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Wie eine unübersichtliche Kreuzung in Holdorf übersichtlicher werden soll

Die Verkehrssituation an den Straßen Im kleinen Esch und Osterort ist unbefriedigend. Kurzfristig sollen Fahrbahnmarkierungen helfen. Mittelfristig schlug der Bürgermeister zwei weitere Lösungen vor.

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Ein Gefahrenpunkt: Die Kreuzung Im kleinen Esch / Osterort in Holdorf. Foto: Böckmann

Ein Gefahrenpunkt: Die Kreuzung Im kleinen Esch / Osterort in Holdorf. Foto: Böckmann

Die Gemeinde Holdorf möchte die Verkehrssituation an der unübersichtlichen Kreuzung Im kleinen Esch / Osterort verbessern. Kurzfristig mit einer Fahrbahnmarkierung, mittelfristig hat die Verwaltung zwei andere Lösungsvarianten im Kopf. Das ist das Ergebnis aus der Sitzung des neu geschaffenen Ausschusses für Digitales und Infrastruktur. "Es gibt Handlungsbedarf", sagte der Vorsitzende Stefan Witte (CDU). "Wir müssen etwas machen, um die Kreuzung zu entschärfen." Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug ergänzte: Die Kreuzung sei eine Gefahrenstelle, wenngleich es seines Wissen nach dort noch keine Unfälle gegeben habe.

An dem Einmündungsbereich gibt es zwei Probleme. Erstens: Kommen sich zwei Fahrzeuge an der Einengung Richtung Osterort entgegen, wird es eng, sehr eng. Denn die Fahrbahn ist einspurig. Einer der beiden Verkehrsteilnehmer müsste dann zwangsläufig rückwärts fahren, um Platz zu schaffen. Zuhörerin Monika Siefke (IGeHo) hat es hingegen schon mehrmals erlebt, dass zunächst kein Autofahrer nachgeben wollte – und es dadurch zum Stau gekommen sei. 

Umwandlung zur Einbahnstraße Im Kleinen Esch sei laut Krug nicht optimal

Problem Nummer zwei: Die Sicht in den Kreuzungsbereich ist wegen des dort bebauten Grundstücks schlecht. Wer aus der Straße Im kleinen Esch in den Osterort einbiegen möchte, sieht Verkehrsteilnehmer erst, wenn er an der Straße hält – wenn überhaupt. Gleichzeitig lädt der Osterort aus Richtung Sportzentrum und Kreisel kommend wegen seiner langen, geraden Straßenführung vermutlich manchen Autofahrer dazu ein, schneller als die erlaubten 50 Stundenkilometer zu fahren.

Den Vorschlag von Bürgermeister Dr. Krug, kurzfristig Fahrbahnmarkierungen in Form von drei Warnstreifen anzulegen, unterstützten die Fachpolitiker. Dies sei zunächst die einfachste, schnellste und finanziell vertretbarste Möglichkeit, um die Situation zu entschärfen, meinte der Verwaltungschef. Und: Auf der Badberger Straße und Im Himmelreich habe die Gemeinde damit gute Erfahrungen gemacht. 

Nicht ideal findet Krug eine Einbahnstraße Im Kleinen Esch. Denn dann gebe es keine direkte Zuwegung zum Wohngebiet Am Lagerweg, sondern nur – umständlich – über die Industriestraße. Den Vorschlag der Verwaltung, Spiegel anzubringen, lehnte indes die Verkehrskommission des Landkreises Vechta ab. Die Begründung: Es würde zu lange dauern, bis die Verkehrsteilnehmer dieses System verstünden.

Gemeinde möchte Fläche kaufen, um Kreuzung umzubauen

Und wie möchte die Gemeinde Holdorf nun langfristig das Problem lösen? Wie Bürgermeister Krug berichtete, hat die Verwaltung die Gespräche mit dem Grundstückseigentümer des Gebäudes Im kleinen Esch wieder aufgenommen. Die Gemeinde möchte einen Teil der Fläche kaufen, um die Kreuzung umzubauen. Finanziert werden könnte dies aus den Mitteln für das Städtebauförderungsprogramm "Lebendige Zentren".

Schlechte Sicht: Wer von der Einengung Im kleinen Esch auf den Osterort abbiegt, kann erst sehr spät sehen, ob von links ein Verkehrsteilnehmer kommt. Foto: BöckmannSchlechte Sicht: Wer von der Einengung Im kleinen Esch auf den Osterort abbiegt, kann erst sehr spät sehen, ob von links ein Verkehrsteilnehmer kommt. Foto: Böckmann

Vorschlag zwei des Bürgermeisters: Sollten Gemeinde und Grundstückseigentümer nicht auf einen Nenner kommen, soll die Kreuzung auch bei den Planungen für den Bürgerpark auf der Wiese am Osterort / Ostring miteinfließen. Die Verkehrsführung soll dann  laut Krug zumindest so verändert werden, dass der Osterort keine gerade Durchgangsstraße mehr ist. 


Themen aus dem Digital- und Infrastrukturausschuss:

  • Der Landkreis Vechta hat den Antrag der Gemeinde Holdorf auf eine Fußgängerampel in der Ortsdurchfahrt in Fladderlohausen abgelehnt. Die Begründung: Weil in Fladderlohausen bereits eine Querungshilfe für Fußgänger installiert wird, sieht die Kreisbehörde für eine Ampel keine Notwendigkeit. Der Lorser Ratsherr Mario Stickfort (CDU) regte jedoch an, dass die Gemeinde bei dem Thema am Ball bleiben müsse. Denn der Verkehr in Fladderlohausen dürfte die nächsten Jahre zunehmen, wenn er wegen der Bauarbeiten auf der A1 über Fladderlohausen umgeleitet wird. Wie schnell in dem Ortsteil gefahren wird, möchte die Gemeinde unterdessen mit ihrem Geschwindigkeitsgerät messen.
  • Wie viel Geld soll die Gemeinde Holdorf 2022 für die Straßensanierung und -unterhaltung ausgeben? Thomas Deters (IGeHo) schlug vor, die Ansätze von 200.000 Euro auf 250.000 Euro (für die Sanierung) und von 100.000 Euro auf 150.000 Euro (für die Unterhaltung) zu erhöhen. Unterstützung erhielt er von der SPD. Das sah die CDU anders, man solle erst die Haushaltsberatungen abwarten. Die Diskussion wurde deshalb (noch) nicht weiter vertieft.
  • Die Straße Dopheide im Gewerbegebiet Holdorf-Ost wird um rund 90 Meter verlängert. Der Grund: Die Firma Schröder Landmaschinen aus Ihorst möchte sich dort ansiedeln.
  • Der Endausbau für die Straßen im Baugebiet Bäkeesch I. soll Anfang Januar erfolgen.
  • Die geplante Verlegung von Rasengittersteinen auf mehreren Straßen, vor allem im Außenbereich, soll 2022 beginnen.
  • Der stark sanierungsbedürftige Betonplattenweg an der Badberger Straße auf Höhe der Hofstelle Honkomp wird Anfang Dezember grunderneuert und asphaltiert.

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