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Wie Bühren dem Überhang an Krippenkindern gerecht werden will

Seit Kurzem sind die Kinder der "Blauen Gruppe" in einem Holzbau untergebracht. Die Regelung ist auf 2 Jahre angelegt. Bis dahin werden die baulichen Erweiterungsmaßnahmen am Kindergarten umgesetzt.

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Gute Lösung (von links): Bürgermeister Michael Fischer, Kindertages-stättenleiterin Silke Niehaus, Erzieherin Annette Arnke und Bauamtsleiter Franz-Josef Rump im Gruppenraum des Holzbaus. Foto: Heinzel

Gute Lösung (von links): Bürgermeister Michael Fischer, Kindertages-stättenleiterin Silke Niehaus, Erzieherin Annette Arnke und Bauamtsleiter Franz-Josef Rump im Gruppenraum des Holzbaus. Foto: Heinzel

Es ist ein modularer Holzbau, in dem die Krippenkinder der „Blauen Gruppe“ in Bühren für die nächsten 2 Jahre als Übergangslösung untergebracht sind. „Wir haben gute Erfahrungen damit gemacht“, sagt Michael Fischer. Er meint die nahezu baugleiche Lösung am Kindergarten St. Franziskus in Emstek.

Im Außenbereich ist nicht alles fertig. Die Spielgeräte müssen noch geliefert und aufgestellt sowie der dunkelgraue Doppelstabmattenzaun errichtet werden. Die Kosten für die Maßnahme belaufen sich auf 275.000 Euro. Es sei eine nachhaltige Lösung, da der Holzrahmenbau laut Gemeinde qualitativ hochwertiger und langlebiger sei als eine Containerlösung. Zudem könne er problemlos an anderer Stelle wieder aufgebaut werden.

Im Juni begann die Erschließung des Geländes. Einen Monat später wurden die Wände aufgestellt. Die geplante Eröffnung für Anfang August verzögerte sich um etwa 2 Wochen. Insgesamt betrug die Bauzeit 6 Wochen. Seit dem 22. August werden die ersten Kinder in dem 160 Quadratmeter großen Holzbau mit Garderobe, Büro, Schlaf- und Multifunktionsraum, Sanitärbereichen sowie einem Hauswirtschaftsraum betreut. Von Elternseite hätte es positive Rückmeldungen gegeben. Sie freuten sich darüber, ihre Kinder in Bühren untergebracht zu sehen.

Der Sandkasten ist bereits angelegt: Weitere Spielgeräte wie etwa eine Schaukel sollen folgen. Foto: HeinzelDer Sandkasten ist bereits angelegt: Weitere Spielgeräte wie etwa eine Schaukel sollen folgen. Foto: Heinzel

Annette Arnke und Kim Schlörmann betreuen zwischen 8 und 13 Uhr die „Blaue Gruppe“ in der neuen Außenstelle der Kindertagesstätte St. Johannes der Täufer. Die beiden Erzieherinnen kümmern sich um acht Krippenkinder – also im Alter bis 3 Jahre. Im Januar erhöht sich die Anzahl um weitere vier Kinder, ab Mai ist die Einrichtung komplett belegt. In der Kindertagesstätte sind mit Außenstelle dann 80 Kinder, 30 Krippenkinder und 50 Kindergartenkinder, untergebracht. In der neuen Außenstelle herrsche eine „wachstumsfördernde Atmosphäre“ und die Kinder könnten ihren Bewegungsdrang ausleben, erzählt Annette Arnke. Die „Blaue Gruppe“ gehe täglich spazieren, das gehöre zum Konzept der Einrichtung. „Für die Dorfgemeinschaft ist es wichtig“, sagt Silke Niehaus, die Leiterin der Bührener Kindertagesstätte, über die Begegnung der Kinder mit den älteren Einwohnern des Ortes während dieser Ausflüge.

Silke Niehaus hatte die Gemeinde und den Träger, die Kirchengemeinde St. Laurentius in Langförden, im Januar 2022 darauf hingewiesen, dass es einen großen Überhang an Krippenkindern geben werde. „Wir mussten kurzfristig handeln“, sagt Michael Fischer. Der Gemeinderat habe sich im März für die notwendigen An- und Umbaumaßnahmen sowie diese Übergangslösung entschieden, mit der in den nächsten Jahren Spitzen bei den Kinderzahlen aufgefangen werden könnten, so die Aussage im Ratsbeschluss.

Im Schatten der Kirche wurde der Holzbau errichtet. Foto: HeinzelIm Schatten der Kirche wurde der Holzbau errichtet. Foto: Heinzel

Mit dem Baustart für die Erweiterungsmaßnahmen an der Kindertagesstätte rechnet die Gemeinde für Anfang 2023. Die Bauzeit betrage mindestens ein Jahr. Die Kosten belaufen sich, wie bereits berichtet, auf geschätzte 1,23 Millionen Euro. An Landesmitteln werden 180.000 Euro beigesteuert, an den verbleibenden Kosten beteiligt sich die Kirchengemeinde beziehungsweise das Offizialat mit 10 Prozent (105.000 Euro). Der Landkreiszuschuss beträgt 160.000 Euro, sodass der Anteil der Gemeinde Emstek 784.355 Euro ausmacht. Dieser Kostenansatz gelte weiterhin, so die Gemeinde, die aber zudem darauf verweist, dass die Ausschreibungsergebnisse abgewartet werden müssten und marktbedingte Kostensteigerungen zu erwarten seien.

Silke Niehaus und Annette Arnke freuen sich jedenfalls auf den Zeitpunkt, wenn wieder alle Kinder an einem Ort zusammen betreut werden. Spielgeräte und Einrichtung der Außenstelle ziehen dann an den Hauptstandort um. Der modulare Holzbau kann dann anderweitig genutzt werden.

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