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Wie kann Goldenstedt mehr für den Klimaschutz tun?

Die IGG-Fraktion hat einen umfangreichen Antrag bei der Verwaltung eingereicht. Die bisherigen Nachhaltigkeitsbemühungen sollen auf den Prüfstand.

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Bürgerwindpark für Goldenstedt? Die IGG-Fraktion könnte sich das vorstellen. Symbolbild: dpa/Charisius

Bürgerwindpark für Goldenstedt? Die IGG-Fraktion könnte sich das vorstellen. Symbolbild: dpa/Charisius

Goldenstedt hat sich Nachhaltigkeit auf die Fahne geschrieben. 2019 wurde deshalb das Projekt „Goldenstedt 2030“ ins Leben gerufen. Ein Ziel ist unter anderem, eine klimaneutrale Kommune zu werden. Die Gemeinderatsfraktion der Interessengemeinschaft für eine sinnvolle Gemeindegestaltung Goldenstedt (IGG) fordert in diesem Zusammenhang in einem Antrag eine Art Bestandsaufnahme ein.

So soll nach Ansicht der Fraktion untersucht werden, wie der energetische Zustand der öffentlichen Gebäude der Gemeinde und wie autark Goldenstedt in Sachen Energieerzeugung ist. Dabei soll es konkret darum gehen herauszufinden, wie effektiv der Wärmeschutz derzeit ist und wie wirtschaftlich die installierten Heizungsanlagen arbeiten, wie aus dem Antrag hervorgeht. Andererseits sollen Techniken und Methoden aufgezeigt werden, wie Wärme und Strom kostengünstiger erzeugt werden können, und es soll ermittelt werden, welche Fördermöglichkeiten es dahingehend gibt.

Ein Bürgerwindpark für Goldenstedt?

Die IGG-Fraktion schlägt deshalb einige Energiegewinnungstechniken vor, die auf ihre Tauglichkeit für die Gemeinde überprüft werden sollen. Eine Option sei die Windenergie, heißt es. Konkret schwebt der Fraktion das Modell eines Bürgerwindparks vor, wie Fraktionsvorsitzender Dieter Rohnstock wissen lässt. Die Verwaltung soll deshalb mögliche Standorte überprüfen. Es ginge gar nicht darum, diesen Windpark möglichst groß zu errichten. Rohnstock sei auch bewusst, dass viele nicht unbedingt eine Windkraftanlage vor der Haustür stehen haben wollen. Im Fokus stehen soll die „Verantwortung der Bürger in unserer Gemeinde für kommende Generationen“, wie es in dem Antrag heißt. Dem Fraktionsvorsitzenden zufolge gebe es auch kleinere Anlagen, die seiner Meinung nach infrage kommen können.

Weitere mögliche Alternativen seien Photovoltaik, Blockheizkraftwerke sowie die „Nutzung von Abfallhölzern vor dem Hintergrund diverser ansässiger Sägewerke und Holzabfälle“, zählt die IGG-Fraktion in ihrem Antrag auf. Weiterhin soll überprüft werden, wie die Abwärme von vorhandenen und künftigen Biogasanlagen genutzt werden kann, die derzeit noch in die Atmosphäre abgegeben werde. Weitere Optionen seien Luftwärmepumpen sowie die Geothermie.

Handlungsempfehlungen für Gewerbegebiete

Überdies beschäftigt sich die IGG-Fraktion in ihrem Antrag mit der Gestaltung der Gewerbegebiete in der Gemeinde Goldenstedt. So soll eine entsprechende Satzung erstellt werden. Flachdächer von Gebäuden bis 15 Grad Dachneigung sollen mit einem Gründach ausgestattet, Freiflächen ökologisch gestaltet werden. Dafür sollte die Naturschutzbeauftragte der Gemeinde, Maria Buschenhenke, zurate gezogen werden, schlägt die Fraktion vor. Der Versiegelungsgrad soll möglichst gering gehalten werden. Das Ganze soll zudem nicht nur für Neubau-Projekte gelten. Eigentümerinnen und Eigentümer bestehender Gewerbeflächen sollen ebenfalls hinsichtlich derartiger Maßnahmen beraten werden.

„Aufgrund der Komplexität des IGG-Antrages sowie der dadurch zu erwartenden erheblichen personellen Kapazitätsbindung hier im Hause soll in der kommenden Woche zunächst ein Abstimmungsgespräch bezüglich der weiteren Bearbeitung des Antrags zwischen den betroffenen Verwaltungsakteuren (Bauleitplanung, Klima- und Naturschutzmanagerin, Hauptamt, Liegenschaften) stattfinden“, heißt es dazu von der Goldenstedter Verwaltung. Der Antrag werde daraufhin – nach entsprechender Vorbereitung – nach den Bestimmungen der Geschäftsordnung des Rates der Gemeinde Goldenstedt den politischen Gremien zur Beratung vorgelegt.

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