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Wie das Moor- und Fehnmuseum zur Comic-Werkstatt wird

Der Workshop war flott ausgebucht. Denn den Kindern gefiel nicht nur das Thema, sondern auch die Art der Umsetzung.

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Die Kinder stellten die fertigen Comics zum Abschluss der Workshop-Woche vor. Workshopleiterin Birgit Hedemann und Museumsleiter Antje Hoffmann (3. und 4. von links) unterstützten sie. Foto: Passmann

Die Kinder stellten die fertigen Comics zum Abschluss der Workshop-Woche vor. Workshopleiterin Birgit Hedemann und Museumsleiter Antje Hoffmann (3. und 4. von links) unterstützten sie. Foto: Passmann

Bunte Bilder, dazu witzige Sprüche in Denk- oder Sprechblasen: Wer einen Comic verfassen will, sollte sehr kreativ sein. Die Teilnehmenden des Comic-Workshops, der Anfang der Woche im Moor- und Fehnmuseum Elisabethfehn startete, waren es.

Das Angebot richtete sich an Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren. Sie nutzen ihre Freizeit in den Sommerferien, um eigene Geschichten zu erfinden und diese zum Comic zu machen.

„Ein Tag im Ostermoor“ – unter diesem Motto stand der bis Freitag andauernde Workshop unter der Leitung von Kinderbuchautorin Birgit Hedemann aus Rastede. Die Workshopleiterin hat bereits zwei Bücher verfasst: „Abenteuer im Oldenburger Land“ und „Moore in Deutschland“. „Diese Bücher gibt es bei uns im Museum zu kaufen und darüber ist auch der Kontakt zu Birgit Hedemann entstanden“, erklärt Museumsleiterin Antje Hoffmann.

Ein "mooriges" Thema sollten die Comics in diesem Fall schon haben. Im Mittelpunkt stand daher natürlich das Museum am Elisabethfehnkanal. So gab es vor dem Startschuss einen Rundgang. Die sieben Schüler der Integrierten Gesamtschule (IGS) Barßel und Sophie von der Marienschule Strücklingen hatten sichtlich Spaß dabei.

Gedrucktes Comic-Heft mit allen Geschichten

Statt die einzelnen Bilder dann mit Stiften auf Papier zu zeichnen, arbeiteten die Kinder mit iPads, Apple Pencil und verschiedenen Programmen. Es wurden Fotos von Figuren gemacht, Hintergründe und Gegenstände gesucht, Bilder verfremdet oder selbst gezeichnet. Zur Abschluss-Präsentation waren die Familien eingeladen. Zusätzlich bekam jedes Kind ein gedrucktes Comic-Heft mit allen Geschichten, die im Laufe der Woche entstanden sind.

Für die Arbeit mit der Technik war Workshop-Leiterin und Kinderbuchautorin Birgit Hedemann zuständig, die zugleich auch die Geräte stellte. Unterstützung gab es aus der Museumspädagogik mit Janne Hansen und Hilke Ostendörp.

„Ich habe in meinem Comic zwei Personen entworfen, die in das Museum kommen und sich da umschauen. Ich lasse dabei auch Gegenstände sprechen“Amine

Im Elisabethfehner Museum fand zum ersten Mal ein solcher Workshop statt. Das Konzept hat Birgit Hedemann entwickelt. Die digitale Variante komme bei den Kindern besser an, als das Zeichnen mit dem Buntstift, sagt sie. In der Tat waren die Teilnehmerplätze heiß begehrt.

„Ich habe in meinem Comic zwei Personen entworfen, die in das Museum kommen und sich da umschauen. Ich lasse dabei auch Gegenstände sprechen“, erklärte Amine bei ihrer Präsentation. Sophie von der Marienschule Strücklingen ließ Mutter und Tochter in ein Schlammbad des Museums eintauchen und Mäuse finden. Mutter und Tochter versuchten nun, die Tiere zu vertreiben, umschrieb das Mädchen ihre Fantasie.

Wie Museumsleiterin Antje Hoffmann erklärte, sollen Kreativität und die Freude am Geschichtenerzählen gefördert werden. „Der Workshop, der durch das Programm 'Startklar in die Zukunft' mit Mitteln des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung sowie des Kultusministeriums gefördert wird, wird bei uns gut angenommen“, sagte Antje Hoffmann.

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