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Wenn Umzüge stressig sind: Wo bleibt das Internet?

Meine Woche: Erst fehlt ein Stück Glasfaser, dann folgt der Kurzschluss im Kupferkabel. Das Warten auf einen Internetanschluss in meiner neuen Wohnung stellte mich auf die Geduldsprobe.

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Ein Kollege schrieb an dieser Stelle einmal, dass ihm Umzüge gefallen. Klar kann zumindest das Einziehen auch Spaß machen, man freut sich ja in der Regel auf das neue Zuhause. Aber aus der eigenen Wohnung auszuziehen, ist für mich purer Stress. Das fängt schon damit an, 10 fremde Menschen durch die eigenen vier Wände zu führen. Zudem muss man den kompletten Hausrat sicher in einen Kastenwagen verstauen und hat dabei immer die Übergabe im Hinterkopf, bei der ja auch alles gut über die Bühne gehen soll.

Nachdem das alles geklappt hat, sind wir wieder beim Einziehen. Ich freue mich auf meine neue Wohnung, wären da nicht die vielen Verträge, um die man sich zu kümmern hat. Gerade in diesem Jahr hat mir das mit Blick auf die Strom- und Gaspreise die ein oder andere Sorgenfalte bereitet. 40 Cent kostete die Kilowattstunde Gas zwischenzeitlich, als ich mich nach neuen Verträgen umschaute. Zusammen mit dem ebenfalls hohen Strompreis hätte ich im Monat etwa 250 Euro allein dafür zahlen müssen, dass ich es warm und hell habe. Da habe ich zwischenzeitlich wirklich daran gedacht, in meiner neuen Wohnung nur noch alle 2 Tage zu duschen. Zum Glück sanken die Preise wieder.

Eine Grundversorgung sollte zur Pflicht werden

Ein anderer Vertrag sollte mich aber noch viel länger beschäftigen. Ich hatte zwar schnell einen Internetanbieter gefunden, der mir einen Glasfaseranschluss anbot. Der Techniker musste mich aber erst einmal enttäuschen: Zwar sind im Haus alle Anschlüsse vorhanden und auch an der Straße liegt Glasfaser. Die wenige Meter von der Straße zum Haus aber fehlten noch. Also muss ich doch wieder auf gute alte Kupferkabel zurückgreifen. Einige Tage später stand wieder ein Technikertermin an. Und wieder folgte die Enttäuschung: Kurzschluss im Kupferkabel. Der Bautrupp wurde informiert und ich stand weiter ohne Internet da. Drei SMS folgten in den kommenden Wochen: „Bitte haben Sie noch etwas Geduld. Die Stelle des beschädigten Kabels ist gefunden und die Instandsetzung veranlasst.“ Na toll.

Warum eigentlich ist es beim Internet nicht genauso wie bei Strom und Gas? Egal wer ein- oder auszieht, das Internet sollte von Anfang an laufen. Eine Grundversorgung sollte zur Pflicht werden. Dann hätte man beim Umzug zumindest eine Sorge weniger.

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