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Wenn sich das Vechtaer Kreishaus in ein echtes Spieleparadies verwandelt

Hunderte Besucher sind zum 4. Spieltakel ins Verwaltungsgebäude an der Ravensberger Straße gekommen – und spielten, was das Zeug hielt.

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Echte Baumeister: Beim "Riesenjenga" mit Pappkartons war jede Menge Geschick gefragt. 

Echte Baumeister: Beim "Riesenjenga" mit Pappkartons war jede Menge Geschick gefragt. 

Der große Sitzungssaal des Vechtaer Kreishauses war am Samstag wieder Schauplatz wegweisender Entscheidungen und des einen oder anderen "taktischen" Manövers. Aber in einer anderen Form als gewohnt. Dort, wo sonst die großen und wichtigen Beschlüsse im Landkreis Vechta gefasst werden, wurden wieder einmal die Sitzungsunterlagen gegen Brett-, Karten- oder sonstigen Gesellschaftsspielen ausgetauscht. Die Jugendpflege des Landkreises Vechta lud zur bereits 4. Auflage des „Spieltakels“ ein.

Aber nicht nur der Sitzungssaal, sondern das ganze Kreishaus an der Ravensberger Straße verwandelte sich in ein regelrechtes "Spieleparadies". Ob Gesellschaftsspiele, Rollenspiele oder auch die strategischen "Tabletop"-Spiele - für jeden war etwas dabei. Und das war schnell bemerkbar. Das Interesse an der Spielveranstaltung war beinahe grenzenlos.

Rekordbeteiligung am Nachmittag

Bereits am Nachmittag konnte Markus Büscherhoff 650 Spielerinnen und Spieler im Kreishaus vermelden. Eine Rekordbeteiligung zu diesem Zeitpunkt. Büscherhoff war als Mitarbeiter der Jugendpflege und Vorstandsmitglied des Vechtaer Spielevereins "Würfeltrolle" in einer echten Doppelrolle im Einsatz. Die Würfeltrolle trugen maßgeblich zum Gelingen der Spielveranstaltung bei und standen mit Rat und Tat zur Seite, sei es in der Erklärung der Spielregeln oder des einen oder anderen strategischen Tipps. Über 35 Helferinnen und Helfer waren im Einsatz. Darunter neben den beinahe überall präsenten "Würfeltrollen" auch Mitglieder des Osnabrücker Spielzeugladens "Spieltraum", des Osnabrücker Spielcafés "Osnabrett" und der Tabletop-Experten des "Wam!" aus Vechta.

Konzentration gefragt: Carl Devey, Papa Oliver (links) und Mia Wehry hatten ihren Spaß mit dem Spiel SOS Affenalarm. Foto: OevermannKonzentration gefragt: Carl Devey, Papa Oliver (links) und Mia Wehry hatten ihren Spaß mit dem Spiel "SOS Affenalarm". Foto: Oevermann

Über 400 Spiele standen zur Auswahl

Über 400 Spiele konnten munter ausprobiert, getestet und gespielt werden. Darunter befand sich natürlich auch das aktuelle Spiel des Jahres "Cascadia" - ein naturverbundenes Legespiel, bei denen die Spielerinnen und Spieler versuchen, ein großes zusammenhängendes und damit punkteträchtiges Biotop zusammenzustellen. Ambitionierte Spielerinnen und Spieler konnten sich auch in einem Turnier gegenseitig messen.

"Spiele machen einfach Spaß, fördern die Kreativität und sind wichtig für Familien und unsere Gesellschaft", ist "Würfeltroll" Jenny Büscherhoff überzeugt. Zusammen mit ihrem Mann Markus sorgte sie dafür, dass in dem munteren Durcheinander im Vechtaer Kreishaus jederzeit der Durchblick behalten wurde. Nahezu jede Ecke des Kreishauses wurde zum gemeinsamen Spielen ausgenutzt - ob beim "Riesenjenga" direkt am Eingang, oder beim Spielen eines Brettspiels auf dem Boden.

Da fiel die Wahl nicht immer leicht: Über 400 Spiele standen beim 4. Spektakel im Vechtaer Kreishaus zur Auswahl. Foto: OevermannDa fiel die Wahl nicht immer leicht: Über 400 Spiele standen beim 4. Spektakel im Vechtaer Kreishaus zur Auswahl. Foto: Oevermann

Mia ist bereits zum 2. Mal beim Spieltakel dabei

Oben auf der Empore, etwas ab vom allgegenwärtigen Trubel hatten sich am Samstagnachmittag Mia Wehry und Carl Devey zusammen mit ihren Eltern verschanzt. Die 6-jährige Mia aus Lohne war bereits zum 2. Mal mit ihrem Papa Markus beim "Spieltakel" mit von der Partie. Ihr hatte es so gut gefallen, dass sie wieder kommen wollte. Sie fragte zudem ihren gleichaltrigen Freund Carl aus Vechta, ob er nicht mitkommen wolle. Ihre Väter Oliver Devey und Markus Wehry sind befreundet und kennen sich bereits aus der Schule. Auch bei der nächsten Generation besteht eine Freundschaft, die auch trotz mittlerweile unterschiedlicher Wohnorte, gelebt wird - wie beim "Spieltakel".

Die Frage nach ihrem Lieblingsspiel beantwortete Mia in Sekundenschnelle - "SOS Affenalarm". "Das habe ich letztes Mal auch gespielt", erzählt Mia. Und auch ihrem Freund Carl gefiel das Spiel sehr. Große Freude bereitete ihm aber auch das Spiel "Noodle-Ninja". Aber egal welches Spiel die beiden zusammen mit ihren Eltern spielten, eines war klar. "Wir wollen bis zum Ende hier bleiben", sagte Carl und mit dieser Meinung stand er am Samstag beim Spieltakel wohl nicht alleine da.

Der große Sitzungssaal als Spieleparadies: Bereits am Nachmittag versammelten sich mehr als 650 Spielerinnen und Spieler im Vechtaer Kreishaus. Foto: OevermannDer große Sitzungssaal als Spieleparadies: Bereits am Nachmittag versammelten sich mehr als 650 Spielerinnen und Spieler im Vechtaer Kreishaus. Foto: Oevermann

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