-Ost" wurde im März 2021 ins Dorfentwicklungsprogramm des Landes Niedersachsen aufgenommen, wie der Bürgermeister in seiner Einführung erläuterte. Zur Dorfregion gehören neben Bakum selbst die Bauerschaften Büschel, Daren, Elmelage, Harme, Lohe, Märschendorf, Molkenstraße, Schledehausen und Westerbakum. Bei der Antragstellung 2020 ging es darum, Ortsteile zu berücksichtigen, die zuvor noch nicht Teil einer Dorferneuerung waren – wie Vestrup, Hausstette, Carum und Lüsche, so Averbeck. "Bakum-Ost" habe somit künftig die Möglichkeit, Fördermittel in Anspruch zu nehmen. Nun gehe es darum, möglichst bis September ein Programm zu erarbeiten. Die Versammlung diene dazu, Ideen aus der Bevölkerung miteinzubringen.

Arbeitskreis tauscht sich seit einigen Monaten schon aus

Insgesamt gehe es um eine zukunftsorientierte Dorfentwicklung, sagte Patricia Bonney. Die betreffe nicht nur öffentliche, sondern auch private Initiativen. Wichtig sei dabei, dass typische Dorfelemente gestärkt und traditionelle Werte gesichert werden. Dabei kann es sich um ortsbildprägende Gebäude handeln, die umgenutzt werden sollen, oder Projekte, die das innerörtliche Gemeinschaftsleben stärken, zählte Bonney unter anderem auf. Die Sportstättenförderung sei mittlerweile nicht mehr Teil des Programms, machte sie klar. Um sich von der Konkurrenz im Ranking abzuheben – es müssen projektbezogene Förderanträge gestellt werden – sei es wichtig, dass die Initiative möglichst ein Alleinstellungsmerkmal hat und ein Gewinn für die Dorfgemeinschaft ist. Bonney ging kurz auf die verschiedenen Fördersätze ein und nannte einige Beispiele, die förderfähig sind.

Die Arbeit zur Erstellung des Dorfentwicklungsplans für die Dorfregion "Bakum-Ost" sei Ende des vergangenen Jahres mit einem Arbeitskreis aufgenommen worden, sagte Holger Brörkens. 18 Personen aus dem Kernort sowie den betroffenen Bauerschaften beteiligen sich an dem Arbeitskreis. Es wird damit gerechnet, dass der Plan bis zum Ende des Jahres steht, sodass im kommenden Jahr die Förderanträge gestellt werden können.

Aus den Fragen der Anwesenden ließ sich erahnen, dass einige Bakumerinnen und Bakumer bereits konkrete Vorstellungen davon haben, wie sich ihre Bauerschaft oder Nachbarschaft dorfverträglich aufwerten lässt. Nach den Vorträgen setzten sich mehrere von ihnen zusammen und tauschten sich über ihre Ideen aus.

  • Info: Einwohnerinnen und Einwohner der Dorfregion "Bakum-Ost" können sich bei Interesse an Holger Brörkens (E-Mail:Holger.Broerkens@nlg.de) oder Jan Rommert (E-Mail: Jan.Rommert@nlg.de) von der NLG oder an die Gemeindeverwaltung wenden. Weitere Informationen finden sich außerdem auf der Homepage der Gemeinde.

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