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Wie lässt sich bürgerschaftliches Engagement fördern?

Die Bürgerstiftung Neuenkirchen-Vörden lud zum 3. Bürgerforum ein. In diesem wurden Ideen für die Zukunft der gemeinnützigen Stiftung diskutiert.

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In zwei Arbeitsgruppen wurden Ideen für die Bürgerstiftung Neuenkirchen-Vörden entwickelt. Foto: Oevermann

In zwei Arbeitsgruppen wurden Ideen für die Bürgerstiftung Neuenkirchen-Vörden entwickelt. Foto: Oevermann

Neuenkirchen-Vörden ohne die Bürgerstiftung? Das ist mittlerweile in der Südkreis-Kommune nahezu unvorstellbar. In vielen Bereichen des täglichen Lebens ist die 2006 gegründete Bürgerstiftung Neuenkirchen-Vörden unterstützend tätig und möchte dies gerne ausbauen. Aber wie und in welcher Form? Mit dieser Fragestellung befasste sich das 3. Bürgerforum der gemeinnützigen Stiftung, das im Vördener Gasthof Wellmann mit mehr als 70 Teilnehmern ausgerichtet wurde.

Moderiert wurde die Veranstaltung von Carsten Bye. Zusammen mit dem Stiftungsvorsitzenden und Gründer Norbert Feldkamp ging er auf die Historie der Stiftung und ihre aktuellen Tätigkeiten ein. Mittlerweile sind laut Feldkamp 135 bis 150 Menschen ehrenamtlich für die verschiedensten Projekte der Stiftung tätig. Doch es könnten gerne auch 200 werden, meinte Carsten Bye.

Bürgerschaftliches Engagement hat sich gewandelt

Aber wie lässt sich das fördern? Denn auch die Bürgerstiftung ist, wie so viele andere Vereine und Institutionen auch, auf der ständigen Suche nach ehrenamtlich tätigen Menschen. Das bürgerschaftliche Engagement hat sich gewandelt, meinte Professor Dr. Rolf Wortmann von der Hochschule Osnabrück. "Jugendliche engagieren sich anders, nicht mehr in Kirchen, größeren Vereinen oder Gewerkschaften", so Wortmann. Der Grund liege auf der Hand. Diese wollen nicht das kleine Rad innerhalb eines großen und sehr bürokratisch und formalisierten Getriebes spielen. Stattdessen soll die ehrenamtliche Tätigkeit übersichtlich und zweckorientiert sein. Sie wollen das Gefühl haben, auch wirklich etwas zu bewegen, so Wortmann. Zudem müsse aktiv auf die Menschen zugegangen werden, um sie für eine solche Arbeit motivieren zu können. Der soziale Druck, eine solche Tätigkeit als Pflicht-Gefühl auszuüben, sinke, vielmehr werde ein solches, selbst gewähltes Engagement ausgeübt, um für sich selbst und der Gesellschaft aktiv was zu bewegen.

Norbert Feldkamp und Carsten Bye (von links) stellten die verschiedensten Projekte der Bürgerstiftung vor. Foto: OevermannNorbert Feldkamp und Carsten Bye (von links) stellten die verschiedensten Projekte der Bürgerstiftung vor. Foto: Oevermann

Wie ein solches Engagement aussehen könnte, darüber wurde in zwei kleinen Arbeitsgruppen diskutiert. Welche Aufgaben könnte dabei die Bürgerstiftung Neuenkirchen-Vörden für die Gesellschaft, aber auch für jeden Einzelnen übernehmen? Was könnte besser gemacht werden?

Bessere Kommunikation ist erforderlich

Auch hier kam zum Vorschein, dass Wege gefunden werden müssen, die Begeisterung für das bürgerschaftliche Engagement in Vereinen und anderen Organisationen zu wecken. Menschen müssten mehr für ein ehrenamtliches Engagement begeistert werden. Hierbei sei eine bessere Kommunikation innerhalb der Gemeinde und der Bürgerstiftung zwingend erforderlich. Außerdem kämen die Belange der Kinder und Jugendlichen in der Gemeinde viel zu kurz und ausländische Mitbürger müssten mehr mit eingebunden werden.

"Wir werden die gesammelten Ideen und Erkenntnisse analysieren, bewerten und ausloten, was man wie umsetzen kann", sagte Vorstandsmitglied Dennis Brömlage auf Nachfrage,

  • Info: Wer sich in der Bürgerstiftung engagieren möchte – auch finanziell durch Spenden, Zustiftungen oder über den neuen Stiftungsfonds ist herzlich eingeladen, sich bei der Bürgerstiftung zu melden unter info@buergerstiftung-nv.de und 05493/912 88 22.

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